Diplomarbeit, 2003
106 Seiten, Note: 2,3
1. EINLEITUNG
1.1 AUSGANGSLAGE
1.2 ZIELDEFINITION
1.3 RAHMENBEDINGUNGEN
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 KONTINUITÄT UND WANDEL IM KINDERTAGESSTÄTTENGESETZ
2.2 TRÄGERSTRUKTUREN IM KINDER- UND JUGENDHILFESYSTEM
3. KOSTENRECHNUNG
3.1 BETRIEBSKOSTENSYSTEMATIK IN KINDERTAGESSTÄTTEN
3.1.1 Definition und Abgrenzung der Betriebskosten
3.1.2 Gliederung nach Betriebskostenbereichen
3.2 BETRIEBSKOSTENANALYSE DER RANGSDORFER KITAS
3.3 VERGLEICH DER BETRIEBSKOSTEN UNTERSCHIEDLICHER KITAS
4. ANALYSE VON EINSPARPOTENTIALEN
4.1 KOMMUNALE STEUERUNGSINSTRUMENTE FÜR KITAS FREIER TRÄGER
4.1.1 Finanzierungsstruktur der Kitas in freier Trägerschaft
4.1.2 Zuschüsse des Leistungsverpflichteten an den freien Träger
4.1.2.1 Personalkosten
4.1.2.2 Restfinanzierung
4.1.3 Eigenleistungen freier Träger
4.2 INSTRUMENTE ZUR STEUERUNG VON KITAS IM RAHMEN DES NSM
5. THESENARTIGE ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
Ziel der Arbeit ist es, die Gemeindevertreter von Rangsdorf bei ihrer Entscheidung über eine mögliche Übertragung der kommunalen Kindertagesstätten an freie Träger zu unterstützen, indem tatsächlich anfallende Betriebskosten veranschaulicht und Instrumente des Neuen Steuerungsmodells (NSM) für eine effizientere Verwaltung aufgezeigt werden.
3.1.1 Definition und Abgrenzung der Betriebskosten
„Kosten sind der in Geld bewertete Verzehr von wirtschaftlichen Gütern materieller und immaterieller Art zur Erstellung und zum Absatz von Sach- und/oder Dienstleistungen sowie zur Schaffung und Aufrechterhaltung der dafür notwendigen Teilkapazitäten.“ Kosten werden üblicherweise aus dem Aufwand hergeleitet und beziehen sich auf den betriebsbedingten und betriebstypischen Werteverzehr während einer Rechnungsperiode. „Kosten“ ist ein Zentralbegriff für die Wirtschaftlichkeit der Verwaltung im Rahmen einer modernen Steuerung, da hiermit nicht Einnahmen und Ausgaben, also Zahlungsvorgänge, sondern die tatsächlichen Wertveränderungen erfasst werden.
In einer Kostenrechnung werden die Kosten nach Kostenarten, Kostenstellen und Kostenträgern systematisch erfasst und dargestellt. Die zentrale Aufgabenstellung der Kostenrechnung besteht in der Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen, „wie sie für die vorausschauende und Effizienzkriterien erfüllende Führung von Unternehmen benötigt werden“.
Betriebskosten im Sinne des § 15 Absatz 1 und 2 des KitaG sind „die angemessenen Personal- und Sachkosten, die durch den nach § 45 Absatz 1 Satz 1 SBG VIII erlaubten Betrieb einer Tageseinrichtung für Kinder entstehen, die die Voraussetzungen dieses Gesetzes erfüllt und grundsätzlich allen Kindern offen steht“.
1. EINLEITUNG: Darstellung der aktuellen Umbruchsituation in der Kindertagesbetreuung und Begründung der Untersuchung für die Gemeinde Rangsdorf.
2. THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Erläuterung der gesetzlichen Grundlagen, insbesondere des Kita-Gesetzes Brandenburg, und der Trägerstrukturen im Jugendhilfesystem.
3. KOSTENRECHNUNG: Detaillierte Herleitung der Betriebskostensystematik und Durchführung der Analyse für die Kitas der Gemeinde Rangsdorf.
4. ANALYSE VON EINSPARPOTENTIALEN: Untersuchung der Möglichkeiten zur Steigerung der Effizienz und Einführung von Steuerungsinstrumenten im Rahmen eines Trägerwechsels.
5. THESENARTIGE ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE: Thesenartige Beantwortung zentraler Fragestellungen hinsichtlich der Vor- und Nachteile eines Trägerwechsels.
Kindertagesstätten, Betriebskosten, Effizienzanalyse, öffentliche Trägerschaft, freie Trägerschaft, Kindertagesstättengesetz, Kostenrechnung, Einsparpotentiale, Neues Steuerungsmodell, Personalaufwand, Sachkosten, Kita-Finanzierung, Bedarfsplanung, Zuschüsse, Verwaltungsmanagement
Die Arbeit untersucht die Betriebskosten von vier Kindertagesstätten in der Gemeinde Rangsdorf, um die Auswirkungen einer möglichen Übertragung von kommunaler in freie Trägerschaft fundiert zu bewerten.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Kostenrechnung in Kitas, die rechtlichen Rahmenbedingungen der Kinderbetreuung in Brandenburg sowie Möglichkeiten der wirtschaftlichen Steuerung durch das Neue Steuerungsmodell (NSM).
Das Ziel ist die Unterstützung der Gemeindevertreter bei der Meinungsbildung zur Kitaträgerschaft durch transparente Kostenanalysen und die Bereitstellung einer Entscheidungsgrundlage.
Es wird eine detaillierte Kostenrechnung auf Basis der „Systematik der Kostenarten in Kindertagesstätten des Landes Brandenburg“ angewendet, ergänzt durch eine Analyse von Einsparpotentialen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der Betriebskosten, die Identifikation von Sparpotentialen durch kommunale Steuerungsinstrumente und die Prüfung von Trägerkonzepten.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Betriebskosten, Effizienzanalyse, Kita-Finanzierung, freie und öffentliche Trägerschaft sowie das Neue Steuerungsmodell (NSM).
Personalkosten machen mit etwa 73 Prozent den größten Anteil an den Betriebskosten aus, weshalb die Steuerung des Personaleinsatzes entscheidend für die wirtschaftliche Betriebsführung ist.
Da die Personalkosten weitgehend unabhängig von der tatsächlichen Anwesenheit der Kinder anfallen, entstehen bei Unterauslastung finanzielle Ineffizienzen, die durch moderne Steuerungsinstrumente gemildert werden sollen.
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