Bachelorarbeit, 2013
136 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Facebook
2.1 Geschichte
2.2 Angebotspalette
2.3 Richtlinien und Grundsätze
3 Jugendliche im Alter von 13-17 Jahren
4 Chancen und Risiken Facebooks
4.1 Selbstreflexion
4.1.1 Selbstwahrnehmung
4.1.2 Ablenkung durch Facebook
4.1.3 Sucht
4.2 Sozialverhalten
4.2.1 Soziale Beziehungen
4.2.2 Vernetzung
4.2.3 Selbstdarstellung
4.3 Internetkriminalität
4.3.1 Cyber-Stalking, Cyber-Mobbing und Cyber-Grooming
4.3.2 Identitätsmissbrauch
4.3.3 Datendiebstahl
5 Wie kann Jugend- und Schulsozialarbeit auf Chancen und Risiken Facebooks reagieren?
5.1 Was ist Jugend- und Schulsozialarbeit?
5.2 Welche Angebote und Hilfestellungen gibt es bereits?
5.3 Arbeit mit den Zielgruppen
5.3.1 Zielgruppe Jugendliche
5.3.2 Zielgruppe Eltern
5.3.3 Zielgruppe LehrerInnen
6 Fazit und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, zu untersuchen, wie die Jugend- und Schulsozialarbeit Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren dabei unterstützen kann, einen selbstreflektierten und sozial verantwortungsbewussten Umgang mit der Plattform Facebook zu entwickeln. Ausgehend von der hohen Nutzungsintensität dieser Altersgruppe analysiert die Arbeit die Chancen und Risiken des Netzwerks und leitet daraus konstruktive Empfehlungen für die praktische pädagogische Arbeit mit Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften ab.
4.1.1 Selbstwahrnehmung
Die Selbstwahrnehmung ist ein wichtiger Bestandteil der Selbstreflexion. Sie ist Grundlage für die weitere Entwicklung des Verhaltens und der Persönlichkeit. Da dies eine wichtige Entwicklungsaufgabe der Jugend ist (siehe Kapitel 3), wird hier überprüft, welche Möglichkeiten der Selbstwahrnehmung, sich in Facebook ergeben. Dabei stellt sich auch die Frage, durch was die Selbsterfahrung generiert werden kann. Ist es die Profilseite, die bewusst konzipiert und gestaltet wird und dabei schon der erste Prozess der Selbstwahrnehmung vollzogen wird? Oder sind es die FreundInnen und Interessen, die von Facebook aufgereiht und dargestellt werden? Könnte die Werbung die einem gezeigt wird, eine Rolle spielen? Haben die Nachrichten und das Feedback, das man auf die eigenen Fotos oder Posts bekommt, Gewicht? Diese Fragen gilt es mit den Jugendlichen entweder in Gruppen oder im Einzelnen zu klären, da hier generalisierende Aussagen keinen Sinn machen würden.
Nach Mead aus Schmidt/Paus-Hasebrink/Hasebrink (2011) kann die Selbstwahrnehmung nur „über wahrgenommene Reaktionen anderer“ (Schmidt/Paus-Hasebrink/Hasebrink 2011: 25) geschehen. Schmidt/Paus-Hasebrink/Hasebrink zeigen mit dem Identitätsmanagement, dass soziale Netzwerke eine „Form der Schilderung von Erfahrungen und Erlebnisse[n]“ (ebd. 26) bietet, die das „Zugänglich-Machen von Aspekten der eigenen Person“ (ebd. 26) erleichtern soll. So können die Jugendlichen in der SNS, durch den Austausch mit Peers über ihre Selbstdarstellung und Interessen, sich und ihre Bedürfnisse wahrnehmen. Hier liegt, wie außerhalb von Facebook, aber auch die Gefahr, dass durch ablehnende Rückmeldungen, die Wahrnehmung negativ gefärbt wird. An dieser Stelle kann mit einem Zitat eines Teilnehmenden einer Studie von Miller (2012) ein Beispiel dafür gegeben werden, dass es Bedenken gibt, wie sich Jugendliche auf Facebook sehen können:
„Ich finde Facebook für Teenager schon gefährlich, weil man so oberflächlich wird, wenn man immer nur auf die Photos achtet. Das ist so, als ob man ständig in den Spiegel gucken und sich selbst betrachten würde. Aber mit den Augen von anderen. Du kriegst von jedem eine Meinung zu hören, weil jeder deine Photos kommentiert. ‚Wow, dein Top ist super‘ oder so was in der Art, und man kann es nie richtig einschätzen, weil dauernd was Neues kommt. Also ich glaube nicht, daß das für Teenager oder Leute, die kein Selbstvertrauen haben, das richtige ist.“ (Miller 2012: 158)
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Medienpädagogik auf Facebook ein und etabliert das Bild der SozialarbeiterInnen als „FahrlehrerInnen“ für einen sicheren Umgang mit diesem sozialen Netzwerk.
