Masterarbeit, 2013
83 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung, Forschungsfrage und Aufbau der Arbeit
2 Akademische Lehrtätigkeit
2.1 Universität als Arbeitsplatz
2.2 Hochschullehrende
2.2.1 Herausforderungen für Hochschullehrende
2.2.2 Spannungsfeld Forschung – Lehre
3 Kompetenzen für die Lehre
3.1 Kompetenzbegriff
3.2 Klassische Kompetenzklassifikation
3.3 Pädagogische Kompetenzen
3.4 Kompetenzen für die Hochschullehre
3.4.1 Lehrkompetenzmodell nach Stahr
3.4.2 Kompetenzmodell von Benz
3.4.3 Kompetenzen guter Hochschullehre nach Reichmann
3.4.4 Lehrkompetenzmodell nach Paetz et al.
3.4.5 Vergleich der Kompetenzmodelle für Hochschullehrende
4 Messung von Kompetenzen
4.1 Allgemeines zur Kompetenzmessung
4.2 Unterscheidung der Kompetenzmessverfahren
4.3 Gründe für Messung von Kompetenzen
5 Kompetenzmessung bei Hochschullehrenden
5.1 Messung der Kompetenzen gemäß Lehrkompetenzmodell nach Stahr
5.1.1 Hochschuldidaktische Fachkompetenz
5.1.2 Sozialkompetenz
5.1.3 Methodenkompetenz
5.1.4 Systemische Kompetenz
5.1.5 Selbstkompetenz
5.1.6 Ganzheitliche Messung
5.2 Grenzen der Kompetenzmessung bei Hochschullehrenden
5.3 Konsequenz aus den gewonnenen Erkenntnissen
6 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Masterarbeit besteht in der Beantwortung der Forschungsfrage, wie die Kompetenzen von Hochschullehrenden bestmöglich gemessen werden können. Dabei liegt der Fokus auf der Identifikation geeigneter Kompetenzmodelle für die Hochschullehre und der kritischen Analyse bestehender Messmethoden hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit, Validität und Relevanz für den universitären Kontext.
3.4.1 Lehrkompetenzmodell nach Stahr
Stahr hat in seinem Lehrkompetenzmodell für Hochschullehrende eine Aufteilung in fünf Kompetenzdimensionen vorgenommen: Hochschuldidaktische Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Systemkompetenz und Selbstkompetenz. Diese Unterteilung basiert auf einem Vorschlag der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik und eigenen weiterführenden, praxeologischen Gedanken von Fachexperten und ähnelt der in Kapitel 3.2 beschriebenen klassischen Kompetenzklassifikation. Die Begrifflichkeiten der systemischen Kompetenz sowie der hochschuldidaktischen Kompetenz werden in Kapitel 3.2 jedoch nicht genannt. Dies wird in Abbildung 6 dargestellt.
Im Mittelpunkt dieses Kompetenzmodells steht die Selbstkompetenz. Darunter versteht Stahr (2009) die Entwicklung einer individuellen Lehrpersönlichkeit. Dies hat den Grund, dass gemäß Stahr (Hochschul-)lehrende im besonderen dann überzeugend sein können, wenn sie in der Lage sind, ihre eigenen Stärken und Überzeugungen in den Unterricht mit einzubringen. Nur die gemäß Curriculum wichtigen Grundqualifikationen anzuwenden reicht nicht, um Selbstkompetenz zu besitzen.
1 Einleitung, Forschungsfrage und Aufbau der Arbeit: Vorstellung des Themas, der zentralen Forschungsfrage zur Messbarkeit von Lehrkompetenzen an Hochschulen sowie der methodische Aufbau der Arbeit.
2 Akademische Lehrtätigkeit: Analyse der Universität als Arbeitsplatz und der spezifischen Anforderungen sowie Rollenvielfalt von Hochschullehrenden im Spannungsfeld zwischen Forschung und Lehre.
3 Kompetenzen für die Lehre: Theoretische Grundlegung des Kompetenzbegriffs und Darstellung diverser Kompetenzmodelle, die speziell für den Kontext der Hochschullehre entwickelt wurden.
4 Messung von Kompetenzen: Überblick über allgemeine Ansätze, Verfahren und Gründe der Kompetenzdiagnostik sowie deren zunehmende Bedeutung im Personalwesen.
5 Kompetenzmessung bei Hochschullehrenden: Praktische Anwendung und kritische Reflexion ausgewählter Messmethoden für die identifizierten Lehrkompetenzdimensionen sowie eine Diskussion der Grenzen dieser Messverfahren.
6 Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Hochschullehre, Kompetenzmessung, Lehrkompetenz, Kompetenzmodell, Didaktik, Kompetenzdiagnostik, Selbstkompetenz, Methodenkompetenz, Sozialkompetenz, Systemische Kompetenz, Hochschuldidaktik, Qualitätssicherung, Evaluation, Personalentwicklung, Berufsqualifikation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Lehrtätigkeit an Universitäten und der Frage, wie die dafür notwendigen Kompetenzen der Lehrenden identifiziert und gemessen werden können.
Die Arbeit umfasst die Analyse des universitären Arbeitsumfelds, die theoretische Bestimmung von Lehrkompetenzen sowie die Untersuchung verschiedener diagnostischer Messverfahren für diese Kompetenzen.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage: "Wie können Kompetenzen von Hochschullehrenden bestmöglich gemessen werden?"
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und dem Vergleich bestehender Kompetenzmodelle und diagnostischer Messmethoden, die auf ihren Einsatz im Hochschulkontext geprüft werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kompetenzbegriffs, die Vorstellung vier verschiedener Lehrkompetenzmodelle sowie die detaillierte Beschreibung und kritische Würdigung konkreter Messverfahren für die verschiedenen Kompetenzbereiche.
Die zentralen Begriffe sind Hochschullehre, Kompetenzmessung, Lehrkompetenz, Kompetenzmodell, Didaktik, Kompetenzdiagnostik und Qualitätssicherung.
Das Modell von Stahr wird bevorzugt, da es spezifisch auf die Anforderungen an Hochschullehrende zugeschnitten ist und die für die Autorin relevantesten Kompetenzdimensionen umfassend abbildet.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Kompetenzen zwar messbar sind, jedoch bei der Messung stets Grenzen bestehen, da die subjektive Komponente (z.B. Selbsteinschätzung) und die Schwierigkeit der Beobachtung in nicht standardisierten Situationen eine vollkommene Objektivität erschweren.
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