Masterarbeit, 2013
87 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Hundegestützte Pädagogik
2.1 Mensch – Hund – Beziehung
2.1.1 Die Biophilie – Hypothese
2.1.2 Du – Evidenz
2.1.3 Spiegelneurone
2.2. Geschichte
2.3 Begriffserklärung / Definition
2.4 Rahmenbedingungen
2.4.1 Der Hund
2.4.2 Der Pädagoge / Die Pädagogin
2.4.3 Die Schülerschaft
2.4.4 Die Schule
2. 5 Förderbereiche
2.5.1 Förderbereich Kognition / Lernen
2.5.2 Wirkweisen und Studien
2.5.3 Praxisbeispiele
3 Phonologische Bewusstheit
3.1 Bedeutung
3.2 Diagnostik und Förderung
3.3 Der Rundgang durch Hörhausen
3.4 Leichter Lesen und Schreiben lernen mit der Hexe Susi
4 Förderschwerpunkt Lernen
4.1 Lernen
4.2 Lernstörung und Lernbehinderung
4.3 Die Schülerschaft mit Förderschwerpunkt Lernen
4.4 Förderung im Förderschwerpunkt Lernen
5 Zusammenfassung Theorieteil
6.1 Motivation zur Themenwahl
6.2 Fragestellung und erwarteter Erkenntnisgewinn
6.3 Methodisches Vorgehen
6.4 Beschreibung der Stichprobe
6.5 Der Schulhund „Pepe“
6.6 Durchführung
6.6.1 Testrunde 1und 2
6.6.2 Förderung 1
6.6.3 Förderung 2
6.6.4 Förderung 3
6.6.5 Förderung 4
6.6.6 Förderung 5
6.6.7 Förderung 6
6.6.8 Förderung 7
6.6.9 Förderung 8
6.7 Auswertung
6.7.1 Auswertung in Bezug zu den Kindern
6.7.2 Auswertung in Bezug zu den Aufgaben
6.8 Interpretation
6.8.1 Interpretation der Experimentalgruppe
6.8.2 Interpretation der Kontrollgruppe
6.8.3 Vergleich der Gruppen
6.9 Fazit
7 Persönliche Reflexion
8 Zusammenfassung Empirischer Teil
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Effektivität hundegestützter Pädagogik als unterstützende Maßnahme zur Förderung der phonologischen Bewusstheit bei Kindern mit dem Förderschwerpunkt Lernen, um eine evidenzbasierte Grundlage für den Einsatz von Schulhunden zu schaffen.
2.1 Mensch – Hund – Beziehung
Hunde und Menschen sind in ihrem Verhalten, durch das Bestreben stabile Verbindungen zu Anderen eingehen zu wollen, gekennzeichnet. Diese Ähnlichkeit ermöglicht den Aufbau von einer interartlichen Beziehung, man spricht auch von dem Hund als dem besten Freund des Menschen (Meyer, 2008). Im folgenden Kapitel werden die Hintergründe dieser Beziehung aufgeschlüsselt.
2.1.1 Die Biophilie – Hypothese
Ein Ansatz zur Klärung der Frage, warum Menschen überhaupt das Interesse daran haben, zu Tieren stabile und intensive Beziehungen einzugehen, auch zu Tieren , die prinzipiell auf ihrer Nahrungsliste stehen, ist die Biophilie – Hypothese von Edward O. Wilson.
Laut Greiffenhagen (1997) kann das Knüpfen eines emotionalen Bandes sowohl vom Tier als auch vom Menschen angestoßen werden, wobei letzterer in der Regel den Initiator verkörpert. Edward O. Wilson hat 1984 in der Biophilie - Hypothese formuliert, dass die Um- und Tierwelt seit jeher eine vielseitige Faszination auf die Menschheit auswirkt. Der Ur-Mensch verspürte diese Verbundenheit schlicht und ergreifend, da die detaillierte Auseinandersetzung mit der Welt notwendig für das Überleben war (zitiert nach Vernooij & Schneider, 2008).
