Studienarbeit, 2012
114 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Meteorologie, Aeronomie, Klimatologie
1 Einführung
2 Die UNFCCC und das Kyoto-Protokoll als Grundlage internationaler Klimaschutzpolitik
2.1 Die Entwicklung einer transnationalen Klimaschutzpolitik - Die UNFCCC
2.2 Das Kyoto-Protokoll
2.3 Die flexiblen Marktmechanismen
2.4 Klimapolitik nach dem Kyoto-Protokoll
3 Grundlagen des Clean Development Mechanism
3.1 Nachhaltige Entwicklung und Technologietransfer
3.2 Institutionen und zentrale Begriffe des CDM
3.2.1 Institutionen des CDM
3.2.2 Elementare Konzepte des CDM
3.3 Projektzyklus des Clean Development Mechanism
3.4 Sektoren und Methoden des CDM mit Fokus auf die Abfallwirtschaft
4 Katalog zur Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung von CDM-Projekten
5 Statistische Erhebungen zu CDM-Projekten der Abfallwirtschaft
5.1 Regionale Verteilung von CDM-Projekten und CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojekten
5.2 Kumulierte Summe registrierter CDM-Projekte und CDM-gestützter Projekte im Zeitverlauf
5.3 Sektorenspezifische Verteilung von CDM-Projekten
5.4 Verteilung der angewandten Methoden in CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojekten
6 Evaluation des CDM am Fallbeispiel PT NOEI
6.1 Zur Allgemein- und Abfallentsorgungssituation in Indonesien
6.1.1 Wirtschaftliche Situation Indonesiens
6.1.2 Treibhausgasemissionen und Grundlagen der Abfallwirtschaft
6.2 PT Navigat Organic Energy Indonesia (PT NOEI), Bali
6.2.1 Konzeption und Vorhaben nach dem PDD
6.2.2 Stand der Projektarbeit im Juli und August 2011
6.3 Bewertung des CDM am Beispiel des Projektes PT NOEI
7 Zukunft des CDM und sektorale Ansätze
7.1 Kritische Würdigung des CDM
7.2 Konzept des sektoralen Ansatzes
7.3 Offene Fragen und Perspektiven sektoraler Mechanismen
8 Fazit
Diese Arbeit evaluiert die Möglichkeiten und Grenzen des Clean Development Mechanism (CDM) anhand des Fallbeispiels der Abfallbehandlungsanlage PT NOEI in Indonesien. Dabei wird untersucht, inwieweit der Mechanismus nicht nur zur Emissionsminderung beiträgt, sondern auch nachhaltige Entwicklung in Schwellen- und Entwicklungsländern fördert.
Die Entwicklung einer transnationalen Klimaschutzpolitik - Die UNFCCC
Die umfangreichen internationalen Debatten zum Thema internationale Klimapolitik, Emissionshandel oder Erwärmung der Erdoberfläche erfordern zunächst die Definition des zentralsten Begriffes: Klimawandel. Die Klimarahmenkonvention gibt in Art. 1, Abs. 2 folgende Definition: "Climate change" means a change of climate which is attributed directly or indirectly to human activity that alters the composition of the global atmosphere and which is in addition to natural climate variability observed over comparable time periods." (UNFCCC, 1992, Art. 2).
Die Formulierung Kreuter-Kirchhofs (2005) betrifft die umfassenden und komplexen Auswirkungen des Klimawandels auf alle zentralen und globalen Prozesse: "Der Klimawandel ist ein langfristiges, globales Phänomen mit komplexen Wirkungen auf ökologische, wirtschaftliche, politische, institutionelle, soziale und technologische Prozesse."
Die Definition des IPCC grenzt sich nicht zentral von der der UNFCCC ab, die Perspektive ist eine andere (vgl.: IPCC, 2012).
Die natürliche Erderwärmung wird massiv durch eine anthropogen verursachte Erwärmung beschleunigt (IPCC, 1990). Verantwortlich für den anthropogen verursachten Klimawandel sind die sogenannten Treibhausgase, welche durch vielfältige Aktivitäten und die moderne Lebensweise des Menschen freigesetzt werden.
