Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Das Werk
2.1 Texte vor Das Parfum
2.2 Texte nach Das Parfum
3. Fallanalysen
3.1 Der Kontrabaß
3.1.1 Figurencharakterisierung
3.1.2 Literarische & psychologische Aspekte
3.2 Die Taube
3.2.1 Figurencharakterisierung
3.2.2 Literarische & psychologische Aspekte
4. Vergleichende Analyse
4.1 Kontinuitäten im Werk
4.2 Unterschiede & Entwicklungen
5. Zusammenfassende Betrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologische Situierung der Roman-, Novellen- und Dramenfiguren von Patrick Süskind, wobei das Ziel darin besteht, die Anwendung psychologischer Theorien in deren Charakterisierung aufzuzeigen und intertextuelle Kontinuitäten sowie Entwicklungen im Schaffen des Autors herauszuarbeiten.
3.1.1 Figurencharakterisierung
Der Übersichtlichkeit und einer möglichst textnahen und detaillierten Charakterisierung der Hauptfigur wegen, dürfte es wohl angebracht sein, den Text nun systematisch durchzugehen und für die Interpretation bedeutende Stellen herauszudestillieren.
Wie bereits erwähnt, verhindert der Text durch seine bloße formale Beschränktheit eine eindeutige oder offensichtliche Figurencharakteristik. Der größte Teil dessen, was der Leser über den Protagonisten herauszufinden vermag, versteckt sich in den Monologen der Figur.
Bis auf wenige Ausnahmen, in denen die Regieanweisungen Hinweise auf eine figurenmetaphysische Einstellung gegenüber des Kontrabassisten geben. Doch selbst diese Hinweise erweisen sich als sehr subtil: „Jemand summt mit. […] Eine Flasche wird geöffnet, der Jemand schenkt sich ein Bier ein.“ (DK, 7) Die Bezeichnung der zentralen Figur des Textes als eines bloßen Jemand scheint bei aller Beiläufigkeit schon beinahe eine Beurteilung des impliziten Erzählers über die Person, der er das Wort zu erteilen begriffen ist. Diese Beiläufigkeit, mit der die erste Vorstellung des Protagonisten hier geschieht, ist dabei keinesfalls misszuverstehen: So schreibt Frank Degler über „Süskinds schriftstellerische Präzision (die ihn über jeden Trivialitätsverdacht erhebt)“17, sie offenbare sich gerade in dieser Detailversessenheit, dank der solch kleine, beim ersten Lesen leicht zu übersehende Hinweise zu Schlüsselworten seiner Texte werden können. Dies wird durch eine weiter gehende Analyse des Textes untermauert.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den massiven Erfolg von Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ und führt die zentrale Forschungsfrage nach der psychologischen Charakterisierung von Süskinds Figuren in Dramen und Novellen ein.
2. Das Werk: Dieses Kapitel bietet einen biografischen Abriss sowie eine Übersicht über Süskinds Schaffen, unterteilt in die Phasen vor und nach der Veröffentlichung von „Das Parfum“.
3. Fallanalysen: Hier werden „Der Kontrabaß“ und „Die Taube“ detailliert analysiert, wobei der Fokus auf den erzähltechnischen Verfahren zur psychologischen Charakterisierung der Protagonisten liegt.
4. Vergleichende Analyse: Das Kapitel vergleicht die untersuchten Texte hinsichtlich thematischer Kontinuitäten und formaler Entwicklungen, insbesondere im Hinblick auf ihre psychologische Fundierung und die Auflösung der Handlungen.
5. Zusammenfassende Betrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Süskinds Werke tief in psychologischen Erklärungsmodellen verwurzelt sind, wobei eine Entwicklung zu immer komplexeren Darstellungsweisen erkennbar ist.
Patrick Süskind, Der Kontrabaß, Die Taube, Das Parfum, Psychologie, Tiefenpsychologie, Figurenpsychologisierung, Einsamkeit, Isolation, Erzähltechnik, Postmoderne, Symbolik, Literaturwissenschaft, Charakterisierung, Neurose.
Die Arbeit untersucht die psychologische Tiefe der Hauptfiguren in ausgewählten Werken von Patrick Süskind und deren Einordnung in psychologische Theoriegebäude.
Die zentralen Themen sind Einsamkeit, soziale Isolation, die Suche nach Sinn sowie die psychologische Ausgestaltung von Lebenskrisen innerhalb der literarischen Texte.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie Süskind tiefenpsychologische Modelle nutzt, um seine Figuren zu charakterisieren, ohne dabei auf explizite psychologische Nomenklatur zurückzugreifen.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die intertextuelle Vergleiche sowie eine Untersuchung narrativer Strukturen und Symbole umfasst.
Im Hauptteil werden „Der Kontrabaß“ und „Die Taube“ als Fallbeispiele herangezogen, um die Figurencharakterisierung und das Zusammenspiel von Literatur und Psychologie zu analysieren.
Kernbegriffe sind Figurenpsychologisierung, Einsamkeit, Tiefenpsychologie, Erzähltechnik und symbolische Auflösung.
Der Roman dient als zeitlicher und inhaltlicher Referenzpunkt, um die Entwicklung der Erzähltechnik und der psychologischen Darstellung in den Werken davor und danach besser einordnen zu können.
„Der Kontrabaß“ arbeitet mit einem direkten Monolog und reflektiert das psychologische Modell der Psychoanalyse, während „Die Taube“ eher durch minutiöse, subtile Beschreibungen der Handlungen und innere Wahrnehmungsnähe überzeugt.
Die Einsamkeit wird als maßgeblicher Faktor dargestellt, der die Protagonisten dazu bringt, sich in ritualisierte Alltagroutinen oder Ersatzbeziehungen zu flüchten, was letztlich ihre psychische Neurose manifestiert.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

