Bachelorarbeit, 2010
29 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung – Spracherwerb
2. Hauptteil –
Was Kinder während des Spracherwerbs lernen müssen:
Wörter und Regeln
2.1 Wörter und Regeln –
Grundlagen des Spracherwerbs nach Chomsky und Pinker
2.1.1 Chomskys Universalgrammatik
2.1.2 Zum angeborenen Sprachinstinkt nach Pinker
2.2 Zur Pluralbildung im Deutschen
2.2.1 Überblick über die Systematik der Pluralformen nach Eisenberg
2.3 Die Pluralbildung im Deutschen im Zusammenhang mit der Wörter und Regeltheorie
2.3.1 Studien „pro“:
2.3.2 Studien „contra“:
2.4 Ergänzende Kritik zur Wörter- und Regeltheorie – Gisela Szagun
3. Zusammenfassung
4. Fazit
5. Quellenverzeichnis
Die Bachelorarbeit untersucht den kindlichen Spracherwerb am Beispiel der Pluralbildung im Deutschen und analysiert diesen unter dem Aspekt der Wörter- und Regeltheorie. Ziel ist es, die Gültigkeit der dualistischen Theorie von Noam Chomsky und Steven Pinker durch eine analytische Gegenüberstellung wissenschaftlicher Studien zu prüfen.
2.1.1 Chomskys Universalgrammatik
Der am 7. Dezember 1928 in Philadelphia geborene Avram Noam Chomsky lernte durch seinen Vater bereits als Kind die Sprachwissenschaft kennen. Als Hebraist hat sich William Chomsky mit „der hebräischen Sprache und [deren] Kultur“ beschäftigt und somit vielleicht die Zukunft seines Sohnes hinsichtlich der Wissenschaft bedeutend geprägt.
Noam Chomsky entschied sich nach dem Schulabschluss für ein Studium der Linguistik und Philosophie, welches er an der Universität von Pennsylvania begann, dann einige Jahre in Harvard fortsetzte und schließlich wieder in Pennsylvania erfolgreich abschloss.
Sein wohl berühmtestes Buch Syntactic Structures wurde im Jahre 1957 veröffentlicht. Es entwickelte sich schnell zu „einem der bekanntesten Werke der Linguistik“. In diesem Buch, das eigentlich nur ein Auszug aus seiner Doktorarbeit Logical Structure of Linguistic Theory darstellt, erklärt Chomsky erstmals ausführlich seine Hypothesen von der Transformationsgrammatik.
1. Einleitung – Spracherwerb: Einführung in die Thematik des kindlichen Spracherwerbs und Darstellung der zentralen Fragestellung bezüglich der Wörter- und Regeltheorie.
2. Hauptteil – Was Kinder während des Spracherwerbs lernen müssen: Wörter und Regeln: Theoretische Herleitung der Konzepte von Chomsky und Pinker sowie Einordnung der Pluralbildung als zentrales Untersuchungsfeld.
2.1 Wörter und Regeln – Grundlagen des Spracherwerbs nach Chomsky und Pinker: Erläuterung der Universalgrammatik und des Konzepts des angeborenen Sprachinstinkts als Basis für das duale Modell.
2.1.1 Chomskys Universalgrammatik: Detaillierte Betrachtung der biographischen und theoretischen Hintergründe von Noam Chomsky und seiner Definition der Universalgrammatik.
2.1.2 Zum angeborenen Sprachinstinkt nach Pinker: Analyse von Steven Pinkers Erweiterung der Theorie und seiner Definition der Wörter- und Regeltheorie im Kontext der unregelmäßigen Verben.
2.2 Zur Pluralbildung im Deutschen: Vorstellung der grammatischen Grundlagen der deutschen Pluralformen anhand der Systematik von Peter Eisenberg.
2.2.1 Überblick über die Systematik der Pluralformen nach Eisenberg: Kategorisierung der Substantive in verschiedene Pluralklassen und Diskussion der Markiertheit.
2.3 Die Pluralbildung im Deutschen im Zusammenhang mit der Wörter und Regeltheorie: Überleitung zur wissenschaftlichen Diskussion und Vorstellung verschiedener empirischer Forschungsansätze.
2.3.1 Studien „pro“: Präsentation von Studien, die das duale Modell stützen, etwa durch Beobachtung von Defaultregeln bei der Pluralbildung.
2.3.2 Studien „contra“: Darstellung kritischer Untersuchungen, die alternative Ansätze wie das Schemata-Lernen oder die Annahme einer Vermeidungsstrategie favorisieren.
2.4 Ergänzende Kritik zur Wörter- und Regeltheorie – Gisela Szagun: Auseinandersetzung mit der Position Gisela Szaguns, die das deutsche Pluralsystem als System multipler Regelhaftigkeiten interpretiert.
3. Zusammenfassung: Synthese der behandelten Theorien und der Ergebnisse der verschiedenen vorgestellten Studien.
4. Fazit: Abschließende Bewertung der Gültigkeit der Wörter- und Regeltheorie für den kindlichen Spracherwerb im Deutschen.
5. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Literatur und elektronischen Ressourcen.
Spracherwerb, Wörter- und Regeltheorie, Universalgrammatik, Sprachinstinkt, Pluralbildung, Mentales Lexikon, Duales Modell, Defaultregel, Übergeneralisierung, Schemata-Lernen, Morphologie, Sprachwissenschaft, Kindliche Grammatik, Regelhaftigkeit, Sprachproduktion.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem kindlichen Spracherwerb, speziell mit der Frage, wie Kinder die Pluralbildung im Deutschen erlernen und ob dies durch die „Wörter- und Regeltheorie“ erklärt werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die Spracherwerbsforschung nach Chomsky und Pinker, die morphologische Systematik des deutschen Plurals sowie die empirische Überprüfung dieser Theorien durch verschiedene Fallstudien.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, ob das duale Modell von Wörtern (Lexikon) und Regeln (Grammatik) ausreicht, um den Erwerb der deutschen Pluralformen bei Kindern zu erklären.
Die Arbeit nutzt eine analytische Literaturrecherche und einen Vergleich bereits bestehender empirischer Studien (Pro- und Contra-Studien), um die Gültigkeit der Theorie zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des dualen Modells, die Vorstellung der Systematik nach Eisenberg sowie eine ausführliche Auswertung von Studien, die für oder gegen die Regeltheorie sprechen.
Die wichtigsten Begriffe sind Spracherwerb, Wörter- und Regeltheorie, Pluralbildung, Mentales Lexikon, Universalgrammatik und Übergeneralisierung.
Der s-Plural wird in vielen Studien als „Default“- oder Regelform diskutiert, die von Kindern besonders bei neuen oder erfundenen Wörtern zur Pluralbildung verwendet wird, was als Beleg für das duale Modell angeführt wird.
Kritiker wie Köpcke argumentieren, dass Kinder eher Schemata und Ähnlichkeiten nutzen, anstatt abstrakte Regeln anzuwenden, und halten das Lernen durch Auswendiglernen oder Mustereigenschaften für plausibler.
Da sie in ihren Ergebnissen gegen die Annahme eines eindeutigen Default-Affixes argumentiert und stattdessen eine Redefinition des Begriffs fordert, was der reinen Lehre der Wörter- und Regeltheorie widerspricht.
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