Bachelorarbeit, 2011
109 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Das Feld der Literaturkritik
2.1 Was ist Literaturkritik?
2.1.1 Geschichte der Literaturkritik
2.1.2 Begriff der Literaturkritik
2.1.3 Einordnung der Literaturkritik
2.2 Wie arbeitet Literaturkritik?
2.2.1 Aufgaben der Literaturkritik
2.2.2 Formen der Literaturkritik
2.2.3 Probleme der Literaturkritik
2.3 Besonderheiten der Literaturkritik im Fernsehen
2.3.1 Literaturkritik im Fernsehen von den Anfängen bis heute
2.3.2 Formate für Literaturkritik im Fernsehen
2.3.3 Probleme der Literaturkritik im Fernsehen
2.3.4 Wirkung der Literaturkritik im Fernsehen
3 Die Literatursendungen des ZDF
3.1 Das Zweite Deutsche Fernsehen
3.1.1 Kultur als Auftrag
3.1.2 Geschichte der Literatursendungen im ZDF
3.2 Profile der ausgewählten Literatursendungen
3.2.1 Das Literarische Quartett
3.2.2 Lesen!
3.2.3 Die Vorleser
3.3 Vergleich der Profile
4 Formale Analyse der Literatursendungen des ZDF
4.1 Film- und Fernsehanalyse nach Mikos
4.1.1 Struktur der durchgeführten Film- und Fernsehanalyse
4.1.2 Ausgewählte Aspekte der Film- und Fernsehanalyse
4.2 Analyse der drei Beispielsendungen
4.2.1 Das Literarische Quartett
4.2.2 Lesen!
4.2.3 Die Vorleser
4.3 Vergleich der Analyseergebnisse
5 Fazit
Die Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Konzeption und ästhetische Gestaltung von Literatursendungen im Fernsehen zu untersuchen. Anhand einer vergleichenden Analyse dreier prägender Talk-Formate des ZDF soll erforscht werden, welche medialen Mittel eingesetzt werden, um Literatur für ein Fernsehpublikum darzustellen und aufzubereiten.
2.1.1 Geschichte der Literaturkritik
Die Geschichte der Literaturkritik geht zurück auf den Beginn des 18. Jahrhunderts. Obwohl schon zuvor im Mittelalter vereinzelte textkritische Veröffentlichungen zu finden sind, lässt sich erst ab diesem Zeitpunkt von einer beginnenden Institutionalisierung der Literaturkritik sprechen.
Den entscheidenden Antrieb bekam die neue Disziplin mit Entstehung und Ausbreitung des Zeitschriftenwesens um 1700. Denn „erst im 18. Jahrhundert immer zahlreicher gegründeten Literaturzeitschriften machen die Literaturkritik zu einem öffentlichen Diskurs.“ (Schweikle/ Kauffmann 2007, S. 448). Zudem etabliert sich das 1849 eingeführte Feuilleton in den Tageszeitungen als „Medium der Literatur [...] und übernimmt die Formen und Funktionen der aktuellen Rezension und Berichterstattung.“ (ebd., S. 449).
Ein zweiter Motor war der rasch expandierende Büchermarkt dieser Zeit. Die rapide Zunahme der jährlichen Neuerscheinungen führte zur Forderung des emanzipierenden Bürgertums nach Orientierung. „Literaturkritik ist also im 18. Jahrhundert kein bloß innerliterarisches Phänomen umfassender Theorie- und Geschmacksbildung, sondern sie trägt auch bei zur Konstituierung einer bürgerlichen Öffentlichkeit.“ (Neuhaus 2004, S. 32).
Zwar war der Beruf des Kritikers bis ins 19. Jahrhundert hinein nur eine Nebentätigkeit - meist von Schriftstellern. Allerdings prägte sich schon früh das Verständnis einer Arbeitsethik (vor allem in Bezug auf Wertungskriterien und Kanon) heraus, die im Laufe der Jahrzehnte ständigen Schwankungen und Richtungswechseln unterlag. Häufig waren diese eng verzahnt mit den Leitlinien und Forderungen literarischer Strömungen und Epochen. Verlangte Johann Christoph Gottsched vom „criticus“ noch die Orientierung an objektiven Normen der Naturgesetzlichkeit (vgl. Kienecker 1989, S. 13), forderte Gotthold Ephraim Lessing bald „die Abkehr von dogmatischen Setzungen zugunsten des eigenen kritischen Denkens.“ (Meid 2001, S. 312).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert die Problemstellung der medialen Literaturpräsentation und definiert den Forschungsfokus sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Das Feld der Literaturkritik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Literaturkritik, definiert zentrale Begriffe und untersucht die spezifischen Bedingungen und Probleme der Literaturkritik im Fernsehmedium.
3 Die Literatursendungen des ZDF: Hier werden der kulturelle Programmauftrag des ZDF dargelegt und die drei ausgewählten Literatursendungen historisch sowie inhaltlich in ihren spezifischen Profilen vorgestellt.
4 Formale Analyse der Literatursendungen des ZDF: Dieses Kapitel widmet sich der methodischen Anwendung der Film- und Fernsehanalyse auf die drei Sendungen und vergleicht die jeweiligen Ergebnisse hinsichtlich ihrer ästhetischen Gestaltung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die Entwicklung von Literatursendungen im Fernsehen.
Literaturkritik, Fernsehen, ZDF, Literatursendung, Das Literarische Quartett, Lesen!, Die Vorleser, Medienanalyse, Fernsehformate, Kulturberichterstattung, Rezension, Ästhetik, Literaturvermittlung, Talkshow, Literatur auf dem Bildschirm
Die Arbeit untersucht, wie Literatur als literarischer Stoff im Medium Fernsehen präsentiert wird und welche gestalterischen sowie inhaltlichen Strategien dabei zum Einsatz kommen.
Die zentralen Felder sind die theoretische Fundierung der Literaturkritik, der öffentlich-rechtliche Kulturauftrag des ZDF sowie die konkrete formale Analyse ausgewählter Literatur-Talkshows.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild der ästhetischen Gestaltungsmittel von Literatursendungen zu zeichnen und zu verstehen, wie verschiedene Formate den Spagat zwischen anspruchsvoller Literaturkritik und TV-Unterhaltung bewältigen.
Die Arbeit stützt sich auf die Film- und Fernsehanalyse nach Lothar Mikos, um die untersuchten Sendungen systematisch in ihre Komponenten wie Bildsprache, Montage, Licht und Ton zu zerlegen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einbettung der Literaturkritik, die Vorstellung der ZDF-Kulturprogramme sowie eine detaillierte formale Analyse und den abschließenden Vergleich von "Das Literarische Quartett", "Lesen!" und "Die Vorleser".
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Literaturkritik, Fernsehästhetik, Kulturberichterstattung, Literaturvermittlung und die spezifischen Sendungsformate charakterisieren.
"Das Literarische Quartett" war als Expertenrunde mit theatraler Inszenierung konzipiert, während "Lesen!" mit Elke Heidenreich eher den Charakter einer persönlichen, pädagogisch orientierten "Prominentenshow" zur Leseförderung hatte.
Die visuelle Inszenierung, von der Studioarchitektur bis zur Kameraarbeit, dient dazu, das Medium Fernsehen an das Thema Buch anzupassen, sei es durch nüchterne Distanz oder gemütliche, assoziative Kulissen.
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