Examensarbeit, 2004
124 Seiten, Note: 1,0
0 VORWORT
0.1 INHALTSVERZEICHNIS
0.2 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
0.3 ABBILDUNGSVERZEICHNIS
0.4 TABELLENVERZEICHNIS
1 EINLEITUNG
1.1 ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 THEORIE
2.1 LEHRPLAN: BEGRIFFSBESTIMMUNG, FUNKTION UND BEDEUTUNG
2.1.1 Begriffsbestimmung
2.1.2 Funktion von Lehrplänen
2.1.4 Bildungsauftrag und Schlüsselqualifikationen
2.1.5 Bedeutung des Lehrplans für den Unterricht
2.2 KONZEPTE UND POSITIONEN ZUM SPORTUNTERRICHT
2.2.1 Das biologisch-funktionale Leibesübungskonzept
2.2.2 Das bildungstheoretische Leibeserziehungskonzept
2.2.3 Das personale Bewegungsunterrichtskonzept
2.2.4 Das konforme Sportsozialisationskonzept
2.2.5 Das kritisch-konstruktive Bewegungssozialisationskonzept
2.2.6 Vier Positionen zum Sportunterricht
2.2.7 Erziehender Sportunterricht
2.3 HANDLUNGSFÄHIGKEIT ALS BILDUNGSZIEL
2.4 MEHRPERSPEKTIVITÄT – SINNPERSPEKTIVEN DES SPORTS
2.5 LEISTUNG, GESUNDHEIT, SOZIALES LERNEN: ZENTRALE ASPEKTE DES SPORTS IN DER SPORTPÄDAGOGISCHEN DISKUSSION
2.5.1 Leistung
2.5.1.1 Definitionen und Konzepte
2.5.1.1.1 Was ist eine Leistung?
2.5.1.1.2 Leistungsmotivation, Risikowahlmodell und Selbstbewertungsmodell
2.5.1.2 Potenzial des Fachs Sport für die Leistungserziehung
2.5.1.3 Unterrichtsprinzipien und pädagogische Aufgaben
2.5.2 Gesundheit
2.5.2.1 Definitionen und Konzepte
2.5.2.1.1 Was ist Gesundheit?
2.5.2.1.2 Das Risikofaktorenmodell
2.5.2.1.3 Das Salutogenesemodell
2.5.2.1.4 Diätetik
2.5.2.2 Gesundheit im Sportunterricht
2.5.2.2.1 Historischer Abriss über die Bedeutung der Gesundheit im Schulsport
2.5.2.2.2 Zwei aktuelle Positionen zum Sportunterricht
2.5.2.3 Potenziale und Grenzen des Schulsports für die Gesundheits-erziehung
2.5.2.4 Unterrichtsprinzipien
2.5.3 Soziales Lernen
2.5.3.1 Definitionen und Konzepte
2.5.3.2 Potenziale und Grenzen des Sports für das soziale Lernen
2.5.3.3 Aufgaben und Prinzipien des Sportunterrichts
2.5.3.4 Leistung und soziales Lernen
2.6 STAND DER LEHRPLANFORSCHUNG
2.7 FRAGESTELLUNG
3 VERGLEICHENDE ANALYSE DER ASPEKTE LEISTUNG, GESUNDHEIT UND SOZIALES LERNEN IN DEN LEHRPLÄNEN SPORT DER GYMNASIALEN OBERSTUFE HESSENS, BAYERNS UND BREMENS
3.1 METHODIK
3.1.1 Qualitative vs. quantitative Forschung
3.1.2 Grundlegende Begriffe der Datenanalyse: Kategorie/Code, Kategoriendefinition, Codierung
3.1.3 Inhaltsanalyse
3.1.4 Grounded Theory
3.1.5 CU Datenanalyse
3.1.6 Computerunterstütze Datenanalyse mit MAXqda
3.1.6.1 Das Programm
3.1.6.2 Der Analysevorgang mit MAXqda
3.1.7 Begründung der Programm- und Methodenwahl
3.2 STICHPROBENAUSWAHL
3.3 CODIERUNGSPROZESS UND ABLAUF DER ANALYSE
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE
4.1 ZIELE DES SPORTUNTERRICHTS
4.2 INHALTLICHE STRUKTUR DER LEHRPLÄNE
