Bachelorarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Thematische Hinführung und Herleitung der Fragestellung
1.2 Operationalisierung der Fragestellung und Gang der Untersuchung
2. Grundlagen zur Qualitätssteigerung und Prozessoptimierung
2.1 Qualität und ihre Eigenschaften
2.1.1 Unternehmerisches Qualitätsverständnis
2.1.2 Multidimensionalität der Qualität
2.2 Prozesse und ihre Eigenschaften
2.2.1 Definition des Fachbegriffs Prozess
2.2.2 FAU-Prozessmodell: Führungs-, Ausführungs- und Unterstützungsprozesse
2.3 Einflussgrößen auf das Prozessverhalten und die Prozessqualität
3. Betriebe und ihre Gliederungsmöglichkeiten
3.1 Definition, Klassifizierung und Typisierung von Betrieben
3.2 Gliederung der Industrie- und Handwerksbetriebe nach Produktionstypen
3.2.1 Bestimmung unterschiedlicher Produktionstypen
3.2.2 Produktionstyp 1 – Auftragsorientierte Einzelfertigung
3.2.3 Produktionstyp 2 – Marktorientierte Massenfertigung
3.2.4 Produktionstyp 3 – Gemischte Serienfertigung
3.2.4.1 Ausprägungsformen der gemischten Serienfertigung
3.2.4.2 Mass-Customization
4. QM-Strategien zur Qualitätssteigerung und Prozessoptimierung
4.1. QM-Strategie Kaizen
4.1.1 Philosophie von Kaizen
4.1.2 Beseitigung von Muda, Muri und Mura
4.1.3 Personenorientiertes Kaizen
4.1.4 Gruppenorientiertes Kaizen
4.2 QM-Strategie Poka-Yoke
4.2.1 Philosophie von Poka-Yoke
4.2.2 Prozessorientiertes Poka-Yoke
4.2.3 Produktorientiertes Poka-Yoke
4.3 QM-Strategie Prozesswirkungsgradanalyse
4.3.1 Philosophie der Prozesswirkungsgradanalyse
4.3.2 Leistungsarten der Prozesse
4.3.3 Vorgehensweise zur Gewinnung des Prozesswirkungsgrades
4.4 QM-Strategie Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse
4.4.1 Philosophie der Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse
4.4.2 Risikobewertung mit der Risikoprioritätszahl
4.4.3 Vorgehensweise der Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse
4.5 QM-Strategie Six-Sigma
4.5.1 Philosophie von Six-Sigma
4.5.2 Verteilungstypen – Approximation und nicht-lineare Transformation
4.5.3 DMAIC-Standardmethode
4.5.4 Design-for-Six-Sigma
4.6 Abschließende Bemerkungen zu den QM-Strategien
5. Einsatz und Nutzen der QM-Strategien bei den unterschiedlichen Betriebstypen
5.1 Einsatz und Nutzen der QM-Strategien bei auftragsorientierter Einzelfertigung
5.1.1 Vorbemerkungen
5.1.2 Kaizen – Auftragsorientierte Einzelfertigung
5.1.3 Poka-Yoke – Auftragsorientierte Einzelfertigung
5.1.4 Prozesswirkungsgradanalyse – Auftragsorientierte Einzelfertigung
5.1.5 Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse – Auftragsorientierte Einzelfertigung
5.1.6 Six-Sigma – Auftragsorientierte Einzelfertigung
5.2 Einsatz und Nutzen der QM-Strategien bei marktorientierter Massenfertigung
5.2.1 Vorbemerkungen
5.2.2 Kaizen – Marktorientierte Massenfertigung
5.2.3 Poka-Yoke – Marktorientierte Massenfertigung
5.2.4 Prozesswirkungsgradanalyse – Marktorientierte Massenfertigung
5.2.5 Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse – Marktorientierte Massenfertigung
5.2.6 Six-Sigma – Marktorientierte Massenfertigung
5.3 Einsatz und Nutzen der QM-Strategien bei Mass-Customization
5.3.1 Vorbemerkungen
5.3.2 Kaizen – Mass-Customization
5.3.3 Poka-Yoke – Mass-Customization
5.3.4 Prozesswirkungsgradanalyse – Mass-Customization
5.3.5 Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse – Mass-Customization
5.3.6 Six-Sigma – Mass-Customization
6. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Anwendbarkeit spezifischer Qualitätsmanagement-Strategien auf unterschiedliche Produktionstypen im verarbeitenden Gewerbe zu untersuchen, um Anhaltspunkte für eine effiziente Prozessoptimierung zu gewinnen. Die Arbeit analysiert hierzu theoretische Grundlagen und überträgt diese auf realitätsvereinfachte (Ideal-)Produktionstypen, um den Nutzen der Strategien in verschiedenen betrieblichen Kontexten zu bewerten.
