Doktorarbeit / Dissertation, 2013
356 Seiten, Note: magna cum laude (sehr gut)
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 FAS: Begriffsbestimmung
3 Forschungsstand zu Komfort und Spaß
3.1 Definitionen von Komfort
3.1.1 Begriffsklärung von Komfort
3.1.2 Belastung und Beanspruchung
3.1.3 Zusammenhang zwischen Komfort und Diskomfort
3.1.3.1 Komfort als die Abwesenheit von Diskomfort
3.1.3.2 Die Komforthierarchie-Pyramide
3.1.3.3 Komfort und Diskomfort als unabhängige Dimensionen
3.1.3.4 Komfort und Diskomfort als ein zusammenhängendes Konstrukt
3.2 Definitionen von Spaß
3.2.1 Begriffsklärung von Spaß
3.2.2 Freude beim Umgang mit einem Produkt
3.2.3 Pragmatische und hedonische Qualität des Produktes
3.2.4 Das Kano-Modell der Kundenzufriedenheit
3.2.5 Intrinsische Motivation
3.2.6 Flow-Erleben nach Csikszentmihalyi
3.2.7 The task–capability interface model
3.3 Zusammenfassung aus den bestehenden Theorien zu Komfort und Spaß
3.4 Zusammenführung von Komfort und Spaß
3.4.1 Die Reversal Theory nach Apter
3.4.2 Modellvorstellung „Joy and convenience in activities“
4 Methoden zur Messung von Komfort und Spaß
4.1 Erfassung des subjektiven Erlebens durch psychologische Erhebungsinstrumente
4.1.1 Das PANAVA-Modell
4.1.2 Das Self-Assessment-Manikin (SAM)
4.1.3 Flow Skala
4.1.4 NASA-TLX und Eilers Anstrengungsskala
4.2 Physiologische Messungen: Herzschlagfrequenz
4.3 Erfassung der Ausdruckskomponente
4.4 Einfluss von Motivation und Emotion auf Zeiterleben
4.5 Zusammenfassung
5 Untersuchungen zur Entwicklung des Fragebogens
5.1 Statistische Kriterien und Anforderungen an das Messinstrument
5.2 Methodisches Vorgehen bei der Entwicklung des Fragebogens
5.3 Konzeption des Fragebogens zur Erfassung von Komfort und Spaß
5.3.1 Expertenbefragung
5.3.1.1 Ziel und Vorgehensweise
5.3.1.2 Ergebnisse: Itemvorauswahl
5.3.1.3 Diskussion der Expertenbefragung
5.3.2 Expertenworkshop
5.3.2.1 Ziel und Vorgehensweise
5.3.2.2 Ergebnisse: Itemauswahl
5.3.2.3 Diskussion des Expertenworkshops
5.3.3 Exkurs: systematische Entwicklung von Fahrszenarien
5.3.4 Face-to-face-Autofahrerbefragungen
5.3.4.1 Ziel und Vorgehensweise
5.3.4.2 Ergebnisse: Itemvorprüfung
5.3.4.3 Diskussion der Face-to-Face-Autofahrerbefragungen
5.4 Statistische Prüfung des Fragebogens
5.4.1 Onlinebefragung als Methode
5.4.2 Stichprobe
5.4.3 Aufbau der Befragung
5.4.4 Genutzte statistische Verfahren
5.4.4.1 Datenaufbereitung
5.4.4.2 Güteprüfung der einzelnen Skalen. Itemanalyse
5.4.4.3 Explorative Faktorenanalyse zur Analyse der Skalenstruktur
5.4.4.4 Konfirmatorische Faktorenanalyse
5.4.5 Statistische Auswertung der Daten
5.4.5.1 Datenaufbereitung und -prüfung
5.4.5.2 Darstellung der Ergebnisse zu den einzelnen Skalen
5.4.5.3 Faktorielle Struktur des Fragebogens
5.4.5.4 Stabilität der Struktur des Fragebogens: Fahrszenarien
5.4.5.5 Ergebnisse der Konfirmatorischen Faktorenanalyse
5.4.5.6 Einfluss der Personenvariablen Geschlecht und Alter auf Stabilität des Fragebogens
5.4.6 Zusammenfassung und Diskussion der Online-Autofahrerbefragung
5.4.6.1 Diskussion der Stichprobe und des Vorgehens
5.4.6.2 Diskussion der Güteprüfung der einzelnen Skalen und Items
5.4.6.3 Diskussion der EFA zur Analyse der Skalenstruktur