4.2.1 Hessen
4.2.2 Bayern
4.2.3 Bremen
4.2.4 Gewicht der Aspekte Leistung, Gesundheit und soziales Lernen
4.2.5 Zusammenfassung
4.3 UMSETZUNGSEBENE
4.3.1 Stundenumfang und fächerübergreifende Bezüge
4.3.2 Leistungsbewertung
4.4 LEISTUNG
4.4.1 Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
4.4.1.1 Hessen
4.4.1.2 Bayern
4.4.1.3 Bremen
4.4.2 Zusammenfassender Vergleich
4.5 GESUNDHEIT
4.5.1 Gesundheit durch Sport
4.5.1.1 Hessen
4.5.1.2 Bayern
4.5.1.3 Bremen
4.5.1.4 Zusammenfassender Vergleich
4.5.2 Verhaltenswirksamkeit
4.5.3 Sicherheit / Unfall / Hilfeleistung
4.5.4 Zusammenfassender Vergleich
4.6 SOZIALES LERNEN
4.6.1 Hessen
4.6.2 Bayern
4.6.3 Bremen
4.6.4 Koedukation
4.6.5 Zusammenfassender Vergleich
5 ZUSAMMENFASSUNG IM HINBLICK AUF DIE FRAGESTELLUNG
5.1 ZU FRAGE 1
5.2 ZUM FRAGEKOMPLEX 2
5.3 ZUM FRAGENKOMPLEX 3
5.4 ZUM FRAGENKOMPLEX 4
5.5 ZU FRAGE 5
5.6 ZU FRAGE 6
6 DISKUSSION
7 LITERATURVERZEICHNIS
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ausgewählte Sportlehrpläne für die gymnasiale Oberstufe in Deutschland hinsichtlich ihrer Behandlung der zentralen Aspekte Leistung, Gesundheit und soziales Lernen explorativ zu vergleichen. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie diese Aspekte in den Lehrplänen pädagogisch verankert sind, welche inhaltliche Bedeutung ihnen beigemessen wird und ob bzw. in welcher Form Umsetzungshinweise für die Unterrichtspraxis gegeben werden.
2.5.1.1.1 Was ist eine Leistung?
Balz und Kuhlmann (2003) definieren Leistung allgemein als den Vollzug und das Ergebnis menschlicher Tätigkeit. Näher ins Detail gehend beschreiben sie das Produkt Leistung als das Ergebnis eines Handlungsgeschehens, das bewertet, eingeordnet und verglichen wird und grenzend davon den Prozess des Leistens ab, der als selbst verursachte Handlung einer Person über einen Zeitraum definiert wird.
Erdmann (1997) sieht eine leistungsthematische Situation als absichtsvolle Handlung mit identifizierbarem Anfang und erkennbarem Ende, wobei das über einen Maßstab definierte Ge- oder Misslingen der Handlung und die Schwierigkeit offensichtlich sind.
In der Literatur wird ein enger Leistungsbegriff, den hauptsächlich Leistungskritiker verwenden und der sich vorrangig über Wettkampfsysteme und das Primat der Überbietung definiert, von einem weiten Leistungsverständnis abgegrenzt, das jede Handlung und jegliches Können als Leistung beschreibt und vor allem von Leistungsapologeten verwendet wird. Das sportpädagogische Verständnis liegt zwischen diesen beiden Extremen (vgl. Kurz 2002).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung des Schulsports unter Berücksichtigung von Leistungs-, Gesundheits- und Sozialerziehungsaspekten und erläutert den explorativen Ansatz der Arbeit.
