Masterarbeit, 2013
76 Seiten, Note: 2,0
1 Einführung
1.1 Problemdarstellung
1.2 Erkenntnisinteresse und Zielsetzung
1.3 Vorgehensweise
2 Vegetarische Ernährungsformen
2.1 Begriffsbestimmung und Systematik
2.2 Abgrenzung
3 Die Ernährung des Menschen
4 Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr
5 Ernährungsphysiologische Bewertung veganer Ernährung bei Säuglingen und Kindern
5.1 Nahrungsenergie
5.2 Proteine
5.3 Vitamine
5.4 Mineralstoffe
6 Verbesserung der Nährstoffversorgung
6.1 Bioverfügbarkeit
6.1.1 Zubereitung von Nahrungsmitteln
6.1.2 Zusammenstellung von Nahrungsmitteln
6.2 Nahrungsergänzungsmittel und angereicherte Lebensmittel
7 Schwangerschaft und Stillzeit
7.1 Schwangere und stillende Frauen
7.2 Muttermilch
7.3 Alternative Säuglingsmilch
7.4 Beikost
8 Ernährungsempfehlungen
8.1 Vegane Ernährungspyramide
8.2 Richtlinien für vegane Ernährung
8.3 Praktische Umsetzung der veganen Kinderernährung
9 Studien
9.1 Preschool vegetarian children. Dietary and anthropometric data.
9.2 Growth of vegetarian children: The Farm Study.
9.3 An anthropometric and dietary assessment of the nutritional status of vegan preschool children.
9.4 The growth and development of vegan children.
10 Expertenstellungnahmen
10.1 American Dietetic Association
10.2 American Academy of Pediatrics
10.3 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V.
10.4 Prof. Dr. Claus Leitzmann
11 Populärwissenschaftliche Meinungen
11.1 Viva Vegan für Mutter und Kind
11.2 Vegane Ernährung
11.3 Mein Viva Vegan Baby
12 Diskussion
12.1 Studienergebnisse
12.2 Expertenmeinungen und populärwissenschaftliche Literatur
12.3 Dementi der DGE-Stellungnahme
13 Fazit und Ausblick
Die Masterarbeit untersucht aus ernährungsphysiologischer Perspektive, ob eine vegane Ernährung für Säuglinge und Kinder geeignet ist und wie eine bedarfsdeckende Nährstoffzufuhr sichergestellt werden kann.
Die Ernährung des Menschen
Um der Beantwortung der Frage, ob eine vegane Ernährung bedarfsgerecht sein kann, näher zu kommen, ist auch ein Blick auf die körperlichen Gegebenheiten von Bedeutung. Der Mensch ist wie seine Vorfahren in der Lage, sich an das verfügbare Nahrungsangebot anzupassen. Das belegen auch heute noch bestimmte Naturvölker, von denen einige fast ausschließlich vegetarische und andere fast ausschließlich tierische Nahrung verzehren. Diese Extreme sind jedoch eher die Ausnahme. Tatsächlich ist der Mensch ein Allesesser, die Betonung liegt jedoch auf pflanzlicher Nahrung.
Laut Leitzmann ist diese Aussage durch die Betrachtung der Entwicklungsgeschichte der Ernährung des Menschen begründet. Die anatomischen und physiologischen Merkmale des Menschen, wie in der nachstehenden Tabelle dargestellt, sind ein Hinweis auf eine deutliche Präferenz pflanzlicher Kost in der Menschengeschichte.
Angefangen bei Zähnen und Kiefer, weiter über den Speichel bis hin zum Verdauungstrakt weisen unsere Körper gegenüber denen der Carnivoren wesentliche Unterschiede auf. Magen, Dünn- und Dickdarm haben Proportionen sowie Größen, die auf eine gemischte, jedoch vorwiegend pflanzliche Kost deuten. Der menschliche Verdauungstrakt ist von anderer anatomischer Beschaffenheit als die Verdauungsorgane von natürlichen Carnivoren, beispielsweise von Hunden und Katzen. Während der menschliche Darm zahlreiche Verzweigungen hat und kurvig verläuft, ist der Darm eines Carnivoren glatt und geradlinig. Der Verdauungstrakt von Carnivoren ist so aufgebaut, dass die aufgenommene Nahrung schnell wieder ausgeschieden wird. Somit stellen giftige Stoffwechselprodukte für die Verdauungsorgane eines fleischfressenden Tieres kein Problem dar, weil alle Nahrungsreste nur für kurze Zeit im Darm verweilen.
