Seminararbeit, 2012
51 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen nach HFA 4/1995
3. Rechnungslegungsmerkmale Spenden sammelnder Organisationen nach IDW RS HFA 21
3.1 Der eingetragene Verein nach IDW RS HFA 14
3.2 Die Stiftungen nach IDW RS HFA 5
3.3 Die GmbH
4. Spendenarten und ihre buchhalterische Behandlung
4.1 Monetäre Spende
4.2 Sachspende
4.3 Dienstleistungsspende
4.4 Angaben für Anhang und Lagebericht
5. Anwendungsbeispiel
5.1 Allgemeiner Sachverhalt
5.2 Verwendungsfiktion 1
5.3 Verwendungsfiktion 2
5.4 Verwendungsfiktion 3
6. Vergleich des HFA 4/1995 und des IDW RS HFA 21
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der IDW RS HFA 21 im Vergleich zum alten Standard HFA 4/1995 die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen spendensammelnder Organisationen (SsO) erhöht und die Transparenz der Rechnungslegung verbessert hat.
4.1 Monetäre Spende
Aufgrund des unterschiedlichen Wesens gewinnorientierter Unternehmen und SsO, sind unterschiedliche Prinzipien der Ertragsrealisierung zu verwenden. Bei gewinnorientierten Unternehmen herrscht eine Mittel-Zweck-Beziehung zwischen Aufwendungen und Erträgen vor, d.h. Aufwendungen werden getätigt, um Erträge zu erwirtschaften, während hingegen bei SsO die Spendenerträge benötigt werden, um Aufwendungen bzw. Projekte durchführen zu können. Somit wird bei SsO das Verwendungsprinzip bei der Ertragsrealisierung zu Grunde gelegt und nicht das Zuflussprinzip, welches gewinnorientierte Unternehmen verwenden. In Abbildung 3 sind die Spendenzugänge von den 30 SsO, welche im DZI-Spendenindex gelistet sind, dargestellt. Eine genaue Auflistung der enthaltenen SsO und ihrer Geldspenden ist im Anhang 1 zu finden.
Die Abbildung 3 zeigt, dass der Zufluss der Gelspenden über den Zeitablauf von 10 Jahren Schwankungen unterliegt. Darüber hinaus werden Spenden oftmals erst in den Folgejahren verwendet. Ausschlaggebendes Charakteristikum für die Realisation des Spendenertrages ist daher nicht der Vereinnahmungszeitpunkt, sondern der satzungsmäßige Gebrauch der Spende. Folgerichtig sind Spenden zum Zeitpunkt des Zugangs erfolgsneutral zu verbuchen. Ein Ertrag ist korrespondierend mit dem in Verbindung stehenden Aufwand zu realisieren, welcher durch die Spende ermöglicht wird. Dementsprechend soll durch diese Vorgehensweise einer Verfälschung des Jahresergebnisses entgegen gewirkt werden.
1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von SsO und Problemstellung hinsichtlich einer einheitlichen, transparenten Rechnungslegung nach altem und neuem Standard.
2. Rechnungslegung Spenden sammelnder Organisationen nach HFA 4/1995: Erläuterung der ursprünglichen, rechtsformabhängigen Regelungen ohne einen spezifischen Rechnungslegungsstandard für SsO.
3. Rechnungslegungsmerkmale Spenden sammelnder Organisationen nach IDW RS HFA 21: Detaillierte Darstellung der Anforderungen für Vereine, Stiftungen und GmbHs unter dem neuen IDW-Standard.
4. Spendenarten und ihre buchhalterische Behandlung: Analyse der korrekten buchhalterischen Erfassung von Geld-, Sach- und Dienstleistungsspenden sowie notwendige Anhangsangaben.
5. Anwendungsbeispiel: Praktische Erläuterung der Verwendungsfiktionen und deren Auswirkung auf den Jahresüberschuss anhand eines durchgerechneten Fallbeispiels.
6. Vergleich des HFA 4/1995 und des IDW RS HFA 21: Gegenüberstellung der Standards zur kritischen Würdigung der Änderungen in der Ertragsrealisierung und Rücklagenbildung.
7. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen zur verbesserten Vergleichbarkeit und Transparenz sowie Ausblick auf kritische Punkte.
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Die Arbeit analysiert die Besonderheiten und Veränderungen in der Rechnungslegung für spendensammelnde Organisationen durch die Einführung des IDW RS HFA 21 im Vergleich zum vorherigen Standard HFA 4/1995.
Zu den Schwerpunkten gehören die rechtsformspezifische Rechnungslegung, die buchhalterische Behandlung verschiedener Spendenformen und die bilanzielle Abbildung von zweckgebundenen versus nicht zweckgebundenen Mitteln.
Ziel ist es zu beurteilen, ob der neue Standard IDW RS HFA 21 die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen zwischen unterschiedlichen SsO verbessert hat und zu mehr Transparenz führt.
Die Autoren nutzen eine analytische Literaturanalyse sowie ein umfassendes Anwendungsbeispiel, um die theoretischen Rechnungslegungsgrundsätze in der Praxis zu demonstrieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der gesetzlichen Grundlagen für verschiedene Rechtsformen, die detaillierte Behandlung einzelner Spendenarten und ein konkretes Fallbeispiel zur Illustration der bilanziellen Auswirkungen.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Spenden sammelnde Organisationen, Verwendungsprinzip, Rechnungslegung, Jahresabschluss sowie Vergleichbarkeit und Transparenz.
Eine Verwendungsfiktion ist ein vom Management einer Organisation festgelegtes bilanzpolitisches Vorgehen, das bestimmt, in welcher Rangfolge Spenden und sonstige betriebliche Erträge zur Deckung von Aufwendungen herangezogen werden.
Da Katastrophen oft zu massiven, plötzlichen Spendeneingängen führen, könnte eine sofortige Ertragsrealisierung den Jahresüberschuss verzerren; das Verwendungsprinzip soll hier für eine gleichmäßigere Darstellung sorgen.
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