Bachelorarbeit, 2009
31 Seiten, Note: 1,3
1.0 Einleitung
2.0 Entwicklung der Forschungsfrage
2.1 Abhängige Variable: Kooperation
2.2 Unabhängige Variable: Politisches Regime
2.3 Hypothese
3.0 Methodologie
3.1 Forschungsdesign, Untersuchungszeitraum und Fallauswahl
3.2 Operationalisierung der Variablen
3.2.1 Operationalisierung der AV
3.2.2 Operationalisierung der UV
4.0 Empirie
4.1 Kooperation Russland-NATO in der Periode El’cin (1992-1999)
4.2 Kooperation Russland-NATO in der Periode Putin (2000-2007)
5.0 Schlussfolgerungen
Die Arbeit untersucht die Gründe für die variierende Intensität der Kooperation zwischen Russland und der NATO in den Zeiträumen 1992-1999 und 2000-2007. Dabei wird analysiert, inwieweit das jeweilige innenpolitische Regime des russischen Staates als Erklärungsfaktor für die außenpolitische Kooperationsbereitschaft herangezogen werden kann.
2.1 Abhängige Variable: Kooperation
Internationale Kooperation ist das gegenseitige Anpassen des jeweils eigenen außenpolitischen Verhaltens an die Präferenzen des Anderen. Dieser Anpassungsprozess geschieht durch Koordination des außenpolitischen Verhaltens und setzt voraus, dass beide Seiten sich von ihrer Anpassung einen Gewinn versprechen.4
Hier soll die Frage nach den spezifischen Bedingungen gestellt werden, unter denen Kooperation zu Stande kommt. Im folgenden wird, auf Leeds, McGillivray/Smith und Bueno de Mesquita u.a. aufbauend, ein Modell vorgestellt, dass den Präsidenten, die Regierung und das politische Regime, in welchem diese Institutionen funktionieren (siehe 2.2 Unabhängige Variable: Politisches Regime), in eine spieltheoretische Argumentation integriert und diese Frage beantworten kann.5
Dieses Modell ist das agreement game (siehe Graphik 2: Agreement game auf der nächsten Seite).
1.0 Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage zur ambivalenten Kooperationsintensität zwischen Russland und der NATO und führt das politische Regime als zentralen Erklärungsfaktor ein.
2.0 Entwicklung der Forschungsfrage: In diesem Kapitel wird das theoretische, spieltheoretische Modell des "agreement game" vorgestellt und die Bedeutung des politischen Regimes sowie innenpolitischer Institutionen für die Kooperationskosten definiert.
3.0 Methodologie: Der methodische Teil begründet die Wahl einer diachronen, vergleichenden Fallstudie und erläutert die Operationalisierung der abhängigen und unabhängigen Variablen anhand qualitativer Indikatoren und des Freedom House Index.
4.0 Empirie: Dieses Kapitel liefert die empirische Analyse der Russland-NATO Beziehungen unter El’cin (Anokratie) und Putin (Autokratie) und zeigt die abnehmende Kooperationsintensität auf.
5.0 Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Übergang von einer Anokratie zur Autokratie maßgeblich zur Verringerung der Kooperationsintensität beigetragen hat und diskutiert offene Fragen für die politikwissenschaftliche Forschung.
Russland, NATO, Außenpolitik, Kooperation, Politisches Regime, Anokratie, Autokratie, Institutionen, Spieltheorie, El’cin, Putin, Transitionsphase, Sicherheitspolitik, Machtausübung, Internationale Beziehungen
Die Arbeit analysiert die wechselhafte Beziehung zwischen Russland und der NATO im Zeitraum von 1991 bis 2004, mit besonderem Fokus auf die Unterschiede in der Kooperationsintensität zwischen der El’cin- und der Putin-Periode.
Die zentralen Themen sind die russische Außenpolitik, die internationale Kooperation, die Wirkung innenpolitischer Regimetypen auf das außenpolitische Handeln sowie die Rolle von Institutionen während politischer Transformationsprozesse.
Die Forschungsfrage lautet: Warum kooperierte Russland in der El’cin-Periode (1992-1999) intensiver mit der NATO als in der Putin-Periode (2000-2007)?
Es wird eine diachrone vergleichende Fallstudie angewandt, die spieltheoretische Modelle mit einer empirischen Analyse von Regimetypen (Operationalisierung durch den Freedom House Index) kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung eines spieltheoretischen Modells zur Kooperation, die methodische Operationalisierung der Variablen und eine detaillierte empirische Untersuchung der russischen NATO-Politik in den zwei definierten Zeiträumen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Anokratie, Autokratie, Kooperationsintensität, agreement game, politische Institutionen, Transitionsphase und russische Außenpolitik.
Der Autor stellt fest, dass unter Putin ein Trend zur Konfrontation und ein deutlicher Rückgang der praktischen Kooperation zu verzeichnen ist, was im Gegensatz zur, wenn auch gemischten, Kooperationsbereitschaft während der El’cin-Ära steht.
Die NATO-Osterweiterung wird als ein zentraler Konfliktpunkt identifiziert, den Russland in der El’cin-Periode noch durch Kooperation in Foren zu beeinflussen suchte, während unter Putin die Ablehnung dieser Entwicklung zu einer stärkeren politischen Blockadehaltung führte.
Auf Basis der Daten von Freedom House wird Russland aufgrund der spezifischen PR-Werte als Regime eingestuft, das demokratische Züge beim Zugang zur Macht aufwies, jedoch gleichzeitig autoritäre Elemente in der Machtausübung beibehielt.
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