1 Einführung: Erläutert die Relevanz der Thematik, das Erkenntnisinteresse der Autorin sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Vegetarische Ernährungsformen: Definiert verschiedene Ernährungsformen und grenzt den Veganismus als spezifische Form ab.
3 Die Ernährung des Menschen: Untersucht die anatomischen und physiologischen Merkmale des Menschen im Hinblick auf eine pflanzliche Kost.
4 Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr: Erklärt die Grundlagen der Nährstoffbedarfsermittlung und der empfohlenen Zufuhr.
5 Ernährungsphysiologische Bewertung veganer Ernährung bei Säuglingen und Kindern: Analysiert kritische Nährstoffe und deren Funktionen im menschlichen Körper.
6 Verbesserung der Nährstoffversorgung: Behandelt die Bioverfügbarkeit von Nährstoffen sowie den Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln.
7 Schwangerschaft und Stillzeit: Diskutiert die Besonderheiten der veganen Ernährung während der Schwangerschaft und Stillzeit.
8 Ernährungsempfehlungen: Stellt Richtlinien und praktische Umsetzungsstrategien für die vegane Kinderernährung vor.
9 Studien: Fasst internationale Studien zur Entwicklung vegan ernährter Kinder zusammen.
10 Expertenstellungnahmen: Präsentiert Positionspapiere von Fachgesellschaften wie ADA, AAP und DGE.
11 Populärwissenschaftliche Meinungen: Bewertet Ratgeberliteratur zum Thema vegane Ernährung für Kinder.
12 Diskussion: Vergleicht die unterschiedlichen Standpunkte und kritisiert die DGE-Stellungnahme.
13 Fazit und Ausblick: Zieht ein abschließendes Resümee über die Eignung der veganen Ernährung im Kindesalter.
Vegane Ernährung, Kinderernährung, Säuglingsernährung, Nährstoffversorgung, Bioverfügbarkeit, Vitamin B12, Eisen, Kalzium, DGE, ADA, Referenzwerte, Ernährungsphysiologie, Beikost, Wachstumsentwicklung, Studien.
Die Arbeit untersucht die ernährungsphysiologischen Aspekte einer veganen Ernährung bei Säuglingen und Kindern und klärt, ob diese Ernährungsweise bedarfsgerecht ist.
Die Schwerpunkte liegen auf der Nährstoffdeckung, der Bioverfügbarkeit pflanzlicher Nahrungsmittel, dem Einsatz von Supplementen und den wissenschaftlichen sowie populärwissenschaftlichen Empfehlungen.
Ziel ist es, zu prüfen, ob eine vegane Ernährung für Kinder geeignet ist und unter welchen Voraussetzungen sie gesundheitlich vertretbar bleibt.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende wissenschaftliche Studien, Expertenstellungnahmen von Fachgesellschaften und populärwissenschaftliche Ratgeber vergleichend analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Nährstoffanalyse, eine Diskussion über Supplementierung, einen Überblick über den Forschungsstand sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der DGE-Stellungnahme.
Wichtige Begriffe sind unter anderem vegane Kinderernährung, Nährstoffdichte, Vitamin B12-Supplementierung und die kritische Bewertung von Fachliteratur.
Die Autorin kritisiert, dass die DGE Studien heranzieht, die keine rein vegane Ernährung untersuchten (z.B. makrobiotische Ernährungsweisen mit Fisch), und somit nicht repräsentativ für eine gut geplante vegane Ernährung sind.
Die Bioverfügbarkeit ist essenziell, da durch die Zubereitung und Kombination von Lebensmitteln (z.B. Eisenresorption durch Vitamin C) die Aufnahme kritischer Nährstoffe aus pflanzlichen Quellen optimiert werden kann.
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