2 Facebook: Dieses Kapitel analysiert die Grundlagen von Facebook, inklusive der Entstehungsgeschichte, der Funktionsweise der Plattform sowie der relevanten Richtlinien für NutzerInnen.
3 Jugendliche im Alter von 13-17 Jahren: Es wird beleuchtet, warum diese Altersgruppe Facebook nutzt, welche Entwicklungsaufgaben dabei im Vordergrund stehen und welche Rolle die Soziale Arbeit bei deren Begleitung spielt.
4 Chancen und Risiken Facebooks: Eine detaillierte Untersuchung der Auswirkungen von Facebook auf die Selbstreflexion, das Sozialverhalten sowie der Gefahren im Bereich der Internetkriminalität.
5 Wie kann Jugend- und Schulsozialarbeit auf Chancen und Risiken Facebooks reagieren?: Dieses Kapitel bietet einen praktischen Leitfaden für die Soziale Arbeit, um Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte gezielt auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Facebook vorzubereiten.
6 Fazit und Ausblick: Eine abschließende Synthese der Ergebnisse, welche die Notwendigkeit unterstreicht, dass Soziale Arbeit und Gesellschaft sich aktiv mit der Thematik auseinandersetzen, um Risiken zu minimieren und Chancen zu nutzen.
Facebook, Jugendsozialarbeit, Schulsozialarbeit, Medienkompetenz, Selbstreflexion, Sozialverhalten, Internetkriminalität, Cyber-Mobbing, Cyber-Stalking, Cyber-Grooming, Entwicklungsaufgaben, Identitätsmanagement, Datenschutz, Online-Beratung, Medienpädagogik
Die Arbeit untersucht, wie die Jugend- und Schulsozialarbeit Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren dabei unterstützen kann, Facebook selbstreflektiert und sozial verantwortungsbewusst zu nutzen.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Plattform Facebook selbst, den medienpädagogischen Herausforderungen durch die Internetkriminalität (z.B. Cyber-Mobbing) und der Rolle der Sozialen Arbeit bei der Beratung von Jugendlichen, Eltern und Lehrkräften.
Das Ziel ist die Erstellung eines umfassenden Überblicks über die Chancen und Risiken von Facebook, um daraus konkrete Empfehlungen für eine zielgruppengerechte medienpädagogische Arbeit abzuleiten.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf der Recherche und Auswertung wissenschaftlicher Fachliteratur sowie verschiedener Studien zum Mediennutzungsverhalten Jugendlicher basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Analyse von Facebook, die Auseinandersetzung mit der Zielgruppe der Jugendlichen (einschließlich ihrer Entwicklungsaufgaben) und die detaillierte Darstellung von Chancen und Risiken, unterteilt in Selbstreflexion, Sozialverhalten und Internetkriminalität.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Jugendsozialarbeit, Cyber-Mobbing, Datenschutz, Identitätsmanagement und Selbstreflexion geprägt.
Eltern sollen durch Informationsangebote wie Workshops oder Broschüren dabei unterstützt werden, die Mediennutzung ihrer Kinder besser zu verstehen, ohne dabei eine übermäßige Kontrolle auszuüben.
Lehrkräfte haben eine Erziehungsaufgabe, bei der sie durch die Sozialarbeit befähigt werden sollen, SchülerInnen zu einem reflektierten Verhalten zu führen und Konflikte im digitalen Raum frühzeitig zu erkennen.
Diese Unterscheidung ist essenziell, da das Verhalten im Netz den beruflichen Ruf sowie die Autorität gegenüber SchülerInnen und Eltern beeinflussen kann, weshalb eine vorsichtige Strategie empfohlen wird.
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