Examensarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Was sind depressive Erkrankungen?
3. Formen depressiver Erkrankungen
3.1 Einteilung nach ICD-10
3.1.1 Manische Episode
3.1.2 Bipolare affektive Störung
3.1.3 Depressive Episode
3.1.4 Rezidivierende depressive Störung
3.1.5 Anhaltende affektive Störung
3.1.5.2 Dysthymia
3.1.5.1 Zyklothymia
3.2 Einteilung nach DSM-IV
3.2.1 Depressive Störungen
3.2.2 Bipolare Störungen
3.3 Weitere Formen
3.4 Komorbidität
4. Symptomatik
4.1 Psychische Beschwerden:
4.2 Psychomotorische Beschwerden
4.3 Somatische Beschwerden
5. Behandlungsmöglichkeiten
5.1 Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
5.2 Nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten
5.2.1 Interpersonelle Psychotherapie
5.2.2 Kognitive Therapie
5.2.3 Verhaltenstherapie
5.2.3.1 Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie
5.2.4 Psychodynamische Verfahren
5.2.5 Soziotherapie
5.3 Andere Therapien
5.3.1 Sport- und Bewegungstherapie
5.3.2 Kunsttherapie
5.3.3 Homöopathie
5.3.4 Internettherapie
6. Fallbeispiele
6.1 Fragebogen
6.2 Sabine*
6.3 Peter*
6.4 Mia
6.5 Kommentar
7. Fazit
8. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, depressive Erkrankungen als komplexe, multifaktorielle Krankheitsbilder zu beleuchten, Behandlungsmethoden kritisch zu analysieren und deren Wirksamkeit unter Einbeziehung persönlicher Fallbeispiele zu hinterfragen.
4.2 Psychomotorische Beschwerden
Die nächste Kategorie klinischer Symptomatik stellen psychomotorische Beschwerden dar. Hierzu gehören ein Mangel an Energie, Initiative und Anteilnahme sowie Antriebsarmut, eine reduzierte Mimik, Wortkargheit und Bewegungsarmut. Auf der anderen Seite können sich jedoch auch rastlose Unruhe, gesteigerte Aktivität und Getriebenheit äußern. Eine depressive Erstarrung ist ebenfalls möglich, bei der keine Nahrung mehr aufgenommen wird.13
Ist eine psychisch depressive Grundstimmung bereits eingetreten, so wird der Körper entweder versuchen, sich durch übertriebenen Bewegungsdrang abzulenken, also vor seinen Gedanken zu flüchten, was ihm nicht gelingt, oder in eine Lethargie zu verfallen, in dem Bemühen, die Krankheit auszuhalten oder abzuwarten und zu hoffen, dass sich der Zustand wieder löst. Durch Konflikte oder scheinbar unlösbare Situationen kann eine Er-starrung bewirken wollen, dass eine Handlungs-unfähigkeit nach außen sichtbar gemacht wird und somit die innerlich vorherrschende Verzweiflung ausgedrückt werden kann. Eine Erstarrung weist alles von sich wie Schuldgefühle oder auch das Gefühl der Menschlichkeit. Hinzu kommt, dass ein Nicht-Handeln nach sich zieht, dass automatisch keine weiteren Probleme entstehen können, so zumindest das Denkmuster. Ein erstarrter Patient scheint auf der einen Seite einen Hilferuf zu senden, obwohl es auf der anderen Seite sehr schwer werden könnte, ihn aus seinem Zustand zu befreien. Es erschüttert sein Selbstbild, wenn eine helfende Hand gereicht wird, denn er ist ja nicht wert, gerettet zu werden. Er muss wieder spüren, dass er kein Stein, sondern ein menschliches Wesen ist und muss seine Scham überwinden, sich selbst in dieser Position erkennen zu müssen und derart auf Hilfe angewiesen zu sein.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert Depression als eine komplexe, multifaktorielle Störung der Gemütslage und führt in die Problematik ihrer Diagnose und Behandlung sowie die Relevanz von Fallbeispielen ein.
