Diplomarbeit, 2012
74 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
2.1 Die Drei-Sektoren-Theorie
2.1.1 Primärer Sektor
2.1.2 Sekundärer Sektor
2.1.3 Tertiärer Sektor
2.1.4 Quartärer und quintärer Sektor
2.2 Veränderungen am Arbeitsmarkt
2.2.1 Prüfung der Drei-Sektoren-Theorie
2.2.2 Einfluss von Verlagerungsaktivitäten
2.2.3 Demografische Entwicklung
2.3 Entwicklung der Wertschöpfung
2.4 Die Kostendifferenz zum Ausland
2.4.1 Produktionsfaktor Arbeit
2.4.2 Transportlogistik
2.4.3 Zugang zu Rohstoffen
2.4.4 Umweltaspekte
2.5 Die China-AG
2.5.1 Historische Entwicklung
2.5.2 Das politische System Chinas
2.5.3 Wirtschaftliche Entwicklung
2.5.4 Expansion im Ausland
3 Bedeutung der Arbeit in der Kultur
3.1 Entstehung der Arbeitsteilung
3.2 Philosophische Hintergründe
3.2.1 Der westliche Kulturkreis
3.2.2 Der asiatische Kulturkreis
3.3 Das Lernen in der Kultur
3.4 Qualitätsverständnis im Unternehmen
4 Methoden in der Produktgestaltung
4.1 Das japanische Keiretsu-System
4.2 Traditionelle Kostenplanung
4.3 Total Quality Management
4.4 Kanban
4.5 Kaizen
4.6 Poka Yoke
4.7 Wertanalyse
4.8 Target Costing
4.9 Kano Modell
4.10 Benchmarking
4.11 Quality Function Deployment (QFD)
4.12 Six Sigma
5 Integrationsansatz in der Praxis
5.1 Das Qualitätsmanagementsystem ISO 9000ff
5.2 Anpassung an die wirtschaftlichen Veränderungen
5.3 Kostenplanung ergänzend zum QMS
5.3.1 Unternehmensinterne Kostenoptimierung
5.3.2 Zusammenarbeit mit Lieferanten
5.3.3 Die Optimierung der Wertschöpfungskette
6 Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und deren Einfluss auf Produktionsunternehmen in Europa. Das Hauptziel ist die Analyse, wie etablierte Managementmethoden, insbesondere aus dem japanischen Raum, unter Berücksichtigung kultureller Gegebenheiten und aktueller Trends in mittelständische Betriebe integriert werden können.
4.1 Das japanische Keiretsu-System
Kaum erwähnt wird die Rolle der Zulieferer, meist kleine und mittlere Unternehmen, die als Tier-1 und Tier-2 Lieferanten (vgl. bmvit 2010: 13) bis zu 75% Anteil an der Wertschöpfung haben (vgl. Kerkow u.a. 2012: 35f) und für die Firmen auf der nächsthöheren Ebene nach deren technischen und preislichen Vorgaben produzieren (vgl. Burt u.a. 1994: 73). Tier-3 Lieferanten sind meist wieder größere Unternehmen. In Japan hat sich das System des Keiretsu (= Gruppe) etabliert, bei dem sich die Mitglieder gegenseitig Waren verkaufen, ihre Technologien teilen, gemeinsam Forschung und Entwicklung betreiben, sowie gemeinsame Finanzinstitute unterhalten (vgl. Burt u.a. 1994: 58). Die Unternehmen in einem Keiretsu sind durch gegenseitigen Aktienbesitz miteinander verbunden, meist halten die großen Hersteller die Mehrheit an Tier 1 bis teilweise Tier 3 Zulieferern und können dadurch Produktprogramm und Preise diktieren (vgl. Burt u.a. 1994: 19f). Die meisten Unternehmen aus dem Nikkei-Index sind Mitglieder eines Keiretsu und halten bis zu 70% der ausgegebenen Aktien in der jeweiligen Gruppe. Aus diesem Grund ist das System weitgehend unempfindlich gegenüber Kursstürzen (vgl. Burt u.a. 1994: 56). In einer Produktentwicklung legt der Hersteller den Zielpreis einer Komponente fest und identifiziert während jeder Phase der Produktentstehung gemeinsam mit dem Zulieferer die Kosten jedes Teils und die Möglichkeiten zur Kostensenkung. Dabei muss der Zulieferer einen wesentlichen Teil seiner internen Kosten und Produktionsmethoden offenlegen, im Gegenzug gesteht der Hersteller den Anspruch auf einen angemessenen Gewinn zu, ein Anreiz zu Qualitäts- und Prozessverbesserungen wird durch die gerechte Teilung der Einsparungen zwischen beiden Parteien gegeben (vgl. Burt u.a. 1994: 71).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den zunehmenden Wettbewerbsdruck durch die Globalisierung und die Notwendigkeit, Kosten- und Qualitätsmanagement bereits in der Produktentstehung zu verankern.
