Diplomarbeit, 2006
137 Seiten, Note: 1,3
0 Einleitung
1 Die Grundbegriffe „Handeln“, „Kompetenz“ und „Lernkultur“
1.1 Der Grundbegriff „Handeln“
1.1.1 „Handeln“ - eine lebensweltliche Grundkategorie
1.1.2 Handeln und Struktur
1.1.3 Handeln in Systemen
1.2 Die Kategorie „Kompetenz“
1.2.1 Die Entwicklung des Kompetenzkonstrukts
1.2.2 Die Komponenten des Kompetenz - Konstrukts
1.2.3 Kompetenz und Handeln
1.3 Der Begriff „Lernkultur“
1.3.1 „Lern-Kultur“ - Eine Begriffsklärung
1.3.2 Lernkultur(en) - eine Bestandsaufnahme
1.3.3 Die Dimensionen von Lernkulturen
2 Lernkulturen im organisatorischen Kontext
2.1 Die theoretische Grundlegung individuellen und organisationalen Lernens
2.1.1 Individuelles Lernen - das lernende Individuum
2.1.2 Organisationales Lernen - die lernende Organisation
2.1.3 Merkmale einer lernenden Organisation
2.2 Lernkulturen im Unternehmen
2.2.1 Unternehmenskultur und Lernkultur
2.2.2 Strategische Aspekte unternehmensbezogener Lernkulturen
2.2.3 Personal- und Organisationsentwicklung
2.3 Maßnahmen, Gestaltungsmöglichkeiten und -grenzen im Rahmen Einer unternehmensbezogenen Lernkultur
2.3.1 Instrumente der Personalentwicklung
2.3.2 Herausforderungen und Anforderungen
2.3.3 Möglichkeiten und Grenzen lernkultureller Entwicklungen
3 Lernkulturen und die Entwicklung kompetenten Handelns
3.1 Lernkulturen auf operativer Ebene
3.1.1 Lernkulturen und Kompetenzen
3.1.2 Elemente von Lernkulturen zur Förderung von Kompetenzentwicklung
3.1.3 Merkmale von Lernkulturen
3.2 Kompetenzförderung durch multimediale Lernformen
3.2.1 Der Einsatz multimedialer Lernformen
3.2.2 Die Entwicklung von Kompetenzen durch multimediale Lernformen
3.2.3 Die Wirksamkeit des Einsatzes mediengestützter Lernformen
3.3 Kompetenzförderung durch kooperative Arbeitsformen (Gruppen-, Team- und Projektarbeit)
3.3.1 Gruppen-, Team- und Projektarbeit
3.3.2 Möglichkeiten der Kompetenzentwicklung im Rahmen kooperativer Arbeitsformen
3.3.3 Bewertung
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht im Rahmen einer systemischen und handlungstheoretischen Grundlegung die Beziehung zwischen Lernkulturen und der Entwicklung „kompetenten Handelns“. Das primäre Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sowohl die individuelle als auch die organisatorische Handlungsfähigkeit in einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld gefördert und an neue Anforderungen angepasst werden können.
1.1.1 „Handeln“ – eine lebensweltliche Grundkategorie
Die Lebenswelt stellt den Ausgangspunkt der Einordnung menschlichen Handelns dar. Sie manifestiert, aufgrund der Beschaffenheit wie die körperliche Existenz anderer Menschen, die Ausstattung dieser Körper mit einem Bewusstsein, das Vorhandensein einer gleichen und grundsätzlichen Bedeutung der Außenweltdinge, der Wechselwirkung und Wechselbeziehung der Mitmenschen, der Verständigung untereinander, der historischen Vorgabe dieses in eine Sozial- und Kulturwelt gegliederten Bezugsrahmens und der damit verbundenen Situation, dass die Welt grundsätzlich vorgegeben ist und nur zu einem geringen Teil vom einem einzelnen Menschen selber geschaffen wird, das Handeln als einen sozialen Akt (vgl. Schütz/Luckmann 1979: 27).
