Bachelorarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Definitionen
2.1 Erläuterung der Chancengleichheit in der Bildung
2.2 Der Begriff der sozialen Herkunft
3 Die Bildungsexpansion
4 Ursachen und Faktoren der Bildungsbenachteiligungen
4.1 Soziale Ungleichheiten innerhalb der Schule
4.2 Soziale Ungleichheiten bei Bildungsübergängen
4.2.1 Die Problematik des dreigliedrigen Schulsystems
4.2.2 Die schichtspezifische Empfehlungsaussprechung der Lehrkräfte
4.3 Die Rolle der Eltern, der Familie und des Umfelds
4.3.1 Ungleiche Bildungschancen auf Grund der sozialen Herkunft der Eltern – Einblick in die Theorie von Boudon
4.3.2 Die Schulabschlüsse der Eltern
4.3.3 Auswirkungen der sozialen Herkunft und des Umfeldes auf die Schullaufbahn
4.4 Auswirkungen des schichtspezifischen Sprachgebrauchs
5 Fazit
Die Arbeit untersucht kritisch den Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem schulischen Erfolg in Deutschland, um zu ergründen, inwieweit Chancengleichheit in unserem Bildungssystem realisierbar ist oder ob Bildungserfolg durch soziale Faktoren determiniert wird.
4.1 Soziale Ungleichheiten innerhalb der Schule
In der Schule tragen zahlreiche Elemente zu sozialen Ungleichheiten der Bildungschancen bei und dies sowohl in den weiterführenden Schulen als auch bereits in den Grundschulen. Insbesondere die schichtspezifische Notengebung und die Bezeichnung des Schulsystems als eine Mittelschichteninstitution sollen hier genauer analysiert und erläutert werden. Die schichtspezifischen Notengebungen, welche in Zusammenhang mit den Eltern der Schülerinnen/Schüler stehen, werden allerdings erst in Kapitel 4.3 aufgegriffen und dementsprechend analysiert.
Zunächst zu der Notenvergabe. Schulnoten sollen die erbrachten Leistungen einer/eines Schülerin/Schülers aufzeigen. Daher bedarf es einer objektiven Bewertung der Lehrerinnen/Lehrer, welche sich ausschließlich auf die Leistungen der Lernenden bezieht. Doch immer wieder schleichen sich bei der Bewertung auch Kriterien mit ein, welche nichts mit der Leistungsfähigkeit der Bildungsbeteiligten zu tun haben. Schumacher konnte 2002 bei einer Befragung von ungefähr 500 Grundschullehrerinnen/Grundschullehrern feststellen, dass 73% der Lehrkräfte bestätigen, dass positive bzw. angemessene Verhaltensweisen, neben der sozialen Herkunft, die Bewertung der erbrachten Leistungen unmittelbar beeinflussen.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die meritokratische Illusion und führt in die Fragestellung ein, ob Schulerfolg vorherbestimmt oder frei wählbar ist.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe wie Chancengleichheit in der Bildung und soziale Herkunft für den weiteren Verlauf der Arbeit definiert.
3 Die Bildungsexpansion: Es wird die historische Bildungsexpansion und deren Auswirkungen auf die Bildungsbeteiligung in Deutschland kritisch beleuchtet.
4 Ursachen und Faktoren der Bildungsbenachteiligungen: Dieses Kapitel analysiert systematisch die Entstehungsorte und Gründe für soziale Benachteiligung, von schulinternen Prozessen bis hin zu familiären Einflüssen.
5 Fazit: Das Fazit zieht ein Resümee aus den Untersuchungen und hält fest, dass soziale Herkunft weiterhin einen unbestreitbaren Einfluss auf Bildungschancen hat.
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Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit soziale Faktoren wie die Herkunft oder der Status des Elternhauses den Bildungserfolg von Kindern in Deutschland beeinflussen.
Die Arbeit behandelt die Bildungsexpansion, die Benotungspraxis in Schulen, Übergangsentscheidungen nach der Grundschule, den Einfluss des Elternhauses sowie die Bedeutung sprachlicher Kompetenzen.
Das Ziel ist es, durch die Analyse wissenschaftlicher Quellen zu klären, ob der Schulerfolg in Deutschland durch das Individuum frei gestaltbar ist oder durch soziale Vorherbestimmung eingegrenzt wird.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse und Synthese wissenschaftlich anerkannter Studien und soziologischer Theorien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von schulinternen Ungleichheiten, Problematiken bei Bildungsübergängen, Einflüsse der Familie sowie Auswirkungen schichtspezifischen Sprachgebrauchs.
Zentrale Begriffe sind soziale Herkunft, Chancengleichheit, Bildungschancen, Bildungsexpansion und schichtspezifische Ungleichheit.
Die Empfehlung fungiert als eine sensible Weichenstellung, bei der laut Arbeit nicht nur die Leistung, sondern oft unbewusst auch soziale Faktoren der Herkunft in die Bewertung einfließen.
Boudon erklärt soziale Disparitäten im Bildungswesen durch individuelle Entscheidungen der Eltern, die Kosten, Nutzen und Erfolgserwartungen unter Berücksichtigung ihres sozialen Status abwägen.
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