5.4.6.4 Diskussion der CFA
5.5 Prüfung der Struktur des Modells „Joy and convenience in activities“
5.6 Evaluation des Fragebogens
5.6.1 Evaluation im Simulatorversuch
5.6.1.1 Fragestellungen und Hypothesen
5.6.1.2 Versuchsaufbau und Durchführung
5.6.1.3 Ergebnisse
5.6.2 Evaluation im Feldversuch
5.6.2.1 Ziel und Vorgehensweise
5.6.2.2 Ergebnisse
5.6.3 Diskussion der Ergebnisse zur Evaluation des Fragebogens
5.6.3.1 Diskussion des methodischen Vorgehens
5.6.3.2 Diskussion der Ergebnisse zur Evaluation des Fragebogens
5.7 Diskussion der Ergebnisse zur empirischen Prüfung des Modells „Joy and convenience in activities“
6 Untersuchungen zur systematischen Beschreibung emotionaler Potenziale von Fahrhandlungen
6.1 Methodisches Vorgehen zur systematischen Beschreibung emotionaler Potenziale von Fahrhandlungen
6.2 Expertenbefragung zur Definition von Fahrhandlungen
6.2.1 Ziel und Vorgehensweise
6.2.2 Ergebnisse der Expertenbefragung
6.3 Autofahrerstudien zur Bewertung der Fahrhandlungen
6.3.1 Ziel und Vorgehensweise
6.3.2 Ergebnisse zum Erleben von Fahrhandlungen
6.3.3 Ergebnisse zum Erleben von Teilhandlungen und situativen Bedingungen
6.4 Diskussion der Ergebnisse
7 Zusammenführung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
7.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse
7.2 Weiterführende Forschungsfragen
7.3 Implikationen für die Praxis
Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, ein standardisiertes Messinstrument zur systematischen Evaluation der subjektiven Erlebniskomponenten Fahrkomfort und Fahrspaß bei der Nutzung von Fahrerassistenzsystemen (FAS) zu konstruieren und empirisch zu überprüfen. Die Forschungsarbeit geht dabei der Frage nach, wie sich Fahrkomfort und Fahrspaß operationalisieren lassen, welche Einflussfaktoren (insbesondere motivationale Aspekte und Fahrhandlungen) dabei eine Rolle spielen und wie sich diese Erkenntnisse in der nutzerzentrierten Produktentwicklung von FAS anwenden lassen.
3.1.2 Belastung und Beanspruchung
Basierend auf der früheren Überlegung, dass Komfort und Diskomfort für diese Arbeit gleichzeitig berücksichtigt werden sollen, werden die noch nicht eingeführten Begriffe Belastung und Beanspruchung betrachtet. Die Belastung und Beanspruchung sind zusätzlich zur Erklärung des Diskomfortbegriffs relevant und werden damit als mögliche Ergänzung für die Definition von Komfort betrachtet.
Das Entstehen und Empfinden von Komfort und Diskomfort ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig. Externe Faktoren werden oft als Belastung bezeichnet, wohingegen die interne Verarbeitung und Auswirkung der Faktoren als Beanspruchung verstanden wird.
Hammer (1997, S. 55) definiert Belastung als: „Die Gesamtheit der erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und auf ihn […] einwirken.“ Dabei bezieht Hammer diese Definition auf physische und psychische Belastungen.
In der Alltagssprache wird der Begriff der Belastung häufig mit einer negativen Bedeutung benutzt. So wird Belastung oft mit Stress oder einer Gefährdung assoziiert. Der wissenschaftliche Begriff der Belastung hat schon mehr neutrale Bedeutung und lässt sich besser mit Einwirkung oder Anforderung beschreiben (Bamberg, 2002).
