Facharbeit (Schule), 2013
82 Seiten, Note: 1,0
1. Vorwort und persönliche Danksagung
2. Einleitung
3. Geschichte der BPS
4. Definitionen, Klassifikationen, Epidemiologie
4.1 Klassifikationssysteme im Überblick
4.1.1 ICD-10 (WHO)
4.1.2 DSM-IV-TR (APA)
4.2 Definition von Persönlichkeitsstörungen
4.2.1 Persönlichkeitsstörungen nach ICD-10
4.2.2 Persönlichkeitsstörungen nach DSM-IV-TR
4.3 Definitionen der Borderline-Persönlichkeitsstörung
4.3.1 Definitionen der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach ICD-10
4.3.1.1 Definition emotional-instabiler Persönlichkeitsstörungen
4.3.1.2 Definition des impulsiven Typus (F.60.30) nach ICD-10
4.3.1.3 Diagnosefindung zum impulsiven Typus nach ICD-10 (F60.30)
4.3.1.4 Definition der Borderline-Persönlichkeitsstörung (F60.31) nach ICD-10
4.3.1.5 Diagnosefindung zum Borderline-Typus (F60.31) nach ICD-10
4.3.2 Definition der Borderline-Persönlichkeitsstörung nach DSM-IV
4.4 Epidemiologie der BPS im Kindes- und Jugendalter
4.5 Konzept von Persönlichkeitsstörungen
4.5.1 Terminologie
4.5.1.1 Das Temperament
4.5.1.2 Der Charakter
4.5.1.3 Persönlichkeitsstörung
4.5.1.4 Soziopathie
4.5.1.5 Fazit und Zusammenhänge
4.5.2 Dimensionale Konzepte
4.5.3 Psychodynamisch orientierte Konzepte
5. Symptomatik
6. Ätiologie
6.1 Genetik
6.2 Psychosoziale Bedingungen
6.3 Neurobiologie und radiologische Bildgebung
7. Diagnostik der BPS
7.1 Spezielle Anamnese
7.2 Komorbiditäten
7.3 Psychologische Diagnostik
7.3.1 Selbsteinschätzungsfragebögen
7.3.2 Interviewtechniken
7.3.2.1 Strukturiertes klinisches Interview für DSM-IV (SKID-II)
7.3.2.2 International Personality Disorder Examination (IPDE)
7.3.2.3 Vergleich SKID-II und IPDE
7.4 Dimensionale Diagnostik
7.4.1 Inventar klinischer Persönlichkeitsakzentuierungen (IKP)
7.4.2 Persönlichkeitsstil- und Störungsinventar (PSSI)
7.5 Klinische Untersuchung
7.6 Differentialdiagnostik
7.6.1 Adoleszentenkrise
7.6.2 Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
7.6.3 Psychosen
8. Therapie
8.1 Dialektisch-behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A)
8.1.1 Die Rolle des Therapeuten
8.1.1.1 Förderung der Fertigkeiten des Patienten
8.1.1.2 Den Patienten motivieren, an der Therapie teilzunehmen
8.1.1.3 Telefonkontakt zum Patienten
8.1.1.4 Therapeutenaustausch
8.1.1.5 Betreuung des sozialen Umfeldes
8.1.2 Therapieablauf / -module
8.1.2.1 Gruppentherapie
8.1.2.2 Einzeltherapie
8.1.2.3 Supervisionsgruppe
8.1.2.4 Telefonberatung
8.1.3 Therapieziele
8.1.4 Therapieabschluss
8.1.5 Wirksamkeit der DBT-A im ambulanten Setting
9. Die therapiestützende Rolle des sozialen Umfeldes (empirischer Teil)
9.1 Vor der Therapie: Den Patienten zur Therapie motivieren
9.1.1 Fallbeispiel 9.1.1: Lehrer und Schule
9.1.2 Fallbeispiel 9.1.2: Der Betroffene wendet sich an das Umfeld
9.2 Während und nach der Therapie
9.2.1 Kooperatives Verhalten zur Therapieeinrichtung
9.2.2 Fallbeispiel 9.2.2: Der Jugendliche fühlt sich zuhause nicht wohl
9.2.3 Regelmäßiger Kontakt zum Betroffenen
9.2.4 Ruhe bewahren, Liebe zeigen und Regeln aufstellen
9.2.5 Informationen einholen
9.3 Fazit zur therapiestützenden Rolle des Umfeldes
10. Prognose
11. Fazit zu dieser Facharbeit
12. Anhang
12.1 Validierungsstrategien
12.2 Schema Verhaltensanalyse
12.3 Notfallkoffer
13. Sachwortregister
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des sozialen Umfeldes bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung, insbesondere während der dialektisch-behavioralen Therapie (DBT-A). Das zentrale Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Eltern, Lehrer und Freunde aktiv und fachgerecht in den Therapieprozess einbezogen werden können, um den Genesungsweg positiv zu beeinflussen.
9.1.1 Fallbeispiel 9.1.1: Lehrer und Schule
Situation: Lehrer I. vermutet, dass Schülerin S. sich selberverletzt. Er entdeckt auffällige Wunden an ihren Armen. Auch grenzt sich S. in den letzten Wochen massiv von ihren Freunden ab. Er ist ratlos, was er tun soll.