2. Was sind depressive Erkrankungen?: Dieses Kapitel erläutert die Symptomatik und die diagnostische Einordnung depressiver Episoden nach WHO-Kriterien sowie die psychosozialen Faktoren, die deren Entstehung begünstigen können.
3. Formen depressiver Erkrankungen: Hier werden die verschiedenen Ausprägungsformen der Depression anhand der offiziellen Diagnosesysteme ICD-10 und DSM-IV strukturiert vorgestellt, inklusive Aspekten der Komorbidität.
4. Symptomatik: Dieses Kapitel differenziert zwischen psychischen, psychomotorischen und somatischen Symptomen der Depression und reflektiert deren klinisches Bild unter Einbeziehung persönlicher Erfahrungen.
5. Behandlungsmöglichkeiten: Eine umfassende Darstellung medikamentöser und nicht-medikamentöser Therapien, von psychotherapeutischen Verfahren über Soziotherapie bis hin zu alternativen Ansätzen wie Sport- und Kunsttherapie.
6. Fallbeispiele: Dieses Kapitel präsentiert die Kasuistiken von drei betroffenen Personen sowie der Autorin selbst, um die Wirkung der verschiedenen Therapiemöglichkeiten in der Realität zu veranschaulichen und zu kommentieren.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer individuellen, ganzheitlichen Therapie zusammen, kritisiert die derzeitige Versorgungslage und betont die Bedeutung der sozialen Unterstützung sowie der Aufklärung.
8. Schlusswort: Das Schlusswort reflektiert den persönlichen Prozess der Autorin während der Therapie und plädiert für eine Gesellschaft, die psychische Erkrankungen als Teil des Menschseins akzeptiert.
Depression, Psychotherapie, Medikamentöse Behandlung, ICD-10, DSM-IV, Psychosomatik, Soziotherapie, Verhaltensstherapie, Kognitive Therapie, Komorbidität, Symptomatik, Suizidalität, Achtsamkeit, Krankheitsbewältigung, Prävention.
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation, Symptomatik und den vielfältigen Behandlungsmöglichkeiten bei depressiven Erkrankungen, eingebettet in einen theoretischen Kontext und illustriert durch Fallbeispiele.
Zu den Kernbereichen zählen die medizinisch-psychologische Einordnung der Depression, der Vergleich verschiedener Therapieansätze sowie die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Einflüssen und der Versorgungssituation Betroffener.
Das Ziel ist es, die Komplexität depressiver Störungen aufzuzeigen und zu untersuchen, wie eine effektive Therapie – bestehend aus medikamentöser, psychotherapeutischer und soziotherapeutischer Begleitung – zur Heilung oder Linderung beitragen kann.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturrecherche zu den Diagnose- und Therapiestandards mit einer kasuistischen Analyse, bei der sie eigene Erfahrungen und die von drei weiteren Personen reflektiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Symptomkategorien (psychisch, psychomotorisch, somatisch) und eine detaillierte Ausarbeitung verschiedener Therapiemöglichkeiten, von pharmakologischen Ansätzen bis hin zu Internet- und Kunsttherapie.
Die zentralen Begriffe sind Depression, Psychotherapie, Komorbidität, Medikamentöse Behandlung, Soziotherapie und Krankheitsbewältigung.
Die Soziotherapie wird als oft unterschätzter Baustein gesehen, der soziale Faktoren wie Arbeitsplatzsicherung und Tagesstrukturierung einbezieht, um den Teufelskreis des depressiven Rückzugs zu durchbrechen.
Die Autorin betrachtet Internettherapien aufgrund der Anonymität und des fehlenden persönlichen Kontakts kritisch, erkennt sie jedoch als niedrigschwelligen Einstieg an, sofern sie in eine face-to-face Therapie münden.
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