Treibhausgase verteilen sich unabhängig vom Emissionsort in der gesamten Atmosphäre. Der Verursacher, sei es privater oder nationaler Art, ist nicht direkt von der gesamten Emissionsintensität und ihrer Folgen betroffen. Global gesehen betrifft die einzelne Emission jedoch jeden, wobei es zu unterschiedlichen Intensitäten oder Folgen, unteranderem durch regionale Gegebenheiten, kommen kann.
1 Einführung: Hinführung zum Thema Klimawandel und Vorstellung der Zielsetzung der Arbeit, den CDM im Kontext der Abfallwirtschaft zu evaluieren.
2 Die UNFCCC und das Kyoto-Protokoll als Grundlage internationaler Klimaschutzpolitik: Erläuterung der rechtlichen Rahmenbedingungen und internationalen Klimaschutzpolitik sowie der flexiblen Mechanismen.
3 Grundlagen des Clean Development Mechanism: Darstellung der Funktionsweise, Institutionen und des Projektzyklus des CDM sowie Einordnung in Sektoren.
4 Katalog zur Beurteilung der nachhaltigen Entwicklung von CDM-Projekten: Erstellung eines Kriterienkatalogs zur qualitativen Bewertung von CDM-Projekten hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeit.
5 Statistische Erhebungen zu CDM-Projekten der Abfallwirtschaft: Empirische Auswertung der globalen Verteilung von CDM-Projekten und spezifischen Abfallwirtschaftsprojekten basierend auf UNFCCC-Daten.
6 Evaluation des CDM am Fallbeispiel PT NOEI: Konkrete Fallstudie zur Abfallbehandlungsanlage PT NOEI in Indonesien mit Bewertung basierend auf dem erstellten Kriterienkatalog.
7 Zukunft des CDM und sektorale Ansätze: Diskussion kritischer Stimmen zum CDM und Vorstellung sektoraler Marktmechanismen als alternative oder ergänzende Zukunftsmodelle.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung des CDM als Instrument des Technologietransfers und Reflexion der Ergebnisse der Fallstudie.
Clean Development Mechanism, CDM, Kyoto-Protokoll, UNFCCC, Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Abfallwirtschaft, Technologietransfer, PT NOEI, Indonesien, Emissionszertifikate, Sektorale Ansätze, Emissionsminderung, Klimapolitik, Projektzyklus.
Die Arbeit evaluiert die Möglichkeiten und Grenzen des Clean Development Mechanism (CDM) am konkreten Fallbeispiel eines CDM-gestützten Abfallwirtschaftsprojekts in Indonesien.
Im Fokus stehen die internationale Klimaschutzpolitik, die Funktionsweise und der Projektzyklus des CDM sowie die spezifische Anwendung des Mechanismus im Sektor Abfallwirtschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern.
Das Ziel ist es, die Effektivität des CDM zu untersuchen – insbesondere in Bezug auf seinen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gastlandes – und zu prüfen, ob sektorale Marktmechanismen als alternative oder weiterführende Ansätze dienen können.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung, statistischer Auswertung von Daten der UNFCCC-Projektdatenbank und einer qualitativen Evaluation anhand eines spezifischen Fallbeispiels unter Verwendung eines selbst entwickelten Kriterienkatalogs.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des CDM, eine statistische Untersuchung zur weltweiten Projektverteilung, die praktische Evaluierung des Projekts PT NOEI in Bali sowie eine kritische Diskussion der Zukunft des CDM und sektoraler Ansätze.
Zentrale Begriffe sind Clean Development Mechanism (CDM), nachhaltige Entwicklung, Technologietransfer, Abfallwirtschaft, Klimaschutzprojekte und sektorale Marktmechanismen.
Die Bewertung fällt verhalten optimistisch aus: Während das Projekt einen bedeutenden Technologietransfer und einen Beitrag zur Emissionsminderung leisten kann, wird der direkte Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Gastlandes kritisch gesehen, da ökologische Erfolge durch die ungünstige Lage auf der Deponie TPA SUWUNG gehemmt werden.
Die Arbeit nennt vor allem die Anreizproblematik bei hohen Transaktionskosten, Zweifel an der tatsächlichen Zusätzlichkeit der Projekte gegenüber einem "Business-as-usual"-Szenario und die mangelnde Stringenz bei der Definition und Überprüfung der Nachhaltigkeitskriterien im jeweiligen Gastland.
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