Masterarbeit, 2013
101 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Problemstellung und Reichweite der Untersuchung
2.1 Gang der Untersuchung
2.2 Erkenntnisgewinn
2.3 Begründung der Länderauswahl
3. Terminologische Grundlagen
3.1 Videoüberwachung
3.1.1 Eisatzmöglichkeiten der Videoüberwachung
3.1.2 Arbeitsdefinition
3.1.3 Videotechnik
3.1.4 Biometrische Verfahren
3.1.5 Fazit zur Entwicklung der Videoüberwachung
3.2 Öffentlicher Raum / öffentliche Plätze
3.3 Sicherheitsgefühl
3.3.1 Was ist Kriminalitätsfurcht?
3.3.2 Erklärungsansätze zur Kriminalitätsfurcht
3.3.2.1 Viktimisierungsperspektive
3.3.2.2 Soziale-Kontroll-Perspektive
3.3.2.3 Soziale-Problem-Perspektive
3.3.2.4 Einfluss der Videoüberwachung auf die Kriminalitätsfurcht
3.3.3 Messung der Kriminalitätsfurcht mittels Standardfrage
4. Bestandsaufnahme
4.1 Großbritannien
4.2 Deutschland
4.3 Österreich
4.4 Fazit und Vergleich
5. Empirie
5.1 Methoden
5.2 Effektivität der Videoüberwachung
5.2.1 Videoüberwachung als Maßnahme der situativen Kriminalprävention
5.2.2 Kriminalprävention durch Videoüberwachung
5.3 Studien zur Akzeptanz der Videoüberwachung
5.3.1 Großbritannien
5.3.2 Deutschland
5.3.3 Österreich
5.3.4 Fazit zur Akzeptanz der Videoüberwachung
5.4 Studien zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls
5.4.1 Großbritannien
5.4.2 Deutschland
5.4.3 Österreich
5.4.4 Fazit zur Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls
5.5 Einstellungsaspekte
6. Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht in einer Sekundäranalyse den aktuellen Stand der empirischen Forschung in Großbritannien, Deutschland und Österreich, um zu klären, ob die Videoüberwachung öffentlicher Plätze das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung tatsächlich messbar steigern kann.
3.1.1 Eisatzmöglichkeiten der Videoüberwachung
Videoüberwachung kann örtlich begrenzt, d.h. innerhalb bestimmter Räume stattfinden. So waren in Bielefeld Videokameras lediglich im Ravensberger Park und im Rochdale Park installiert. Demgegenüber steht die flächendenkende Überwachung großer Gebiete in Großbritannien, die durch eine Zusammenschaltung und softwareunterstützte Kameravernetzung entsteht.
Videoüberwachung kann temporär oder dauerhaft erfolgen. Temporäre Überwachungsmaßnahmen erfolgen aufgrund eines bestimmten Anlasses für eine begrenzte Zeit z.B. bei Großveranstaltungen (Sportereignissen, Demonstrationen). Dies gilt ebenso für videogestützte Observationsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden. Dem steht die dauerhafte Videoüberwachung öffentlicher Plätze gegenüber. Dabei ist dauerhaft nicht im Sinne von zeitlich unbegrenzt zu verstehen, sondern in Abgrenzung zu einer anlassbezogenen Überwachung.
Videoüberwachung kann offen oder verdeckt stattfinden. Ausschlaggebend ist hierbei, ob die Betroffenen der Maßnahme explizit auf diese hingewiesen werden. Die Unterscheidung hängt von der (Nicht-)Veröffentlichung der Videoüberwachung, dem (Nicht-)Aufstellen von Warnhinweisen und der (nicht)augenfälligen Montage der Kameras ab. Verdeckte Videoüberwachungen kommen insbesondere dann zur Anwendung, wenn Beweise für ein späteres Zivil- oder Strafverfahren gesammelt werden sollen. Die Beweissicherung kann oftmals nur verdeckt erreicht werden, da die Täter bei offener Überwachung abgeschreckt werden würden. Eine offene Videoüberwachung kommt somit dann in Betracht, wenn durch die optische Erfassung eines bestimmten räumlichen Bereichs ein Abschreckungseffekt erzielt werden soll. Ein Beispiel für eine offene Videoüberwachung ist die Überwachung öffentlicher Straßen und Plätze, da diese der Prävention dienen soll.
