Bachelorarbeit, 2012
67 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Vereinbarkeit von Studium und Kind als Teil des Hochschulmarketings
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Abgrenzung der Themenstellung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen
2.1 Marketing im Hochschulbereich
2.1.1 Definition und Eingrenzung des Begriffs Hochschule
2.1.2 Ableitung und Definition des Begriffs Hochschulmarketing
2.1.3 Instrumente des Hochschulmarketings
2.2 Die Hochschulwebsite als Marketinginstrument
2.2.1 Definition des Begriffs Website
2.2.2 Bedeutung der Website im Hochschulmarketing
2.3 Die Zielgruppe: Studierende mit Kind
3 Untersuchung der Web-Kommunikation von Hochschulen
3.1 Auswahl der Hochschulen
3.2 Kriterien für die Untersuchung
4 Ergebnisse der Website-Untersuchung
4.1 Angebotsspektrum
4.2 Auffindbarkeit des Angebots
4.3 Bündelung der Informationen
4.4 Qualität der Informationsaufbereitung
4.5 Aktualität der Informationen
4.6 Verantwortlichkeit
4.7 Zielgruppe
4.8 Kommunikationsstrategie
4.9 Information vs. Marketing
4.10 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse
5 Empfehlungen für zielgruppengerechte Web-Kommunikation
6 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie staatliche Hochschulen in Deutschland das Thema „Vereinbarkeit von Studium und Kind“ als Marketinginstrument zur Positionierung im Wettbewerb und zur Gewinnung von Studierenden auf ihren Websites kommunizieren.
Die Botschaft
Zunächst einmal muss sich die Hochschule darüber im Klaren sein, was genau sie dem Betrachter ihrer Website vermitteln will. Zentraler Punkt bei der Web-Kommunikation eines Unternehmens, das sich und seine Produkte vom Wettbewerb abgrenzen will, sollte die „Nutzenargumentation“ (Kilian & Langer 2010, S. 38) sein. Das bedeutet es muss die Sicht der Zielgruppe im Mittelpunkt stehen und aus dieser Sicht argumentiert werden. Der Consumer Benefit ist die zentrale Botschaft. Wenn sich eine Hochschule profilieren und gezielt Studierende mit Kind gewinnen möchte, dann sollte die gesamte Kommunikation darauf hinauslaufen, welche Vorteile ihnen ein Studium an genau dieser Hochschule bringt. So wie das wichtigste Verkaufsargument privater Hochschulen die Vereinbarkeit von Studium und Beruf ist, könnten staatliche Hochschulen also bspw. die Vereinbarkeit von Studium und Kind publizieren.
Dabei ist der Unterschied zwischen der „Nutzenargumentation“ und der bisher üblichen Kommunikationsweise dieses Themas, dass der Nutzen für die Zielgruppe bisher eher indirekt übermittelt wird, indem möglichst viele Informationen zur Verfügung gestellt werden, welche in erster Linie deskriptiver Natur sind. Dies führt dazu, dass die Vereinbarkeit von Studium und Kind im Allgemeinen als Problem wahrgenommen wird, das gelöst werden will. Die Hochschulen präsentieren sich dabei selbst als Helfer in dieser problematischen Situation. Aber kann man da wirklich eine Mutter oder einen Vater davon überzeugen, nochmal ein Studium zu beginnen?
1 Vereinbarkeit von Studium und Kind als Teil des Hochschulmarketings: Einführung in die demografische Problematik und die Notwendigkeit für Hochschulen, sich familienfreundlich zu positionieren.
2 Begriffliche und theoretische Grundlagen: Erläuterung der Konzepte Hochschulmarketing, der Bedeutung von Websites als Marketinginstrumente sowie der Lebenssituation studierender Eltern.
3 Untersuchung der Web-Kommunikation von Hochschulen: Darlegung der Auswahl der untersuchten Hochschulen und der Kriterien für die methodische Website-Analyse.
4 Ergebnisse der Website-Untersuchung: Präsentation der empirischen Befunde zu Angeboten, Auffindbarkeit und Qualität der Informationsdarstellung auf den Webseiten.
5 Empfehlungen für zielgruppengerechte Web-Kommunikation: Ableitung konkreter Strategien zur Optimierung der Kommunikation hinsichtlich Botschaft, Zielgruppenansprache und technischer Gestaltung.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit einer strategischen Anpassung der Hochschulkommunikation.
Hochschulmarketing, Web-Kommunikation, Vereinbarkeit von Studium und Kind, Familienfreundlichkeit, Studierende mit Kind, Website-Analyse, Zielgruppenorientierung, Marketinginstrumente, staatliche Hochschulen, Bologna-Prozess, demografischer Wandel, Hochschulmanagement, Informationsaufbereitung.
Die Arbeit untersucht, wie deutsche staatliche Hochschulen das Thema „Vereinbarkeit von Studium und Kind“ auf ihren Websites aufbereiten und als Marketingargument nutzen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Hochschulmarketing, den Besonderheiten der Web-Kommunikation im Bildungssektor und der spezifischen Lebenssituation von Studierenden mit Kind.
Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der aktuellen Web-Kommunikation deutscher Hochschulen zu diesem Thema sowie die Ableitung von Empfehlungen für eine zielgruppengerechte Ansprache.
Es wurde eine Website-Analyse von 24 ausgewählten Hochschulwebsites basierend auf neun vordefinierten Kriterien durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Hochschulmarketings, die Analyse der Web-Kommunikation (Methodik und Ergebnisse) sowie die darauf aufbauenden Empfehlungen.
Wichtige Begriffe sind Hochschulmarketing, Vereinbarkeit von Studium und Kind, Familienfreundlichkeit und Web-Kommunikation.
Die Analyse zeigt, dass relevante Informationen oft zu stark versteckt sind, was dazu führt, dass die Zielgruppe die Angebote nicht wahrnimmt oder die Orientierung verliert.
Die Untersuchung der Mitglieder des „Best-Practice-Club Familie in der Hochschule“ dient als Vergleichsgruppe, um zu prüfen, ob zertifizierte Familienfreundlichkeit auch in der Web-Kommunikation deutlich erkennbar ist.
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