3.2.2 Produktionstyp 1 – Auftragsorientierte Einzelfertigung
Ein (Ideal-)Produktionstyp ist die auftragsorientierte Einzelfertigung, welche aus der Produktionssituation 2 entspringt und zugleich auch eine der beiden Extremtypen darstellt. Der Konsumtheorie von Lancaster folgend beschreibt Piller, dass die Präferenzen eines Kunden sich nicht direkt auf ein Produkt richten, sondern auf bestimmte Eigenschaften, die dem Produkt innewohnen. Ein Produkt wird demnach als ein Bündel (eine Kombination) von Produkteigenschaften verstanden. Ausgangsbasis ist dabei die Annahme, dass jeder Kunde eine mehr oder weniger genaue Vorstellung von seinem „perfekten Produkt“ – in Form eines konkreten Bündels an Produkteigenschaften – besitzt. Weist ein Produkt ein Eigenschaftsbündel auf, welches deckungsgleich mit der abstrakten Idee des Kunden vom „perfekten Produkt“ ist, so befindet es sich hierbei auf dem sog. Idealpunkt. Die Kaufpräferenz seitens des Kunden ist umso höher, je geringer der Abstand des Produkts zu dessen individuellem Idealpunkt (Präferenzstruktur) ist. Die Hauptabsicht der auftragsorientierten Einzelfertigung ist eine aus Sicht des Kunden optimale Zusammenstellung von Produkteigenschaften, d.h. die Erreichung des Idealpunktes. Dabei wird ein Produkt entsprechend kundenspezifischer Anforderungen von Grund auf neu entwickelt, konstruiert und produziert. Nachfolgend werden die wesentlichen Charakteristika der auftragsorientierten Einzelfertigung bezüglich ihrer Komplexität und Variabilität, Fertigungsorganisation, Arbeitsorganisation und Leistungserstellung erläutert.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Wettbewerbsfaktoren Qualität, Kosten und Zeit ein und leitet die Forschungsfrage bezüglich der Anwendbarkeit von QM-Strategien in Betrieben des verarbeitenden Gewerbes her.
2. Grundlagen zur Qualitätssteigerung und Prozessoptimierung: Hier wird ein unternehmerisches Qualitätsverständnis definiert, die Dimensionen der Qualität erläutert sowie der Fachbegriff Prozess hinsichtlich seiner Struktur und Wertschöpfung grundlegend geklärt.
3. Betriebe und ihre Gliederungsmöglichkeiten: In diesem Kapitel werden Betriebe klassifiziert und zur Vereinfachung der Analyse drei (Ideal-)Produktionstypen hergeleitet, die als Basis für die weitere Untersuchung dienen.
4. QM-Strategien zur Qualitätssteigerung und Prozessoptimierung: Dieses Kapitel untersucht die fünf ausgewählten QM-Strategien (Kaizen, Poka-Yoke, Prozesswirkungsgradanalyse, FMEA und Six-Sigma) detailliert auf ihre Denk- und Vorgehensweisen.
5. Einsatz und Nutzen der QM-Strategien bei den unterschiedlichen Betriebstypen: Hier findet die ausführliche Diskussion der Anwendbarkeit der QM-Strategien auf die drei zuvor definierten (Ideal-)Produktionstypen statt.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit wertend zusammen und gibt einen strukturierten Überblick über den Einsatz und Nutzen der untersuchten QM-Strategien für die verschiedenen Betriebstypen.
Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung, Kaizen, Poka-Yoke, Prozesswirkungsgradanalyse, Fehler-Möglichkeits- und Einflussanalyse, FMEA, Six-Sigma, Produktionstypen, Auftragsorientierte Einzelfertigung, Marktorientierte Massenfertigung, Mass-Customization, Prozessqualität, Produktqualität, Wertschöpfung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Anwendbarkeit von fünf ausgewählten Qualitätsmanagement-Strategien (Kaizen, Poka-Yoke, Prozesswirkungsgradanalyse, FMEA und Six-Sigma) zur Prozessoptimierung in verschiedenen Betriebstypen des verarbeitenden Gewerbes.
Zentrale Themen sind die Definition und Operationalisierung von Qualitätsbegriffen, die Systematisierung von Produktions- und Betriebstypen sowie die methodische Analyse und Anwendbarkeitsbewertung spezifischer QM-Strategien.
Die Forschungsfrage lautet: Inwieweit lassen sich die untersuchten QM-Strategien zur Qualitätssteigerung und Prozessoptimierung bei Betrieben des verarbeitenden Gewerbes, bezogen auf den Leistungserstellungsprozess, in der Praxis anwenden?
Die Arbeit nutzt eine realitätsvereinfachende Modellbetrachtung durch die Herleitung von (Ideal-)Produktionstypen, um auf Basis dieser Merkmalsausprägungen schlüssige Überlegungen zur Anwendbarkeit der QM-Strategien zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Prozessen und Betrieben, eine detaillierte Darstellung der QM-Methoden sowie die spezifische Diskussion der Anwendbarkeit dieser Methoden auf die drei definierten Produktionstypen.
Die Arbeit ist charakterisiert durch Begriffe wie Qualitätsmanagement, Prozessoptimierung, Kaizen, Six-Sigma, FMEA, Produktionstypen, Einzelfertigung, Massenfertigung und Mass-Customization.
Aufgrund der hohen Prozessindividualität und geringen Stückzahlen in der Einzelfertigung fehlen oft die für eine statistische Analyse erforderlichen großen Stichprobenumfänge, was die Durchführung der DMAIC-Phasen erschwert.
Die Gruppenarbeit wird als wesentlicher Kernfaktor hervorgehoben, der die Wirksamkeit der Strategien entscheidend beeinflusst, da sie die notwendigen Kompetenzen zur Problemanalyse und Lösungsfindung bündelt.
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