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Fahrkomfort und Fahrspaß als zentrale Faktoren für den Erfolg moderner Fahrerassistenzsysteme und definiert das Ziel der Arbeit, ein Messinstrument für diese Erlebniskomponenten zu entwickeln.
2 FAS: Begriffsbestimmung: Dieses Kapitel diskutiert den Begriff der Fahrerassistenz und ordnet verschiedene Assistenzsysteme anhand einer handlungstheoretischen Klassifikation ein.
3 Forschungsstand zu Komfort und Spaß: Es erfolgt eine theoretische Aufarbeitung der Konstrukte Komfort und Spaß, wobei verschiedene Modelle wie die "Komforthierarchie-Pyramide" oder "Joy and convenience in activities" kritisch beleuchtet werden.
4 Methoden zur Messung von Komfort und Spaß: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über psychologische und physiologische Messinstrumente zur Evaluation von Fahrerleben und prüft deren Eignung für den Einsatz in FAS-Studien.
5 Untersuchungen zur Entwicklung des Fragebogens: Hier werden die empirischen Entwicklungsschritte des Fragebogens detailliert beschrieben – von der Expertenbefragung über den Workshop bis zur statistischen Prüfung mittels Onlinebefragung, Faktorenanalysen und Validierung.
6 Untersuchungen zur systematischen Beschreibung emotionaler Potenziale von Fahrhandlungen: Das Kapitel widmet sich der Identifikation und Kategorisierung erlebensrelevanter Fahrhandlungen sowie deren Einfluss auf Komfort und Spaß.
7 Zusammenführung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Diskussion der zentralen Ergebnisse, einem Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen und praktischen Implikationen für die Gestaltung von FAS.
Fahrkomfort, Fahrspaß, Fahrerassistenzsysteme, FAS, Fragebogenentwicklung, Ingenieurpsychologie, psychologische Diagnostik, Handlungsmotivation, Faktorenanalyse, Nutzererleben, Fahrhandlungen, Kognitive Ergonomie, Validierung, Modellentwicklung, Fahrerleben.
Die Dissertation untersucht das Fahrerleben in Bezug auf Fahrkomfort und Fahrspaß bei der Verwendung von Fahrerassistenzsystemen (FAS). Ziel ist es, ein wissenschaftliches Messinstrument zu entwickeln, um diese subjektiven Erlebniskomponenten reliabel und valide zu erfassen.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte aus der Motivationspsychologie mit praktischen Anforderungen der Ingenieurpsychologie und Kognitiven Ergonomie im Kontext der Automobilentwicklung.
Das primäre Ziel ist die Konstruktion eines standardisierten Fragebogens zur Messung von Fahrkomfort und Fahrspaß, der als empirisch geprüftes Messinstrument für die Produktentwicklung und Evaluation innovativer FAS dient.
Die Autorin verwendet ein mehrstufiges, empirisches Vorgehen: Expertenbefragungen und -workshops zur Item-Generierung, Online-Autofahrerbefragungen zur statistischen Prüfung (EFA, CFA) sowie Fahrsimulatorstudien und Feldversuche zur Validierung des Modells und der Skalen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung (Komfort, Spaß, FAS), die Vorstellung bestehender Messmethoden, die detaillierte Beschreibung des Entwicklungsprozesses des neuen Fragebogens sowie die systematische Untersuchung emotionaler Potenziale einzelner Fahrhandlungen.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Fahrerassistenzsysteme, Fahrkomfort, Fahrspaß, psychologische Fragebogenentwicklung, Modellvalidierung und handlungsorientierte Verkehrspsychologie aus.
Dieses Modell dient als theoretischer Rahmen, der die Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation nutzt, um das Erleben von Komfort und Spaß bei der Interaktion mit technologischen Systemen im Fahrzeug zu erklären.
Die Analysen zeigen, dass Frauen Diskomfortszenarien im Allgemeinen negativer bewerten als Männer, während bei Fahrkomfort und Fahrspaß kaum signifikante Unterschiede zwischen den Geschlechtern oder Altersgruppen festgestellt wurden, was für die breite Anwendbarkeit des Fragebogens spricht.
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