Masterarbeit, 2013
112 Seiten, Note: Sehr gut
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Hypothese und Forschungsfrage
3. Fallbeispiel
4. Social Communities
5. Cybermobbing - Definition
6. Rechtlicher Tatbestand
7. Die Umfrage an der HAK, HAS und HLW Landeck 2012
7.1. Soziodemographische Daten
7.1.1. Geschlecht
7.1.2. Alter
7.1.3. Schulform
7.2. Die Internetnutzung nach Zeit und sozialen Netzwerken
7.2.1. Zeitaufwand gesamt
7.2.2. Hauptverwendungszweck
7.2.3. Was sind die beliebtesten Social Communities?
7.2.3.1. Zeitaufwand für Social Communities
7.3. Schülerinnen und Schüler als Opfer von Cybermobbing
7.3.1 Ich habe mitbekommen, wie Freunde von mir beschimpft wurden
7.3.2 Jemand hat Bilder von mir reingestellt, die nicht echt waren
7.3.3. Ich wurde blöd angemacht
7.3.4 Unwahrheiten wurden über mich verbreitet
7.3.5 Mein Profil wurde gehackt und Daten wurden missbraucht
7.3.6 Fotos und Videos, auf denen ich schlecht dargestellt bin, wurden ins Netz gestellt
7.4 Problemlösungsstrategien
7.4.1 Alleine regeln
7.4.2 Den „Täter“ dem Anbieter melden
7.4.3 „Mit denselben Waffen“ zurückschlagen
7.4.4 Persönlich zur Rede zu stellen
7.4.5 Ich wandte mich an meine Eltern
7.5 SchülerInnen wenden sich bei Cybermobbing an Unterrichtende
7.6 Selbsteinschätzung der Userinnen und User
7.6.1 Problematische Fotos oder Videos über sich selbst ins Netz gestellt
7.6.2 Sicherheitseinstellungen
7.6.3 Fotos verwenden, auf denen andere Personen zu sehen sind
8. Medienkompetenz und Schule
8.1 Der Medienerlass
8.2 Medienkompetenzen
9. Hilfestellungen und Information
9.1 Allgemein - EU
9.2 Saferinternet.at
9.3 „Die Weiße Feder“
9.4 Der Tiroler Bildungsserver des Landes Tirol
10. Schulinitiativen
10.1. Schulinitiative HAK Landeck
11. Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht das Ausmaß und die Auswirkungen von Cybermobbing bei Jugendlichen an österreichischen Schulen und hinterfragt, inwieweit das bestehende Ausbildungssystem auf diese Problematik vorbereitet ist.
3. Fallbeispiel
Eine sehr besorgte Mutter ruft in der Schule an und schildert dem Klassenvorstand, wie ihr fünfzehnjähriger Sohn in der 1. Klasse einer BHS gemobbt wird. Die Mutter und ihr Sohn werden zur Sprechstunde am nächsten Vormittag eingeladen. Im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass sich das Gemobbtwerden des Opfers ausschließlich im Internet und hier vor allem auf der sozialen Netzwerkplattform Facebook darstellt. Alle 24 KlassenkollegInnen sind auf Facebook präsent und haben dort einen Account. Alle wissen Bescheid und sind über alle Einträge informiert. Die Täter sind zahlreich, aber kristallisieren sich drei Haupttäter heraus. Einer hat vom Opfer Fotos in der Umkleidekabine vor dem Turnunterricht gemacht, als dieses sich gerade umgezogen hat. Diese Fotos wurden auf Facebook gestellt. Ein anderer Kamerad hat ein Video erstellt, das in der großen Pause im Klassenzimmer spielt. Darauf war zu sehen, wie der Mitschüler von Einzelnen gehänselt wurde und er zu schreien begann. Ebenso war auch dieses Video auf Facebook zu sehen. Auch eine Mitschülerin war als Täterin auszumachen. Sie gründete eine eigene Facebookgruppe mit dem Namen des Opfers. Darauf konnten MitschülerInnen Beiträge eintragen und waren ständig darüber informiert, was es Neues über das Mobbingopfer zu berichten gab.