Lösungsansatz: Lehrer I. sollte zunächst das Verhalten beobachten und abwarten. Das einmalige Beobachten von Wunden bei Schülerin S. sollte keinesfalls sofort als Selbstverletzung gedeutet werden. Auch könnte die beschriebene Symptomatik zum Beispiel auf eine posttraumatische Belastungsstörung nach einem Unfall (daher die Wunden und die Abgrenzung von den Freunden) hinweisen. Sollten das massive Abgrenzungsverhalten und die Verletzungen andauern, beziehungsweise nicht wieder verschwinden, sollte der direkte Kontakt zu Schülerin S. gesucht werden. Besonders hier ist vorsichtig geboten. Wichtigster Grundsatz für Lehrer I. ist es, sich zu überlegen, inwiefern er sich die Situation zutraut und glaubt diese kontrollieren zu können.
Zunächst sollte er S. versichern, dass er den Inhalt ihrer Gespräche wertneutral und vertraulich behandelt und ihr aufmerksam und aktiv zuhört. Eine vollständige Vertraulichkeit sollte hier jedoch keinesfalls versichert werden, da im Falle massiver Selbstmordgedanken oder Selbstverletzungen auf jeden Fall sofort ein Sorgeberechtigter und gegebenenfalls auch das Jugendamt / der Rettungsdienst informiert werden muss. Sobald Schülerin S. den Verdacht der Selbstverletzungen bestätigt, ist es ausgesprochen wichtig, jede ihrer Handlungen über die sie berichtet vollständig ernst zu nehmen und ihren Ausführungen aufmerksam zu folgen.
1. Vorwort und persönliche Danksagung: Einleitende Worte zum Interesse des Autors an der Borderline-Störung sowie Danksagung an unterstützende Personen.
2. Einleitung: Definition des Störungsbildes und Darlegung der Forschungsfrage bezüglich der Unterstützung durch das soziale Umfeld.
3. Geschichte der BPS: Historische Entwicklung des Verständnisses von Persönlichkeitsstörungen von der frühen Psychiatrie bis zum heutigen Stand.
4. Definitionen, Klassifikationen, Epidemiologie: Erläuterung der diagnostischen Systeme ICD-10 und DSM-IV sowie der Herausforderungen bei der Diagnose im Jugendalter.
5. Symptomatik: Detaillierte Darstellung typischer Symptome wie Affektregulationsstörungen, Identitätsdiffusion und selbstverletzendes Verhalten.
6. Ätiologie: Diskussion der Ursachenfaktoren unter Berücksichtigung von Genetik, psychosozialen Bedingungen und neurobiologischen Aspekten.
7. Diagnostik der BPS: Überblick über multimodale Diagnostikverfahren, Interviewtechniken und die Bedeutung der Differentialdiagnostik.
8. Therapie: Vorstellung der DBT-A als zentrales Behandlungskonzept, inklusive der Rolle des Therapeuten, Therapieabläufe und Wirksamkeitsnachweise.
9. Die therapiestützende Rolle des sozialen Umfeldes (empirischer Teil): Praktische Anleitung und Fallbeispiele für den Umgang des Umfelds mit betroffenen Jugendlichen vor, während und nach der Therapie.
10. Prognose: Wissenschaftliche Einordnung der Heilungschancen und Limitationen aktueller Studienlagen.
11. Fazit zu dieser Facharbeit: Zusammenfassende Reflexion über gesellschaftliche Tabuisierung, notwendige Prävention und Anforderungen an die medizinische Forschung.
12. Anhang: Bereitstellung ergänzender Arbeitsmaterialien wie Validierungsstrategien, Verhaltensanalysen und Notfallkoffer-Inhalte.
Borderline-Persönlichkeitsstörung, BPS, Kinder- und Jugendpsychiatrie, DBT-A, Soziales Umfeld, Selbstverletzendes Verhalten, Psychotherapie, Diagnose, Adoleszenz, Emotionsregulation, Identitätsstörung, Prävention, Skillstraining, Familienanamnese, Psychosoziale Bedingungen.
Die Arbeit befasst sich mit der Borderline-Persönlichkeitsstörung bei Kindern und Jugendlichen und untersucht insbesondere, wie das soziale Umfeld den therapeutischen Prozess unterstützen kann.
Die Arbeit deckt die Definition und Klassifikation der BPS, deren Ätiologie und Symptomatik, die spezifische Diagnostik sowie die Anwendung der dialektisch-behavioralen Therapie für Adoleszente (DBT-A) ab.
Ziel ist es, Handlungsanleitungen für Eltern, Lehrer und Freunde zu entwickeln, um sie in die Lage zu versetzen, betroffene Jugendliche während einer Therapie fachgerecht zu unterstützen.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch, ergänzt um eine explorative empirische Komponente zur Wahrnehmung der Krankheit im schulischen Umfeld.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Krankheitsgrundlagen sowie einen praktischen Teil, der mit Fallbeispielen konkrete Unterstützungsmöglichkeiten des Umfelds aufzeigt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Borderline-Persönlichkeitsstörung, DBT-A, Selbstverletzung, Soziales Umfeld und Adoleszenz charakterisieren.
Der Autor argumentiert, dass die Persönlichkeit in der Adoleszenz noch sehr variabel ist und eine frühzeitige Diagnose zu einer problematischen Fixierung auf die Symptomatik führen kann, bevor die Entwicklung abgeschlossen ist.
Das Cheerleading ist eine therapeutische Technik, bei der positive Verstärkung und Unterstützung für den Patienten eingesetzt werden, um die Motivation während der anstrengenden Therapie aufrechtzuerhalten.
Das soziale Umfeld kann bei der Zusammenstellung und Anwendung von Materialien im Notfallkoffer (z. B. Gegenstände zur sensorischen Ablenkung) unterstützen, um den Patienten in Krisensituationen zu stabilisieren.
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