Masterarbeit, 2012
141 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Satzadverbiale und Frameadverbiale
2.1. Satzadverbiale
2.2. Frameadverbiale – vorläufige Definition
3. Frey & Pittner und Frey – Syntaktische Basispositionen für Adjunkte
3.1. Verschiedene Adverbialklassen und Tests zu ihrer Ermittlung
3.2. Pittner – semantischer Skopus statt lexikalische Semantik
4. Weitere Ansätze zur Positionierung von Adverbialen
4.1. Steube – Satzadverbiale als Operatoren
4.2. Maienborn – Interpretation an der Semantik-Pragmatik-Schnittstelle
4.3. Cinque – Der radikal-syntaktische Ansatz
4.4. Haider – Adverbial-Reihenfolge durch Syntax-Semantik-Schnittstelle
5. Satz-Topiks
5.1. Konzeptionen des Aboutness-Topiks
5.2. Frey (2000b) – Deutsch als diskurskonfigurationale Sprache, was Topiks betrifft
5.3. Kurze Rekapitulation der relevanten Topik-Überlegungen
6. Satzadverbiale und Frameadverbiale im syntaktischen Ansatz
7. Verarbeitung
7.1. Das Garden-Path-Modell zur syntaktischen Verarbeitung von Argumenten
7.2. Construal – Eine Verarbeitungs-Theorie für Adjunkte
8. Experimente – Teil 1
8.1. Experiment 1: Grammatikalitäts-Beurteilungs-Studie
8.1.1. Methode
8.1.1.1. Probanden
8.1.1.2. Satzmaterial
8.1.1.3. Durchführung
8.1.2. Ergebnisse
8.1.3. Diskussion der Ergebnisse
8.2. Experiment 2: Self-Paced-Reading-Studie
8.2.1. Methode
8.2.1.1. Probanden
8.2.1.2. Satzmaterial
8.2.1.3. Durchführung
8.2.2. Ergebnisse
8.2.3. Diskussion der Ergebnisse
8.3. Experiment 3: Auditive Grammatikalitäts-Beurteilungs-Studie
8.3.1. Methode
8.3.1.1. Probanden
8.3.1.2. Satzmaterial
8.3.1.3. Durchführung
8.3.2. Ergebnisse
8.3.3. Diskussion der Ergebnisse
9. Zwischenüberlegungen
9.1. Probleme mit dem Satzmaterial
9.2. Frameadverbiale – ausführlichere Überlegungen
10. Experimente – Teil 2
10.1. Experiment 4: Grammatikalitäts-Beurteilungs-Studie mit neuem Satzmaterial
10.1.1. Methode
10.1.1.1. Probanden
10.1.1.2. Satzmaterial
10.1.1.3. Durchführung
10.1.2. Ergebnisse
10.1.3. Diskussion der Ergebnisse
10.2. Experiment 5: Self-Paced-Reading-Experiment mit neuem Satzmaterial
10.2.1. Methode
10.2.1.1. Probanden
10.2.1.2. Satzmaterial
10.2.1.3. Durchführung
10.2.2. Ergebnisse
10.2.3. Diskussion der Ergebnisse
11. Generelle Diskussion aller Ergebnisse
12. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Stellungsverhalten von Satz- und Frameadverbialen im deutschen Mittelfeld, um zu klären, ob diese Adverbialtypen feste syntaktische Basispositionen einnehmen oder sich variabel im Satzgefüge verhalten. Die zentrale Forschungsfrage ist dabei, ob ein rein syntaktischer Ansatz die Positionierung dieser Adverbiale erklären kann oder ob Einflüsse der Informationsstruktur eine wesentliche Rolle spielen.
1. Einführung
Wie sich Argumente im Mittelfeld des deutschen Satzes verhalten, wurde mittlerweile sowohl von Syntaktikern als auch von Psycholinguisten umfassend untersucht. Es gibt zwar in der Forschung immer noch keine klare Einigkeit darüber, ob Argumente im deutschen Mittelfeld syntaktische Basispositionen aufweisen, dennoch ist man aber weitgehend der Ansicht, ihnen eine bestimmte Grundreihenfolge zuzusprechen.
Ganz anders sieht es allerdings mit den Annahmen zu Adjunkten bzw. Adverbialen aus. Zum einen ist ihr Auftreten lange noch nicht so gut erforscht wie das von Argumenten. Zwar gibt es mittlerweile einige Ansätze der theoretischen Linguistik, von psycholinguistischer Seite dagegen wurden Adverbiale bisher größtenteils außen vor gelassen. Zum anderen gibt es in Bezug auf Adjunkte sehr unterschiedliche Modelle. Diese lassen sich, was die Positionierung im deutschen Mittelfeld betrifft, grob gesagt in zwei verschiedene Ansichten einteilen.