Im ersten Gespräch wurden die primären Schritte abgeklärt, um das Opfer so schnell wie möglich zu schützen. Das Wichtigste dabei war der sofortige Stopp des Cybermobbings. In diesem konkreten Fall waren die Eltern sehr aktiv. Die Fotos, das Video und die Facebookgruppe wurden schließlich entfernt, da die Eltern die Mitschüler ihres Sohnes und auch deren Eltern kannten. Der Klassenvorstand wusste bereits Bescheid und hatte schon ein Gespräch mit seiner Klasse und den Haupttätern geführt. Die Direktion und die Klassenlehrer wurden zum Teil über die Eltern und über den Klassenvorstand in einer schnell einberufenen Klassenkonferenz informiert. Ebenso wurden die Eltern der Haupttäter kontaktiert und zu einem Gespräch in die Schule eingeladen.
1. Einleitung: Einführung in die Allgegenwart von Internet und Social Communities in der Lebenswelt von Jugendlichen und die daraus resultierenden neuen Formen von Gewalt.
2. Hypothese und Forschungsfrage: Darstellung der Forschungsfrage sowie der Annahme, dass Schulen derzeit noch unzureichend auf Cybermobbing vorbereitet sind.
3. Fallbeispiel: Konkrete Illustration eines Cybermobbing-Falls an einer Schule und die ersten Schritte der Krisenintervention.
4. Social Communities: Erläuterung der technischen und sozialen Grundlagen von Web 2.0-Plattformen und deren Nutzung durch Jugendliche.
5. Cybermobbing - Definition: Abgrenzung von klassischem Mobbing zu digitalen Aggressionsformen wie Flaming, Outing oder Cyber-Stalking.
6. Rechtlicher Tatbestand: Analyse der österreichischen Rechtslage bezüglich Cybermobbing, Anti-Stalking-Gesetz und Persönlichkeitsrechten.
7. Die Umfrage an der HAK, HAS und HLW Landeck 2012: Auswertung der empirischen Daten zu Internetnutzung, Betroffenheit und Lösungsstrategien der Schülerinnen und Schüler.
8. Medienkompetenz und Schule: Diskussion über die Rolle des österreichischen Schulwesens und die Umsetzung des Medienerlasses.
9. Hilfestellungen und Information: Überblick über nationale und internationale Initiativen zur Förderung der Online-Sicherheit.
10. Schulinitiativen: Vorstellung praktischer Projekte, wie etwa Workshop-Modelle, um Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren.
11. Schlussfolgerungen: Fazit der Arbeit mit Forderungen an Politik, Schule und Lehrpersonen zur Stärkung der Medienkompetenz und des Opferschutzes.
Cybermobbing, Soziale Netzwerke, Schule, Jugendliche, Medienkompetenz, Facebook, Online-Umfrage, Mobbingprävention, Lehrerfortbildung, Internet, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte, Krisenintervention, Web 2.0, Datensicherheit
Die Arbeit analysiert die Problematik von Cybermobbing unter Jugendlichen an österreichischen Schulen und die damit verbundenen Herausforderungen für das Bildungssystem.
Neben einer begrifflichen Definition und der rechtlichen Lage in Österreich liegt der Fokus auf empirischen Daten zum Nutzungsverhalten und dem Umgang der Schüler mit sozialen Netzwerken.
Ziel ist es nachzuweisen, dass das österreichische Schulsystem derzeit nur unzureichend auf die Gefahren digitaler Gewalt vorbereitet ist und ein erhöhter Bedarf an gezielter Medienbildung besteht.
Es wurde eine quantitative Untersuchung mittels Online-Fragebogen an drei verschiedenen Schultypen in Landeck/Tirol durchgeführt, ergänzt durch eine juristische Recherche.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Umfrageauswertung (Daten zu Geschlecht, Alter, Internetnutzung), den Problemlösungsstrategien der Opfer und den Möglichkeiten zur Prävention durch Schulen.
Die zentralen Begriffe sind Cybermobbing, Medienkompetenz, Soziale Netzwerke, Schulen, Online-Sicherheit und Prävention.
Die Analyse zeigt, dass viele Jugendliche glauben, mit Sicherheitseinstellungen versiert umzugehen, obwohl sie gleichzeitig sorglos mit sensiblen Daten umgehen, was sie anfälliger für Cybermobbing macht.
Die Mehrheit der befragten Jugendlichen versucht, Probleme entweder alleine zu lösen oder den Tätern mit "denselben Waffen" zu begegnen, anstatt sich frühzeitig an Lehrpersonen oder Eltern zu wenden.
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