Bachelorarbeit, 2013
63 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen
3 Schädliche Umwelteinwirkungen durch Windenergieanlagen
3.1 Schall
3.2 Schattenwurf
3.3 Sonstige Gefährdungen und Einschränkungen
4 Baurecht von Windenergieanlagen
4.1 Flächennutzungsplan
4.2 Bebauungsplan
4.3 Ausweisung von Zonen
4.4 Höhenbegrenzung
4.5 Abstandflächen
5 Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen
5.1 Netzanschluss
5.2 Transport
5.3 Errichtung am Aufstellort
5.4 Inbetriebnahme
6 Gewerbe- & Industriegebiete
7 Wirtschaftliche Betrachtung von Windenergieanlagen
8 Verwirklichte oder geplante Anlagen in Gewerbe- und Industriegebieten
9 Für und Wider von Windenergieanlagen in Gewerbe- und Industriegebieten
10 Fazit / Ausblick
11 Zusammenfassung
12 Verzeichnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht die technischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten sowie die Rahmenbedingungen für die Errichtung von Windenergieanlagen innerhalb von Gewerbe- und Industriegebieten. Dabei wird analysiert, wie diese Standorte trotz spezifischer Auflagen als alternative Flächen für die dezentrale Stromerzeugung genutzt werden können.
3.1 Schall
Aufgrund der Rotorbewegung der Windenergieanlage entstehen Geräusche. Diese sind neben der Windgeschwindigkeit und der Drehzahl auch von der Geometrie der Rotorblätter abhängig. Um zu beurteilen, ob eine schädliche Umwelteinwirkung durch den entstehenden Schall der Windenergieanlage ausgeht, wird eine Schallimmissionsprognose – auf Grundlage der TA Lärm – durchgeführt. Hierbei werden, abhängig vom angrenzenden Baugebiet, abgestufte Schutzwürdigkeiten nach Baunutzungsverordnung (BauNVO) unterschieden und Geräuschpegelgrenzen festgelegt. Der TA Lärm folgend, ergeben sich zulässige Höchstwerte der Lautstärke außerhalb von Gebäuden für die aufgeführten Gebiete nach Tabelle 3-1.
Wie der Tabelle 3-1 zu entnehmen ist, gelten für die unterschiedlichen Gebiete – wie das Industriegebiet; das Gewerbegebiet; die Kern-, Dorf- und Mischgebiete; die allgemeinen Wohngebiete und Kleinsiedlungsgebiete; die reinen Wohngebiete; sowie die Kurgebiete, Krankenhäuser und Pflegeanstalten – stark abweichende Schallimmissionswerte. Besonders schallsensible Zonen sind, aufgrund ihrer zweckgebundenen Nutzung, die Gebiete in denen die Nutzer besonderer Ruhe bedürfen, wie Kurgebiete, Krankenhäuser und Pflegeanstalten. Niedrige Schallwerte sind auch bei allgemeinen und reinen Wohngebieten, sowie bei Kleinsiedlungsgebiete vorgeschrieben, um Anwohner nicht in ihrer Lebensqualität einzuschränken. Der Wert eines Industriegebietes hingegen ist doppelt so hoch, wie der nächtlich zulässige Maximalwert in reinen Wohngebieten. Ebenso bestehen bei den Gewerbe und Industriegebieten eklatante Unterschiede. In Gewerbegebieten könnte bei Errichtung einer Windenergieanlage, um die Einhaltung der Schallwerte zu gewährleisten, eine Nachtabschaltung erforderlich sein. Generell gilt – der Tabelle Immissionswerte für Immissionsorte außerhalb von Gebäuden – folgend, dass die unterschiedlichen Gebietstypen unterschiedliche Schallimmissionswerte aufweisen und diese bei Errichtung einer Windenergieanlage grundsätzlich zu beachten sind.
1 Einleitung: Beschreibt den aktuellen Kontext der Energiewende und die Motivation, verstärkt Windenergiepotenziale in Gewerbegebieten zu erschließen.