1. Einleitung: Beschreibt die zunehmende Verunsicherung durch Terror und Kriminalität und die daraus resultierende politische Forderung nach Videoüberwachung zur Steigerung des Sicherheitsgefühls.
2. Problemstellung und Reichweite der Untersuchung: Definiert die Forschungsfrage nach der Wirksamkeit der Videoüberwachung im Hinblick auf das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung.
3. Terminologische Grundlagen: Erläutert zentrale Begriffe der Videoüberwachung, deren technische Möglichkeiten, rechtliche Einordnungen und die soziologischen Konzepte hinter dem Sicherheitsgefühl.
4. Bestandsaufnahme: Analysiert historisch und aktuell die Verbreitung von Videoüberwachungsanlagen in Großbritannien, Deutschland und Österreich.
5. Empirie: Führt eine Sekundäranalyse vorhandener Studien durch, um Effektivität und Akzeptanz der Videoüberwachung kritisch zu hinterfragen.
6. Schlussbetrachtung: Führt die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Videoüberwachung kaum einen nachweisbaren Einfluss auf das subjektive Sicherheitsgefühl hat, sondern oft von medialen Einzelfallskandalisierungen getrieben ist.
Videoüberwachung, Kriminalitätsfurcht, Subjektives Sicherheitsgefühl, Kriminalprävention, Öffentlicher Raum, CCTV, Sekundäranalyse, Social Incivilities, Akzeptanz, Technikfolgenabschätzung, Strafverfolgung, Risikoeinschätzung, Medienwirkung, Sicherheitsproduktion.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Frage, ob Videoüberwachung im öffentlichen Raum tatsächlich das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung steigert, wie es oft politisch begründet wird.
Die zentralen Themen umfassen die technischen Aspekte der Videoüberwachung, die kriminologische Debatte um Kriminalitätsfurcht sowie die vergleichende Analyse zwischen Großbritannien, Deutschland und Österreich.
Das primäre Ziel ist es, den offiziellen Wirkungsanspruch der Videoüberwachung ("Steigerung des subjektiven Sicherheitsgefühls") durch eine Sekundäranalyse empirischer Daten zu verifizieren oder zu widerlegen.
Der Autor führt eine Sekundäranalyse existierender Studien und wissenschaftlicher Evaluationen durch, um die Wirksamkeit und Akzeptanz der Videoüberwachung zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine terminologische Einführung, eine Bestandsaufnahme der Überwachungsinfrastruktur in den drei Ländern sowie eine detaillierte empirische Auswertung zur Akzeptanz und zum Sicherheitsgefühl.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Videoüberwachung, Sicherheitsgefühl, Kriminalitätsfurcht, Kriminalprävention und CCTV charakterisieren.
Großbritannien dient als Vergleichsmaßstab, da es im internationalen Vergleich die höchste Dichte an Kameras aufweist und die dortigen Erfahrungen die jüngeren Entwicklungen in Deutschland und Österreich maßgeblich inspiriert haben.
Diese Zeichen der Verwahrlosung, wie Vandalismus oder Ansammlungen von sozialen Randgruppen, werden als zentraler Faktor für das Unsicherheitsgefühl identifiziert, wobei die Arbeit aufzeigt, dass Videoüberwachung hier kaum präventive Wirkung entfaltet.
Die Arbeit schlussfolgert, dass die flächendeckende Videoüberwachung ein Irrweg ist, da sie kaum das subjektive Sicherheitsgefühl derer steigert, die sich unsicher fühlen, und primär von Menschen befürwortet wird, die sich ohnehin sicher fühlen.
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