Bachelorarbeit, 2011
31 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Kampfsport in der Antike: Was ist Pankration?
3. Pankration: Mythos, Anlässe, Bildwerke, Preise
3.1 Der mythologische Ursprung des Pankration
3.2 Pankration – nicht nur ein sportlicher Wettkampf
3.3 Preise und Ehrungen von Pankration und seinen Athleten
4. Pankration bei den panhellenischen Spielen
5. Der Stellenwert des Pankration
5.1 Verletzungen
5.2 Positive Kritik
5.3 Negative Kritik
5.4 Reaktionen des Publikums
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert der antiken Kampfsportart Pankration, indem sie dessen mythologische Ursprünge, die Verbreitung bei panhellenischen Spielen sowie die gesellschaftliche und militärische Bewertung analysiert und dabei versucht, das Verhältnis zwischen Faszination und Kritik zu beleuchten.
3.1 Der mythologische Ursprung des Pankration
Als erstes soll versucht werden, den Stellenwert von Pankration anhand seines mythologischen Ursprungs zu definieren. Die Vermutung liegt nahe, dass ein Hinweis auf die besondere Bedeutung dieser Sportart bereits in den mythischen Erzählungen liegen könnte.
Schon alleine die Tatsache, dass die Griechen die Gründung von Pankration in einer mythischen Geschichte verankert haben, weist auf den ersten Blick auf einen gewissen Stellenwert dieser Sportart hin. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass die Quellenlage zur Ursprungsgeschichte so unübersichtlich ist, so dass die eine historisch greifbare Geburtsstunde des Pankration nicht dingfest gemacht werden kann. Somit könnten die mythischen Erzählungen über den Ursprung auch ein Ersatz für eine echte Gründungsgeschichte sein. Auffallend ist allerdings, dass Pankration als Wettkampfdisziplin in Erzählungen auftaucht, obwohl die Sportart noch gar nicht erfunden war. Die Autoren verwenden Pankration also bewusst als anachronistische Ausschmückung, was als Beweis für einen bedeutenden Stellenwert von Pankration angesehen werden kann. Es gilt nicht, an dieser Stelle jede Geschichte über den Ursprung des Pankration nachzuzeichnen. Lediglich der Auszug einer mythischen Erzählung, aus meiner Sicht bedeutend, soll hier seine Erwähnung finden.
[…] ὁ θησεύς Ἀθηναῖος εὗρε παγκράτιον […]. ἡνίκα γάρ ἐν τῷ Λαβυρίνθῳ ἐξησθένει πρός τήν ἰσχύν toυ Μινωταυρου, παγκρατίῳ αὐτόν διαπαλαίων περιγέγονεν· οὐ γάρ εἶχε μάχαιραν· καί οὕτως ἐνομίσθη εὑρετής τῆς πυγμῆς. […] Der Athener Theseus erfand das Pankration […]. Als Theseus im Labyrinth nämlich schwach im Hinblick auf die Kraft des Minotaurus war, besiegte er (Theseus) diesen in Pankration, als er mit ihm kämpfte. Er besaß nämlich keine Waffe. Und seitdem wird er der Erfinder des Faustkampfes genannt.
1. Einleitung: Vorstellung des Forschungsgegenstandes und der methodischen Vorgehensweise, die auf der hermeneutisch-quellenkritischen Analyse antiker Texte basiert.
2. Kampfsport in der Antike: Was ist Pankration?: Etymologische Herleitung des Begriffs und Abgrenzung des Allkampfes von den Disziplinen Ringen und Faustkampf.
3. Pankration: Mythos, Anlässe, Bildwerke, Preise: Untersuchung der mythologischen Ursprünge, der verschiedenen Anlässe wie Leichenspiele sowie der kulturellen Verewigung durch Kunst und Siegeslieder.
4. Pankration bei den panhellenischen Spielen: Analyse der Aufnahme des Pankration in die großen Wettkampfspiele und die historische Datierung der Popularitätsentwicklung.
5. Der Stellenwert des Pankration: Tiefgehende Untersuchung von Verletzungen, gesellschaftlicher Kritik durch Philosophen sowie die emotionale Resonanz beim antiken Publikum.
6. Fazit und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Bestätigung des hohen, über 900 Jahre konstanten Stellenwerts des Pankration im antiken Griechenland.
Pankration, Antike, Griechenland, Allkampf, Sportgeschichte, Wettkampf, Panhellenische Spiele, Athletik, Körperkultur, Kampfsport, Philologie, Hermeneutik, Historische Analyse, Siegeslieder, Publikumsreaktion.
Die Arbeit untersucht den Stellenwert der antiken Kampfsportart Pankration und dessen Bedeutung innerhalb der griechischen Gesellschaft der Antike.
Die Untersuchung umfasst die mythologische Herkunft, die militärische Nutzung, die Rolle bei panhellenischen Spielen, die medizinische und gesellschaftliche Bewertung von Verletzungen sowie das Ansehen bei den Zuschauern.
Die Arbeit verfolgt die Frage, welchen Stellenwert das Pankration im antiken Griechenland hatte und ob sich dieser über einen Zeitraum von etwa 900 Jahren verändert hat.
Es wird die historische Methode angewandt, die primär auf einer hermeneutisch-quellenkritischen Analyse antiker Primärquellen sowie deren Übersetzung basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ursprünge und Anlässe, die Einbindung in sportliche Großveranstaltungen, die Untersuchung der Gefährlichkeit und Brutalität sowie die gesellschaftliche Kritik und die Reaktionen des Publikums.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Pankration, Antike, Allkampf, panhellenische Spiele, Sportgeschichte und gesellschaftliche Bewertung.
Philosophen wie Xenophanes und Epiktetos standen dem Pankration oft kritisch gegenüber, da sie körperliche Ertüchtigung hinter geistige Werte stellten, wobei die Arbeit vermutet, dass dies auch durch Neid auf das hohe Ansehen der Sportler motiviert gewesen sein könnte.
Eine statistische Erfassung ist nicht möglich, da die Quellenlage nur Einzelfälle wie den des Arrichion überliefert, was eine quantitative Auswertung erschwert.
Das Publikum war laut den analysierten Quellen maßgeblich am hohen Stellenwert beteiligt, da die Kämpfe als mitreißendes Spektakel wahrgenommen wurden, das die Zuschauer in Ekstase versetzen konnte.
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