2 Genehmigungsverfahren von Windenergieanlagen: Erläutert die gesetzlichen Anforderungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz und die notwendigen Behördenbeteiligungen.
3 Schädliche Umwelteinwirkungen durch Windenergieanlagen: Analysiert Lärmimmissionen, Schattenwurf sowie Sicherheitsrisiken wie Eiswurf und deren rechtliche Bewertung.
4 Baurecht von Windenergieanlagen: Beleuchtet die planungsrechtliche Einordnung im Außenbereich sowie Flächennutzungs- und Bebauungspläne.
5 Errichtung und Betrieb von Windenergieanlagen: Beschreibt die logistischen und technischen Schritte von der Netzintegration bis zur Inbetriebnahme.
6 Gewerbe- & Industriegebiete: Definiert die unterschiedlichen Arten von Gewerbeflächen und deren Eignung unter Aspekten der Baunutzungsverordnung.
7 Wirtschaftliche Betrachtung von Windenergieanlagen: Diskutiert Kostenfaktoren wie Netzanschluss und Montage im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit durch Windhöffigkeit und Eigenverbrauch.
8 Verwirklichte oder geplante Anlagen in Gewerbe- und Industriegebieten: Stellt reale Fallbeispiele vor, um die praktische Genehmigungspraxis zu illustrieren.
9 Für und Wider von Windenergieanlagen in Gewerbe- und Industriegebieten: Wägt Vor- und Nachteile der Standortentscheidung innerhalb dieser Gebiete ab.
10 Fazit / Ausblick: Führt die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung der Windkraft in gewerblichen Arealen.
Windenergieanlagen, Gewerbegebiete, Industriegebiete, Genehmigungsverfahren, Bundes-Immissionsschutzgesetz, TA Lärm, Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Netzanschluss, Windhöffigkeit, Energiewende, BauNVO, Schattenwurf, Schallimmission, dezentrale Stromversorgung
Die Arbeit untersucht die Potenziale und Rahmenbedingungen für die Errichtung von Windenergieanlagen innerhalb von Gewerbe- und Industriegebieten, um eine dezentrale Energieversorgung zu ermöglichen.
Die zentralen Themen umfassen die baurechtliche Zulässigkeit, die Einhaltung von Immissionsschutzvorgaben, wirtschaftliche Aspekte und die logistischen Herausforderungen bei der Errichtung.
Ziel ist es, die Möglichkeiten und rechtlichen Hürden aufzuzeigen, die bei der Planung von Windenergieanlagen in bereits gewerblich genutzten Gebieten auftreten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer Auswertung von Experteninterviews, um die praktische Umsetzung anhand von realen Fallbeispielen zu belegen.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Genehmigungsverfahren, die umweltrechtlichen Anforderungen, baurechtliche Parameter und die ökonomischen Rentabilitätsfaktoren von Windkraftprojekten.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Windenergie, Bauplanungsrecht, Immissionsschutz, Wirtschaftlichkeit und Gewerbegebietsnutzung geprägt.
Die zulässigen Schallimmissionswerte sind in Industriegebieten deutlich höher als in Wohn- oder Kurgebieten, was die Errichtung von Windkraftanlagen dort rechtlich vereinfachen kann.
Die direkte Abnahme durch angrenzende Industriebetriebe reduziert die Abhängigkeit von der EEG-Vergütung und erhöht die Rentabilität der Anlage durch wegfallende Strombezugskosten.
Die größte Hürde ist oft die Unsicherheit in der Genehmigungspraxis und die komplexe Abwägung zwischen den Anforderungen des Immissionsschutzes und den baulichen Gegebenheiten.
Die Windhöffigkeit ist der entscheidende Parameter für die Energieausbeute; da diese quadratisch in die Leistungsberechnung eingeht, entscheidet sie maßgeblich über die Wirtschaftlichkeit eines Standorts.
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