2 THEORIE: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch die Erörterung von Lehrplanfunktionen, verschiedenen Sportunterrichtskonzepten sowie der detaillierten Betrachtung der Themenfelder Leistung, Gesundheit und soziales Lernen.
3 VERGLEICHENDE ANALYSE DER ASPEKTE LEISTUNG, GESUNDHEIT UND SOZIALES LERNEN IN DEN LEHRPLÄNEN SPORT DER GYMNASIALEN OBERSTUFE HESSENS, BAYERNS UND BREMENS: Hier werden die methodischen Grundlagen der qualitativen Lehrplananalyse unter Nutzung von Grounded Theory und MAXqda beschrieben sowie die Auswahl der untersuchten Bundesländer begründet.
4 DARSTELLUNG DER ERGEBNISSE: In diesem Kapitel erfolgt die systematische Auswertung der untersuchten Lehrpläne hinsichtlich der Ziele, Inhaltsstrukturen sowie der spezifischen Behandlung der Aspekte Leistung, Gesundheit und soziales Lernen.
5 ZUSAMMENFASSUNG IM HINBLICK AUF DIE FRAGESTELLUNG: Die wesentlichen Befunde der Analyse werden hier strukturiert zusammengefasst, um die Beantwortung der vorab formulierten Forschungsfragen vorzubereiten.
6 DISKUSSION: Die Diskussion reflektiert die Ergebnisse kritisch und setzt sie in den größeren sportpädagogischen Kontext, wobei insbesondere die Problematik zwischen Theorievorgaben und praktischer Umsetzbarkeit beleuchtet wird.
7 LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Referenzen auf.
Lehrplananalyse, Sportunterricht, gymnasiale Oberstufe, Leistungserziehung, Gesundheitserziehung, soziales Lernen, Mehrperspektivität, pädagogische Perspektiven, Handlungsfähigkeit, Sportdidaktik, Qualifikation, Erziehung, Lehrplanforschung, Sportsozialisation, Unterrichtsmethoden
Die Arbeit untersucht vergleichend, wie aktuelle Sportlehrpläne für die gymnasiale Oberstufe die pädagogischen Leitthemen Leistung, Gesundheit und soziales Lernen konzeptualisieren und in ihre inhaltliche Struktur integrieren.
Die Arbeit fokussiert auf die drei Bereiche Leistungsförderung, Gesundheitserziehung und die Vermittlung sozialer Kompetenzen als zentrale Aspekte des Schulsports.
Das Ziel ist eine explorative Analyse, die aufzeigt, wie die genannten Aspekte in den Lehrplänen von Hessen, Bayern und Bremen definiert, gewichtet und inhaltlich sowie methodisch ausgestaltet sind.
Es wird eine qualitative, explorative Inhaltsanalyse nach den Prinzipien der Grounded Theory angewandt, wobei zur systematischen Auswertung und Codierung das Softwareprogramm MAXqda eingesetzt wird.
Im Hauptteil werden nach einer theoretischen Einbettung die Lehrpläne der drei gewählten Bundesländer anhand eines Kategoriensystems detailliert auf ihrer Ziel-, Inhalts- und Umsetzungsebene analysiert und miteinander verglichen.
Wichtige Begriffe sind Lehrplananalyse, Pädagogische Perspektiven, Sportdidaktik, Handlungsfähigkeit sowie die drei Kernaspekte Leistung, Gesundheit und Soziales Lernen.
Die Auswahl begründet sich durch die Repräsentation verschiedener geografischer Regionen Deutschlands und die unterschiedliche zeitliche sowie konzeptionelle Einordnung der Lehrpläne: von innovativen, mehrperspektivischen Ansätzen bis hin zu eher traditionellen sportartenorientierten Strukturen.
Der Autor stellt fest, dass Lehrpläne zwar hohe erzieherische Ziele formulieren, aber oft an konkreten Umsetzungshilfen für die Lehrkräfte mangeln, was die Gefahr birgt, dass die intendierten pädagogischen Reformen in der Praxis nur oberflächlich ankommen.
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