In der Gegenwart existiert noch immer die Anziehungskraft, ausgehend von allen natürlichen Lebewesen und Gegebenheiten, insbesondere solchen, die in der Entwicklung der Menschheit eine Rolle gespielt haben. Folglich empfindet jeder Mensch für natürliche Elemente entweder Neugier, Wertschätzung, Empathie oder Glück (Agsten, 2009).
1 Einleitung: Die Arbeit motiviert die Untersuchung des Einflusses von Schulhunden auf das Lernverhalten und die Lerneffektivität bei Kindern mit Förderbedarf.
2 Hundegestützte Pädagogik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Hintergründe der Mensch-Hund-Beziehung, die Geschichte und die notwendigen Rahmenbedingungen für den pädagogischen Einsatz von Hunden.
3 Phonologische Bewusstheit: Es wird die Bedeutung der phonologischen Bewusstheit für den Schriftspracherwerb sowie spezifisches Diagnose- und Fördermaterial vorgestellt.
4 Förderschwerpunkt Lernen: Das Kapitel charakterisiert die Zielgruppe, definiert Lernstörungen und beschreibt Ansätze für eine individuelle Förderung in diesem Bereich.
5 Zusammenfassung Theorieteil: Ein Rückblick, der die theoretischen Grundlagen zur Vorbereitung der explorativen Studie zusammenführt.
6 Empirischer Forschungsteil: Dieser Teil dokumentiert das methodische Vorgehen, die Durchführung der Untersuchung sowie die Auswertung und Interpretation der erzielten Ergebnisse.
7 Persönliche Reflexion: Die Autorin reflektiert den Erfolg der Studie und wirft offene Fragen für die zukünftige Forschung auf.
8 Zusammenfassung Empirischer Teil: Eine abschließende methodische Zusammenfassung der durchgeführten explorativen Studie.
Hundegestützte Pädagogik, Förderschwerpunkt Lernen, Phonologische Bewusstheit, Schulhund, Lernleistung, Empirische Untersuchung, Sonderpädagogik, Förderkonzeption, Motivation, Lernatmosphäre, Diagnostik, Schriftspracherwerb, Intervention, Lerneffektivität, Inklusion.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Einsatz eines Schulhundes in der pädagogischen Arbeit die Lernleistung von Kindern mit einem Förderschwerpunkt im Bereich Lernen bei der Entwicklung der phonologischen Bewusstheit beeinflusst.
Die zentralen Felder umfassen die hundegestützte Pädagogik, die Grundlagen der phonologischen Bewusstheit sowie die spezifischen Lernvoraussetzungen und Förderbedarfe von Kindern an Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen.
Das Ziel ist die Evaluation, ob die Integration eines Hundes in ein bestehendes Förderkonzept zu einem messbar höheren Lernerfolg führt als eine Förderung ohne tierische Unterstützung.
Es handelt sich um eine explorative Studie mit zwei Gruppen (Experimentalgruppe mit Hund, Kontrollgruppe ohne Hund), bei der Leistungsstände durch Prä- und Posttests (basierend auf dem Diagnoseinstrument "Rundgang durch Hörhausen") verglichen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Rahmen (Theorieteil) und einen empirischen Forschungsteil, der das Vorgehen, die Stichprobenbeschreibung, die Durchführung der Intervention und die detaillierte Auswertung umfasst.
Wichtige Begriffe sind Hundegestützte Pädagogik, Phonologische Bewusstheit, Förderschwerpunkt Lernen, Schulhund "Pepe" und Lernmotivation.
"Pepe" dient als aktiver Motivator und positive Verstärkung innerhalb der Übungssequenzen der Experimentalgruppe, um die Konzentration und Lernfreude der Schüler zu steigern.
Die Experimentalgruppe konnte im arithmetischen Mittel einen deutlich höheren Lernzuwachs in den phonologischen Aufgabenbereichen verzeichnen als die Kontrollgruppe, was die Wirksamkeit der hundegestützten Intervention unterstreicht.
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