Bachelorarbeit, 2011
39 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Was ist Motivation?
2.1 Extrinsische und intrinsische Motivation
2.1.1 Lernmotivation: Das Erweiterte kognitive Motivationsmodell
2.1.2 Interesse
3 Was ist Schreiben? Das Generalisierte Schreibprozessmodell
4 Schreibmotivation
4.1 Schreibmotivation und Schreibanlässe
4.1.1 Schreibanlass Bildergeschichte
4.1.2 Zur Bedeutung des Schreibanlasses „Schreiben zu einer Bildergeschichte“ für die Schreibmotivation
4.1.3 Schreibanlass Schreiben zu Bildern
4.1.4 Die Bedeutung des Schreibanlasses „Schreiben zu Bildern“ für die Schreibmotivation
5 Fazit: Was bedeuten Schreibanlässe für die Schreibmotivation? Eine Einordnung in größere Zusammenhänge
6 Schlusswort
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern unterschiedliche Schreibanlässe die Schreibmotivation von Grundschulkindern beeinflussen. Dabei wird analysiert, welche Faktoren das Schreiben fördern oder hemmen, mit dem Ziel, die Bedeutung von Schreibanlässen für die Entwicklung einer nachhaltigen Schreibmotivation theoretisch und fachdidaktisch zu begründen.
4.1.2 Zur Bedeutung des Schreibanlasses „Schreiben zu einer Bildergeschichte“ für die Schreibmotivation
Annette Heinz attributiert den Schreibanlass Bildergeschichte als „alltägliches Beispiel für die Zerstörung von Schreibmotivation“ (Heinz 1991, S.40). Heinz berichtet von Fabian, der für seinen ersten Klassenaufsatz eine schlechte Note erhalten hat, weil er die vorgegebene Reihenfolge der Bildergeschichte verändert hat – so, wie er es aus vorhergehenden Übungsstunden, in denen Bildergeschichten „durchgenommen“ wurden, gewohnt gewesen war (vgl. ebd.). Seine neu entstandene Geschichte war logisch und in sich stimmig (vgl. ebd.). Vor allem – und dies ist, so finde ich, bei einer Bildergeschichte höchst bemerkenswert – hatte er es geschafft, durch die Veränderung der Bildabfolge eine neue Geschichte zu konstruieren, die mit seinen persönlichen Erfahrungen zu tun hatte (vgl.ebd.). Man kann sich leicht vorstellen, wie bedrückend die schlechte Bewertung der Arbeit und der negative Lehrerkommentar (vgl. ebd., S. 40f.) auf Fabian gewirkt haben müssen, von der unvorteilhaften Wirkung auf seine Schreibmotivation ganz zu schweigen. Fabian hat es geschafft, die für ihn sinnlose Bildergeschichte in einen Text umzuwandeln, der für ihn Sinn machte, da er seine eigenen Erfahrungen betraf. Die Schreibmotivation schaffte er sich sozusagen selbst, indem er seine eigenen Erfahrungen einbinden konnte - es war die selbstgeschaffene intrinsische Motivation, die durch den negativen Lehrerkommentar und die schlechte Beurteilung wieder zunichte gemacht wurde. Fabian ist sehr enttäuscht (vgl. ebd., S. 40). Möglicherweise wird er beim nächsten Schreibanlass nur „für den Lehrer“ schreiben – denn er hat die Erfahrung gemacht, dass seine Kreativität nicht erwünscht ist, dass sein „persönliches Schreiben“ keine Anerkennung findet.
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der persönlichen Motivation der Autorin, die aus einem Schul-Praktikum hervorgegangen ist.
2 Was ist Motivation?: Theoretische Herleitung des Motivationsbegriffs mit Fokus auf die Unterscheidung von extrinsischer und intrinsischer Motivation sowie der Rolle von Interesse und Lernmotivation.
3 Was ist Schreiben? Das Generalisierte Schreibprozessmodell: Darstellung des Schreibens als komplexen, mehrstufigen Prozess, unterteilt in Motivations-, Zielbildungs-, Gedanken- und Produktionsprozesse.
4 Schreibmotivation: Untersuchung der Faktoren, die Schreibmotivation in der Schule begünstigen, und kritische Auseinandersetzung mit traditionellen Schreibanlässen wie der Bildergeschichte.
5 Fazit: Was bedeuten Schreibanlässe für die Schreibmotivation? Eine Einordnung in größere Zusammenhänge: Zusammenfassende Einordnung der Ergebnisse mit dem Appell an einen individuellen, schülerzentrierten Unterricht.
6 Schlusswort: Reflexion über die Verantwortung der Lehrperson und das Plädoyer für eine wertschätzende Rückmeldekultur, die Freude am Schreiben ermöglicht.
Schreibmotivation, Grundschule, extrinsische Motivation, intrinsische Motivation, Schreibanlass, Bildergeschichte, Schreiben zu Bildern, Generalisiertes Schreibprozessmodell, Selbstbestimmung, Interesse, Flow-Erleben, Schreibdidaktik, Kreatives Schreiben, Unterrichtsgestaltung, Lernumgebung.
Die Arbeit untersucht, wie Schreibanlässe in der Grundschule gestaltet sein müssen, um die Schreibmotivation von Kindern positiv zu beeinflussen.
Die zentralen Felder sind die theoretischen Grundlagen der Motivation, Modelle des Schreibprozesses sowie die vergleichende Analyse von Schreibanlässen wie der "Bildergeschichte" und dem "Schreiben zu Bildern".
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen Schreibanlässe für Kinder persönlich bedeutsam werden und somit eine nachhaltige Schreibmotivation fördern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender psychologischer und schreibdidaktischer Fachliteratur sowie der Verknüpfung dieser Theorien mit pädagogischen Erfahrungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Motivation, die Analyse des Schreibprozessmodells nach Spitta und die Untersuchung spezifischer Schreibanlässe auf ihr motivierendes Potenzial.
Die wichtigsten Begriffe umfassen Schreibmotivation, intrinsische Motivation, Selbstbestimmung, Schreibanlass, Bildergeschichte und kreatives Schreiben.
Die Autorin argumentiert, dass die starre Vorgabe der Bilder die Kreativität einschränkt, das Bedürfnis zur persönlichen Mitteilung unterdrückt und somit häufig zu Amotivation führt.
Dieser Anlass bietet mehr Deutungsoffenheit, erlaubt den Kindern eigene Assoziationen und Erfahrungen einzubringen und unterstützt somit die Selbstbestimmung und das intrinsische Interesse.
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