Bachelorarbeit, 2012
56 Seiten, Note: 2,6
1.0 Einleitung
2.0 Höhe, Häufigkeit und Kosten der Preisanpassung
2.1 Kosten der Preisanpassung im stationären Handel
2.2 Kosten der Preisanpassung in einem Onlinestore
2.3 Häufigkeit der Preisanpassung
2.4 Höhe der Preisanpassung und Zentrale Ergebnisse der Preissetzungspraxis
3.0 Ursachen für Preisveränderungen
3.1 Relevanz von Löhnen
3.2 Wettbewerb
4.0 Fazit
Diese Bachelor-Thesis untersucht das Preissetzungsverhalten von Unternehmen durch die Analyse mikroökonomischer Studien. Das primäre Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die komplexen Entscheidungsprozesse von Unternehmen bei Preisänderungen zu entwickeln, indem Kostenfaktoren, Häufigkeiten, Lohneinflüsse und Wettbewerbsbedingungen beleuchtet werden.
2.1 Kosten der Preisanpassung im stationären Handel
In diesem Gliederungspunkt sollen die Kosten der Preisanpassung im stationären Handel beschrieben werden. Unter einem stationären Handel ist ein Handel zu verstehen, in welchem die Produkte an einem festen Ort angeboten werden. Typischerweise sind dies Ladengeschäfte, welche sich im Sortiment und in der Preispolitik unterscheiden. Passt ein Unternehmen seine Preise an, so wird es auch mit gewissen Kosten konfrontiert. Diese Kosten werden in der Literatur als sogenannte Menu Costs („Speisekarten-Kosten“) bezeichnet. Darunter fallen unter anderem Kosten für den Druck neuer Speisekarten bei einer Erhöhung der Preise für Speisen, woher auch die Bezeichnung für diese Kosten stammt. Des Weiteren entstehen auch Kosten für das Treffen der Entscheidung einer Preisänderung im Allgemeinen und die Verkäufer müssen über die neuen Preise informiert werden. Alle Kosten, die im Zusammenhang mit einer Preisanpassung entstehen, werden also unter diesem Begriff zusammengefasst. Bei einer geringeren Inflationsrate sind diese sogenannten Menu Costs relativ gesehen gering, da die Unternehmen ihre Preise im Durchschnitt nur ein- bis zweimal jährlich ändern. Je höher die Inflationsrate jedoch ist, desto höher sind auch die Menu Costs, da die Unternehmen bei einer höheren Inflation immer häufiger ihre Preise anpassen müssen und dadurch immer wieder Geld für die neuen Preisauszeichnungen und so weiter (usw.) ausgeben müssen.
1.0 Einleitung: Die Einleitung führt in die Herausforderungen des Preissetzungsverhaltens ein, thematisiert Preisrigidität und beschreibt den Aufbau der Arbeit hinsichtlich Kosten, Häufigkeit und Ursachen von Preisänderungen.
2.0 Höhe, Häufigkeit und Kosten der Preisanpassung: Dieses Kapitel analysiert die Kosten (Menu Costs) von Preisänderungen im stationären sowie im Online-Handel und untersucht empirische Häufigkeiten von Preisanpassungen.
2.1 Kosten der Preisanpassung im stationären Handel: Hier werden die Menu Costs als Barriere für Preisänderungen im stationären Einzelhandel detailliert untersucht und durch Beispiele und Studien belegt.
2.2 Kosten der Preisanpassung in einem Onlinestore: Dieses Kapitel beleuchtet, ob der Online-Handel aufgrund geringerer physischer Anpassungskosten flexibler agieren kann als der stationäre Handel.
2.3 Häufigkeit der Preisanpassung: Basierend auf Unternehmensbefragungen wird die Frequenz von Preisänderungen analysiert und Faktoren für Preisstarrheit werden identifiziert.
2.4 Höhe der Preisanpassung und Zentrale Ergebnisse der Preissetzungspraxis: Dieser Abschnitt untersucht den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und der Größe von Preisänderungen anhand von Mikrodaten und vergleicht diese mit theoretischen Modellen.
3.0 Ursachen für Preisveränderungen: Hier werden die tieferliegenden Beweggründe für Preisveränderungen, insbesondere durch Lohnanpassungen und Wettbewerbsdruck, analysiert.
3.1 Relevanz von Löhnen: Das Kapitel untersucht empirisch, wie Lohnänderungen in verschiedenen Branchen und Ländern die Preissetzung von Unternehmen beeinflussen.
3.2 Wettbewerb: Es wird analysiert, wie Wettbewerbsintensität und Marktstruktur das Preissetzungsverhalten, Preisdiskriminierung und die Reaktionsgeschwindigkeit von Unternehmen beeinflussen.
4.0 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bestätigt den signifikanten Einfluss von Kostenstrukturen, Löhnen und Wettbewerb auf das Preissetzungsverhalten.
Preissetzungsverhalten, Menu Costs, Preisrigidität, Preisänderungshäufigkeit, Lohnanpassung, Wettbewerb, Mikroökonomik, Inflation, Preiselastizität, Preisdiskriminierung, Mark-up Pricing, Preisstarrheit, Einzelhandel, Online-Handel, Preisstrategie
Die Arbeit analysiert das Preissetzungsverhalten von Unternehmen auf Basis mikroökonomischer Studien, um die Faktoren zu identifizieren, die zu Preisänderungen oder Preisstarrheit führen.
Die zentralen Themen umfassen die Kosten von Preisänderungen (Menu Costs), die Häufigkeit von Preisanpassungen, den Einfluss von Lohnänderungen auf die Preise sowie die Rolle des Wettbewerbs auf dem Markt.
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Komplexität einer Preisanpassung zu erlangen und aufzuzeigen, wie Unternehmen auf Marktveränderungen und Schocks reagieren.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung vorhandener empirischer mikroökonomischer Studien und Befragungen von Unternehmen in verschiedenen Ländern.
Der Hauptteil analysiert die Kosten von Preisanpassungen im stationären und Online-Handel, die Frequenz von Preisänderungen, die Relevanz von Lohnkosten sowie den Einfluss der Wettbewerbssituation auf die Preisgestaltung.
Wichtige Begriffe sind Preissetzungsverhalten, Menu Costs, Preisrigidität, Lohnanpassung, Wettbewerb und Preisstrategien.
Unternehmen passen ihre Preise trotz der Menu Costs an, wenn dies zur Erreichung ihrer Unternehmensziele, wie Gewinnmaximierung oder Reaktion auf Wettbewerber, notwendig ist, wobei die Kosten relativ zum Gesamtumsatz oft geringer ausfallen.
In arbeitsintensiven Branchen wie dem Bildungs- und Gesundheitswesen haben Lohnanpassungen einen signifikant höheren Einfluss auf die Preisgestaltung als in Branchen mit geringerer Arbeitsintensität, wie etwa in der Finanzbranche.
Intensiver Wettbewerb führt in der Regel zu einer schnelleren Anpassung der Preise, da Unternehmen gezwungen sind, auf die Preisstrategien ihrer Wettbewerber zu reagieren, um Marktanteile zu halten.
Während in vielen Studien kleine Preisänderungen häufiger auftreten, ist der Durchschnitt der vorgenommenen Preisänderungen dennoch beträchtlich, was auf komplexe Preissetzungsstrategien hinweist.
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