Die Ansätze der einen Seite nehmen an, dass Adjunkte direkt in ihrer Oberflächenposition generiert werden; somit wären sie also immer genau dort, wo sie auftreten, basisgeneriert. Falls es dennoch Restriktionen für ihr Auftreten gibt, sind diese ausschließlich semantischer Natur.
1. Einführung: Das Kapitel führt in die Thematik der Adverbialstellung im deutschen Mittelfeld ein und stellt die theoretische sowie psycholinguistische Relevanz der Untersuchung von Frame- und Satzadverbialen dar.
2. Satzadverbiale und Frameadverbiale: Hier werden Definitionen und die gängigen Eigenschaften der betrachteten Adverbialtypen dargelegt und eine für die Arbeit relevante Unterklassifizierung vorgenommen.
3. Frey & Pittner und Frey – Syntaktische Basispositionen für Adjunkte: Das Kapitel erläutert den syntaktischen Basispositions-Ansatz der Autoren, der als theoretische Grundlage für die empirischen Experimente dient.
4. Weitere Ansätze zur Positionierung von Adverbialen: Es erfolgt eine kritische Betrachtung alternativer Theorien, insbesondere von Steube, Maienborn, Cinque und Haider, um den gewählten syntaktischen Ansatz abzugrenzen.
5. Satz-Topiks: Dieses Kapitel widmet sich der informationsstrukturellen Gliederung in Topik und Kommentar und ihrer Bedeutung für die Platzierung von Adverbialen.
6. Satzadverbiale und Frameadverbiale im syntaktischen Ansatz: Die theoretischen Vorhersagen bezüglich der relativen Abfolge von Satz- und Frameadverbialen werden anhand des syntaktischen Modells zusammengeführt.
7. Verarbeitung: Hier werden psycholinguistische Verarbeitungsmodelle wie das Garden-Path-Modell und die Construal-Theorie zur Erklärung der syntaktischen Verarbeitung von Adjunkten vorgestellt.
8. Experimente – Teil 1: Dieser Abschnitt beschreibt die Durchführung und Ergebnisse der ersten drei Experimente zur Grammatikalitätsbeurteilung und Leseverarbeitung.
9. Zwischenüberlegungen: Es wird kritisch auf die Probleme des bisherigen Satzmaterials reflektiert und das theoretische Verständnis von Frameadverbialen vertieft.
10. Experimente – Teil 2: Die Durchführung und Auswertung weiterer Experimente mit optimiertem Satzmaterial bilden den empirischen Kern dieses Abschnitts.
11. Generelle Diskussion aller Ergebnisse: Eine Synthese der experimentellen Befunde wird vorgenommen, um die Tragfähigkeit der verschiedenen theoretischen Ansätze zu bewerten.
12. Fazit und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Ergebnisse und Vorschlägen für zukünftige Forschungsansätze.
Satzadverbiale, Frameadverbiale, Syntax, Mittelfeld, Basisposition, Scrambling, Psycholinguistik, Sprachverarbeitung, Informationsstruktur, Topik, Construal, Grammatikalität, Satzadverbial-Klassen, Lokaladverbiale, Experimentelle Linguistik
Die Masterthesis untersucht das Stellungsverhalten von Satz- und Frameadverbialen im deutschen Mittelfeld, um festzustellen, ob diese feste Basispositionen einnehmen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die theoretische Syntax, die Informationsstruktur (Topik-Kommentar-Gliederung) und die psycholinguistische Sprachverarbeitung.
Das Ziel ist es, die theoretischen Ansätze zur Adverbialpositionierung (insbesondere von Frey & Pittner) empirisch anhand von Grammatikalitätsstudien und Lesezeit-Experimenten zu überprüfen.
Es werden psycholinguistische Methoden angewandt, namentlich Grammatikalitäts-Beurteilungs-Studien und Self-Paced-Reading-Experimente (Online- und Offline-Methoden).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in verschiedene linguistische Ansätze, eine Diskussion psycholinguistischer Verarbeitungsmodelle (Garden-Path vs. Construal) sowie die detaillierte Darstellung und Auswertung von fünf empirischen Experimenten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Adverbialstellung, syntaktische Basisposition, Scrambling, Informationsstruktur und Sprachverarbeitungsmodelle wie Construal charakterisiert.
Die Arbeit analysiert kritisch, ob Frameadverbiale als Rahmensetzer eine feste, syntaktisch determinierte Position oberhalb oder unterhalb von Satzadverbialen einnehmen.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Satzadverbial-Klassen (epistemisch, evaluativ, evidentiell) keine homogene Gruppe bilden und sich unterschiedlich in Bezug auf Frameadverbiale verhalten.
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