2 Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel analysiert die Drei-Sektoren-Theorie, demografische Entwicklungen und die wirtschaftliche Transformation Chinas sowie deren Auswirkungen auf europäische Unternehmen.
3 Bedeutung der Arbeit in der Kultur: Der Autor untersucht die geschichtliche Entwicklung der Arbeitsteilung und die philosophischen Unterschiede zwischen westlichen und asiatischen Kulturkreisen.
4 Methoden in der Produktgestaltung: Dieses Kapitel gibt einen tiefen Einblick in japanische Managementmethoden wie Kanban, Kaizen, Six Sigma und Target Costing, die zur Effizienzsteigerung und Kostenoptimierung dienen.
5 Integrationsansatz in der Praxis: Hier wird untersucht, wie japanische Ansätze in moderne Qualitätsmanagementsysteme (ISO 9000ff) integriert werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit von KMUs zu sichern.
6 Fazit und Ausblick: Das Kapitel resümiert, dass europäische Unternehmen von japanischen Konzepten wie dem Target Costing profitieren können, jedoch eine an die eigene Kultur angepasste Führung benötigen.
Produktionswirtschaft, Globalisierung, Drei-Sektoren-Theorie, Wertschöpfungskette, Lean Management, Qualitätsmanagement, ISO 9000, Six Sigma, Kanban, Kaizen, Target Costing, Keiretsu, Unternehmenskultur, Wettbewerbsfähigkeit, Kostenmanagement.
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen europäischer Produktionsunternehmen in einem globalen Marktumfeld und untersucht, wie Managementmethoden aus Japan effektiv in lokale Strukturen integriert werden können.
Zu den Kernbereichen zählen die volkswirtschaftliche Entwicklung, der Einfluss von Unternehmenskultur auf Produktionsprozesse sowie die Anwendung spezifischer Managementtools zur Kosten- und Qualitätsoptimierung.
Das Ziel besteht darin, einen praxisorientierten Ansatz zu entwickeln, mit dem mittelständische Unternehmen in Mitteleuropa ihre Wettbewerbsfähigkeit durch eine sinnvolle Kombination bewährter Managementmethoden steigern können.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Auswertung statistischer Daten aus Österreich und Deutschland, um ökonomische Trends und Managementansätze zu bewerten.
Der Hauptteil bietet eine detaillierte Auseinandersetzung mit der industriellen Wertschöpfung, den kulturellen Hintergründen der Arbeitsteilung und einer umfassenden Darstellung japanischer Managementmethoden wie dem Keiretsu-System, QFD und Six Sigma.
Wichtige Begriffe sind Wertschöpfung, Produktionsmanagement, Qualitätsstandards, kulturelle Prägung der Arbeit und Prozessoptimierung.
China wird nicht mehr nur als "Werkbank der Welt" betrachtet, sondern als ein Akteur, der durch eine strategische Industriepolitik und steigende Eigeninnovationen zum globalen Wettbewerber für westliche Unternehmen geworden ist.
Während in Asien oft kollektivistische Strukturen und eine traditionelle Gruppenorientierung vorherrschen, ist der westliche Unternehmensalltag stärker durch Individualismus und eine top-down orientierte Führung geprägt.
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