Bachelorarbeit, 2012
131 Seiten, Note: 1,3
1. Entwicklungen in den Wirtschaftswissenschaften
1.1. Evolutionsökonomik
1.2. Intuitives Controlling
1.3. Bionik im Management
1.4. Behavioral Economics und Behavioral Finance
2. Die kapitalmarkttheoretische Forschung
2.1. Modelle der modernen Kapitalmarkttheorie
2.1.1. Portfolio-Selection-Modell
2.1.2. Capital Asset Pricing Model (CAPM)
2.1.3. Arbitrage Pricing Theory (APT)
2.2. Verhaltensannahmen der modernen Kapitalmarkttheorie
2.2.1. Homo oeconomicus
2.2.2. Theorie informationseffizienter Märkte
2.3. Berücksichtigung verhaltenswissenschaftlicher Elemente
3. Kritische Würdigung der modernen Kapitalmarkttheorie
4. Behavioral Finance
4.1. Begriffsbestimmung
4.2. Die begrenzte Rationalität als Grundlage der Behavioral Finance
4.3. Informationserfassung und Informationsverarbeitung mittels Heuristiken
4.3.1. Heuristiken zur Komplexitätsreduzierung
4.3.1.1. Vereinfachung von Sachverhalten
4.3.1.2. Mental Accounting
4.3.1.3. Verfügbarkeitsheuristik
4.3.1.4. Vernachlässigung von Informationen
4.3.2. Heuristiken zur schnellen Urteilsfindung
4.3.2.1. Verankerungsheuristik (Anchoring)
4.3.2.2. Repräsentativitätsheuristik
4.4. Prospect Theory – Theorie der relativen Bewertung
4.4.1. Referenzpunktabhängigkeit
4.4.2. Verlauf der Wertfunktion
4.4.3. Konsequenzen für das Entscheidungsverhalten
4.4.4. Dispositionseffekt
4.4.5. Zusammenspiel von Prospect Theory und Mental Accounting
4.4.6. Hedonic-Framing
4.5. Theorie der kognitiven Dissonanz
4.5.1. Kernaussagen
4.5.2. Bedürfnis nach Dissonanzfreiheit
4.5.2.1. Selektive Wahrnehmung
4.5.2.2. Selektives Entscheiden
4.5.3. Regretaversion
4.5.4. Loss-Aversion
4.5.5. Endowment Effekt
4.5.6. Kontrollbedürfnis
4.5.6.1. Locus of Control
4.5.6.2. Home Bias
4.5.6.3. Kontrollillusion
5. Behavioral Finance in der Praxis
5.1. Behavioral Finance-Fonds
5.1.1. Methodik
5.1.2. Beispiele
5.2. Klassische Fonds
5.3. Performance-Vergleich
5.4. Risiko-Messung mittels Risiko-Tool der Universität Mannheim
6. Kritische Würdigung der Behavioral Finance
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Relevanz der Behavioral Finance als Ergänzung zur klassischen kapitalmarkttheoretischen Forschung. Sie beleuchtet den Paradigmenwechsel in den Wirtschaftswissenschaften, indem sie aufzeigt, dass menschliches Verhalten an den Finanzmärkten systematisch von rationalen Modellen wie dem des "Homo oeconomicus" abweicht.
4.4.1. Referenzpunktabhängigkeit
Wenn Ergebnisse von Handlungen bewertet werden, gibt es einen Bezugspunkt, auch Referenzpunkt genannt. Diesen Punkt gibt es für jede Entscheidung. Ein Ergebnis direkt auf der Höhe dieses Punktes wird als neutral empfunden. Ein Ergebnis oberhalb dieses Punktes wird als relativer Gewinn wahrgenommen. Im Gegensatz dazu werden Ergebnisse unterhalb dieses Punktes als relative Verluste gesehen. Die Bewertung geschieht somit stets relativ.
Die Wahrnehmung sowie Bewertung von Gewinnen und Verlusten ist bezugspunktabhängig. Wenn sich dieser Bezugspunkt verschiebt, ist es möglich, dass sich das Entscheidungsverhalten ändert.
1. Entwicklungen in den Wirtschaftswissenschaften: Das Kapitel erläutert den Wandel in den Wirtschaftswissenschaften, insbesondere den zunehmenden Einzug verhaltenswissenschaftlicher Aspekte in die Forschung.
2. Die kapitalmarkttheoretische Forschung: Es werden zentrale Modelle der modernen Kapitalmarkttheorie wie das Portfolio-Selection-Modell, CAPM und APT sowie deren theoretische Annahmen dargestellt.
3. Kritische Würdigung der modernen Kapitalmarkttheorie: Dieses Kapitel hinterfragt die Annahmen der klassischen Theorie und zeigt die Diskrepanz zwischen Modellwelt und empirischer Realität auf.
4. Behavioral Finance: Hier werden die Kernelemente der Behavioral Finance, einschließlich Heuristiken, der Prospect Theory und der Theorie der kognitiven Dissonanz, ausführlich erarbeitet.
5. Behavioral Finance in der Praxis: Das Kapitel untersucht die Anwendung verhaltensorientierter Ansätze in der Praxis, unter anderem bei BF-Fonds und durch Analyse-Tools.
6. Kritische Würdigung der Behavioral Finance: Hier erfolgt eine zusammenfassende Betrachtung der Bedeutung und des Potenzials der Behavioral Finance-Forschung.
7. Fazit: Das Fazit beantwortet die Leitfrage der Arbeit und bestätigt die Behavioral Finance als sinnvolle und notwendige Ergänzung der kapitalmarkttheoretischen Forschung.
Behavioral Finance, Kapitalmarkttheorie, Homo oeconomicus, Begrenzte Rationalität, Prospect Theory, Heuristiken, Mental Accounting, Kognitive Dissonanz, Verlustaversion, Dispositionseffekt, Referenzpunkt, Risikoverhalten, Finanzmarktanomalien, Behavioral Economics, Anlegerpsychologie
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Behavioral Finance als Ergänzung zur traditionellen, kapitalmarkttheoretischen Forschung und untersucht, wie psychologische Faktoren das Anlegerverhalten beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die moderne Kapitalmarkttheorie, verhaltensökonomische Ansätze, verschiedene Urteilsheuristiken, die Prospect Theory sowie die praktische Anwendung durch Behavioral Finance-Fonds.
Die Forschungsfrage lautet, ob Behavioral Finance eine sinnvolle Ergänzung zur kapitalmarkttheoretischen Forschung darstellt, um die Realität an den Finanzmärkten besser erklären zu können.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse, bei der existierende Theorien und empirische Studien, wie die von Kahnemann und Tversky, kritisch gegenübergestellt und erläutert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der klassischen Modelle, eine kritische Analyse dieser, eine umfassende Einführung in die Konzepte der Behavioral Finance und abschließend deren Anwendung in der Praxis.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Behavioral Finance, begrenzte Rationalität, Heuristiken, Prospect Theory, Verlustaversion und das Modell des Homo oeconomicus.
Während der Homo oeconomicus als rein rational handelnder Nutzenmaximierer modelliert wird, distanziert sich die Behavioral Finance davon und betrachtet real existierende, fehleranfällige Menschen mit kognitiven Beschränkungen.
Mental Accounting beschreibt die Tendenz von Anlegern, Finanzen in geistige Konten zu trennen, was oft zu irrationalen Anlageentscheidungen führt, da Zusammenhänge zwischen diesen Konten vernachlässigt werden.
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