Bachelorarbeit, 2012
57 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Schönheitspraktiken
2.1 Schönheit
2.2 Schönheitsideal
2.3 Optimierung des Selbst: Schönheitspraktiken
2.4 Schönheit und Macht
3 Ernährungsstile
3.1 Diäten
3.2 Umgang mit Essen
3.3 Essen und Macht
4 Soziale Schicht
4.1 Definition sozialer Schichten
4.2 Klassengeschmack nach Pierre Bourdieu
5 Empirische Analyse und Auswertung der Frauenzeitschriften
5.1 Einleitung
5.2 Methodisches Vorgehen
5.2.1 Soziale Schicht
5.2.2 Ernährung und Schönheit
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Zeitschriften für Unter-, Mittel- und Oberschicht
5.3.2 Schichtspezifische Ernährungsstile als Schönheitspraktiken
5.3.3 Zusammenfassung
6 Fazit
Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Ernährungsstilen und Schönheitspraktiken in verschiedenen sozialen Schichten, analysiert anhand von Frauenzeitschriften, um aufzuzeigen, wie diese als Distinktionsmerkmale innerhalb moderner Gesellschaften fungieren.
2.1 Schönheit
Der Begriff Schönheit ist nicht leicht zu fassen. Obwohl keine wissenschaftlich korrekte Definition vorhanden ist, gibt es Möglichkeiten, sich dem Begriff zu nähern. So hat Schönheit einen eindeutigen Gegenbegriff: Hässlichkeit. Schönheit ist also relational zur Hässlichkeit zu verstehen. Sie hat etwas mit einem ästhetischen Urteil zu tun, da jede Person in der Lage ist, jemanden oder etwas als schön oder nicht schön zu beurteilen. Trapp (2001, zitiert nach Posch 2009: 21) verfasst eine „Minimaldefinition des Schönen“, demnach das Schöne „die Leerformel für das Begehrte“ sei, „schön“ wird genannt, worauf sich die Wünsche des Menschen richten. Der Begriff der Schönheit ist kulturell bedingt und sei Degele zufolge von Attraktivität und von Schönheitshandeln abzugrenzen. Sie beschreibt Schönheit als „massenmedial produzierte und im Alltag relevante Auffassung von dem, was Schönheit als hegemoniale Norm im medial-öffentlichen Diskurs in Abgrenzung zum Nicht-Schönen oder Hässlichen ist oder sein soll“ (Degele 2004: 11). Hingegen sei Attraktivität geknüpft an die Darstellung und befinde sich zwischen den Komponenten „Körperschönheit“ und der Kompetenz sich darzustellen (Degele 2004: 11). Schönheitshandeln beschreibt wiederum einen Prozess, zielt auf Aufmerksamkeit, dient der Kommunikation und der Darbietung des Selbst zum Erhalt der eigenen Identität (vgl. Degele 2004: 10 f.).
Was in einer Gesellschaft als schön empfunden wird, ist einem stetigen Wandel unterworfen. Schönheitsideale sind kulturell konstruiert und abhängig vom jeweiligen gesellschaftlichen und historischen Kontext (vgl. Penz 2010: 14; Posch 2009: 24). Folgend wird genauer erklärt, wie das eingangs beschriebene aktuelle Schönheitsideal der Schlankheit und Jugendlichkeit entstanden ist und welche Hintergründe dazu führten.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der körperlichen Optimierung im Kontext gesellschaftlicher Schönheitsideale und Vorstellung der Forschungsfrage.
2 Schönheitspraktiken: Theoretische Auseinandersetzung mit dem Schönheitsbegriff, der Entstehung von Schönheitsidealen und der bewussten Optimierung des Selbst.
3 Ernährungsstile: Analyse von Diätverhalten, der Bedeutung des Essens im modernen Alltag und der symbolischen Machtausübung durch Ernährung.
4 Soziale Schicht: Theoretische Einordnung der Schichtmodelle sowie Darstellung von Bourdieus Konzept des Klassengeschmacks und des Habitus.
5 Empirische Analyse und Auswertung der Frauenzeitschriften: Praktische Untersuchung verschiedener Zeitschriften hinsichtlich ihrer Adressaten und der dort vermittelten Ernährungs- und Schönheitsideale.
6 Fazit: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse und Bestätigung der Hypothese über den Zusammenhang von Ernährungsstil, Schönheitspraktik und sozialer Schicht.
Schönheitspraktiken, Ernährungsstile, soziale Schicht, Frauenzeitschriften, Pierre Bourdieu, Distinktion, Körperbild, Diäten, Habitus, Konsumverhalten, Schönheitsideal, Klassengeschmack, gesellschaftliche Ungleichheit, Körpernormen, Identitätsstiftung
Die Arbeit untersucht, wie Ernährungsstile von Frauen als bewusste Schönheitspraktiken genutzt werden und wie diese Praktiken zur sozialen Distinktion zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten beitragen.
Die Arbeit verknüpft die Bereiche Soziologie, Ernährungswissenschaften und Medienanalyse, wobei insbesondere der Einfluss sozialer Schichten auf das individuelle Schönheitsideal beleuchtet wird.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Ernährungsentscheidungen in Frauenzeitschriften nicht neutral sind, sondern gezielt sozio-kulturelle Gruppen ansprechen und Grenzen zwischen sozialen Schichten aufrechterhalten.
Es handelt sich um eine empirische Analyse von Frauenzeitschriften, bei der die untersuchten Magazine durch Kriterien wie Preis, Werbeanzeigen und inhaltliche Schwerpunkte schichtspezifisch zugeordnet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Schönheit und Schichttheorien sowie eine detaillierte empirische Auswertung von sechs ausgewählten Frauenzeitschriften.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Schönheitspraktiken, Distinktion, Habitus, Klassengeschmack, soziale Schicht und die symbolische Bedeutung von Ernährung.
In der Arbeit wird deutlich, dass die Unterschicht eher durch Diäten und eine Einseitigkeit bei der Ernährung geprägt ist, während in der Oberschicht Ernährung als Distinktionsmerkmal kaum thematisiert wird, da dort ein schlanker Körper als Habitus vorausgesetzt wird.
Bourdieu liefert mit seinem Konzept des Habitus und des Klassengeschmacks das theoretische Grundgerüst, um zu erklären, warum soziale Gruppen ihre Identität über Ernährung und Geschmack ausdrücken und abgrenzen.
Frauenzeitschriften stellen ideale Untersuchungsobjekte dar, da sie einerseits spezifische soziale Milieus ansprechen und andererseits als Multiplikatoren für moderne Schönheitsideale und Ernährungsdiskurse fungieren.
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