Die Lebenswelt ist der „unbefragte Boden aller Gegebenheiten“ und „(…) die Wirklichkeitsregion, in die der Mensch eingreifen und die er verändern kann, in dem er in ihr durch die Vermittlung seines Leibes wirkt. Zugleich beschränken die in diesem Bereich vorfindlichen Gegenstände und Ereignisse, einschließlich des Handelns und der Handlungsereignisse anderer Menschen, seine freien Handlungsmöglichkeiten.“ (Schütz/Luckmann 1979: 25)
Die Lebenswelt ist somit Schauplatz und Zielgebiet des wechselseitigen Handelns und stellt eine Wirklichkeit dar, die Akteure durch ihre Handlungen modifizieren und die andererseits deren Handlungen modifiziert (vgl. Schütz/Luckmann 1979: 28). In diesem Sinne bietet die Lebenswelt ein Handlungsfeld, in dem die Akteure tätig sind bzw. in dem sie handeln. Die Möglichkeitsdimensionen sind umfassend und zugleich einschränkend, da auf der einen Seite unzählige Optionen offen und auf der anderen Seite Grenzen gegeben sind.
0 Einleitung: Diese Einleitung führt in die systemisch und handlungstheoretisch orientierte Thematik ein und definiert das Ziel, die Beziehung zwischen Lernkulturen und der Entwicklung kompetenten Handelns zu untersuchen.
1 Die Grundbegriffe „Handeln“, „Kompetenz“ und „Lernkultur“: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem die Begriffe Handeln, Kompetenz und Lernkultur definiert und in den wissenschaftlichen Kontext eingebettet werden.
2 Lernkulturen im organisatorischen Kontext: Hier erfolgt die Einordnung von Lernkulturen in den unternehmerischen Kontext unter Berücksichtigung von Personal- und Organisationsentwicklung.
3 Lernkulturen und die Entwicklung kompetenten Handelns: Dieses Kapitel analysiert operative Aspekte, multimediale Lernformen und kooperative Arbeitsformen zur direkten Förderung von Kompetenzen.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Komplexität sowie die Grenzen einer universellen Modellierung von Lernkulturen im wirtschaftlichen Kontext.
Lernkultur, Kompetenzentwicklung, Handeln, Lebenswelt, Organisationale Kompetenz, Personalentwicklung, Selbstorganisation, Lebenslanges Lernen, Handlungskompetenz, Organisationsentwicklung, Systemtheorie, Wissensmanagement, Multimedia, Kooperative Arbeitsformen, Individuelles Lernen
Die Arbeit untersucht, wie Lernkulturen dazu beitragen können, kompetentes Handeln von Individuen und Organisationen in einem sich ständig wandelnden wirtschaftlichen Umfeld zu fördern.
Die zentralen Themen umfassen die systemische Verankerung von Lernen in Unternehmen, die Entwicklung von Kompetenzen im Arbeitsalltag sowie die Gestaltung von Lernarrangements durch Führungskräfte.
Das Ziel ist es, einen theoretischen und praktischen Rahmen für die Einführung von Lernkulturkonzepten zu schaffen, um die Handlungsfähigkeit von Unternehmen angesichts zunehmender Komplexität zu erhöhen.
Es wird ein systemischer und handlungstheoretischer Ansatz gewählt, der theoretische Konzeptionen mit einer Analyse der betrieblichen Praxis verknüpft.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Grundlegung der Grundbegriffe, die Anwendung im organisatorischen Kontext und die spezifische Förderung durch Medien und Kooperation.
Die Arbeit fokussiert auf Begriffe wie Lernkultur, Kompetenzentwicklung, Selbstorganisation, Handeln und organisationale Wissensbasis.
Das Management nimmt eine Katalysatorfunktion ein, indem es Rahmenbedingungen schafft, die Partizipation fördern und eine Vorbildrolle bei der Reflexion von Lernprozessen einnimmt.
Traditionelle Lehrkulturen waren stark an standardisierter Qualifizierung orientiert, während neue Lernkulturen stärker auf Selbstorganisation, informelles Lernen und die Entwicklung von Meta-Kompetenzen setzen.
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