Examensarbeit, 2012
78 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Begriffserklärungen – Mobbing, Web 2.0 und Cybermobbing
2.1 Mobbing
2.1.1 Definition und Kennzeichen
2.1.2 Erscheinungsformen
2.1.3 Ursachen und Auswirkungen
2.2 Web 2.0 und Soziale Netzwerke
2.2.1 Definition und Entstehungsgeschichte
2.2.2 Anwendungen und Nutzung
2.3 Cybermobbing
2.3.1 Definition und Merkmale
2.3.2 Erscheinungsformen
2.3.3 Ursachen und Auswirkungen
3. Cybermobbing im Kontext Schule
3.1 Missbrauch der neuen Medien
3.2 Ausmaß und Problematik
3.3 Anlässe und Auslöser
3.4 Rechtliche Möglichkeiten
4. Cybermobbing: Reaktion und Prävention
4.1 Erkennung
4.2 Kontrolle
4.3 Unterbindung
5. Entwicklung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Cybermobbing“ im Deutschunterricht
5.1 Grundlagen: Vermittlung von Kompetenzen
5.1.1 Medienkompetenz
5.1.2 Informationskompetenz
5.2 Rahmenrichtlinien – Umgang mit Medien
5.3 Moralische Entwicklung mithilfe von Literatur
5.4 Unterrichtseinheit „Cybermobbing“
5.4.1 Unterrichtsmaterial
5.4.2 Didaktische Analyse
5.4.3 Unterrichtsplanung
6. Fazit und Abschluss
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und wie das Phänomen Cybermobbing im Deutschunterricht thematisiert werden kann, um präventiv auf das Verhalten von Kindern und Jugendlichen einzuwirken. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Förderung von Medienkompetenz und der moralischen Entwicklung durch Literatur.
2.1.1 Definition und Kennzeichen
Mobbing ist heutzutage ein sehr gängiger Begriff und wird oft zu schnell zur Beschreibung von Problemen verwendet. Daher ist er in den letzten Jahren zu einer Art „Modebegriff“ avanciert und wird für alle möglichen konfliktbeladenen Situationen verwendet.
Der Begriff „Mobbing“ stammt ursprünglich aus dem Englischen und bedeutet, sich auf jemanden stürzen oder über jemanden herfallen. Im englischsprachigen Raum wird zusätzlich der Begriff „Bullying“ verwendet, wenn es sich um Angriffe im schulischen Kontext handelt und Mobbing bezieht sich dort eher auf den Arbeitsplatz. In Deutschland gibt es diese Unterscheidung nicht, hier verweisen beide Begriffe auf den gleichen Inhalt.
Geprägt wurde der Begriff „Mobbing“ 1963 durch den Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der Tiere in ihren natürlichen Umgebungen beobachtete. Er verstand darunter Gruppenangriffe von Tieren auf einen Fressfeind oder einen anderen überlegenen Gegner. Erst in den späten 1960er Jahren verwendeten Forscher den Begriff in Bezug auf Menschen. So beschäftigte sich Dan Olweus, ein schwedischer Psychologe, als einer der ersten Forscher mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Mobbings und der steigenden Gewaltproblematik an den Schulen. Er versteht Mobbing als Ausübung „kleiner Gewalt“, das Auslachen von Mitschülern, das Beleidigen oder Beschimpfen, das Verbreiten von Unwahrheiten, das Verstecken von Sachen, die Zerstörung von persönlichem Eigentum, das Anrempeln, Herumstoßen, Erniedrigen, Ausschließen – erst ganz am Ende dieser Aufzählung steht die schwere körperliche Gewalt. Für Olweus scheint die körperliche Gewalt gravierender zu sein als die verbale Gewalt, dies lässt sich aus seiner Aufzählung erkennen und auch viele Lehrer und Eltern vertreten diese Ansicht. Doch schon Albert Zimmermann entgegnete dem: Worte können Wunden schlagen, gegen die kein Pflaster hilft. Die Opfer stehen oft unter einem enormen Leidensdruck und sie brauchen sehr lange, bis die Nachwirkungen der Übergriffe verarbeitet sind.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Phänomen Cybermobbing ein, erläutert dessen aktuelle Relevanz und skizziert das Ziel der Arbeit, eine Unterrichtseinheit für den Deutschunterricht zu entwickeln.
2. Begriffserklärungen – Mobbing, Web 2.0 und Cybermobbing: Dieses Kapitel klärt die theoretischen Grundlagen, indem es Mobbing, die Funktionsweise von Web 2.0-Anwendungen und die spezifischen Merkmale sowie Gefahren von Cybermobbing definiert.
3. Cybermobbing im Kontext Schule: Hier wird der Missbrauch digitaler Medien durch Jugendliche beleuchtet, die Problematik anhand internationaler Studien analysiert und die rechtliche Einordnung von Cybermobbing-Vorfällen vorgenommen.
4. Cybermobbing: Reaktion und Prävention: Dieses Kapitel diskutiert Strategien zur frühzeitigen Erkennung, Kontrollmaßnahmen bei akuten Vorfällen und die Bedeutung präventiver Ansätze zur Unterbindung von Cybermobbing.
5. Entwicklung einer Unterrichtseinheit zum Thema „Cybermobbing“ im Deutschunterricht: Der Hauptteil beschreibt die theoretische Basis zur Vermittlung von Medienkompetenz und moralischer Entwicklung und entwirft eine konkrete Unterrichtsplanung auf Basis eines Jugendbuches.
6. Fazit und Abschluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, das Thema Cybermobbing aktiv in den Schulunterricht zu integrieren, um Schüler nachhaltig zu sensibilisieren.
Cybermobbing, Mobbing, Web 2.0, Soziale Netzwerke, Medienkompetenz, Informationskompetenz, Schule, Prävention, Intervention, Jugendbuch, Deutschunterricht, Medienbildung, Anonymität, Gewaltprävention, Moralische Entwicklung
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen Cybermobbing unter Jugendlichen und untersucht, wie dieses Thema didaktisch in den Deutschunterricht integriert werden kann, um präventiv zu wirken.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Mobbing und Cybermobbing, die Rolle digitaler Medien, die Analyse der schulischen Problematik sowie die Entwicklung von Unterrichtsmaterialien.
Das primäre Ziel ist es zu erörtern, ob Cybermobbing ein geeignetes Thema für den Deutschunterricht ist und wie man durch gezielte Medienbildung die Kompetenzen der Schüler stärken kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, der Auswertung aktueller Studien zum Mediennutzungsverhalten (z.B. JIM-Studie) und der didaktischen Aufarbeitung eines spezifischen Jugendbuches.
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Fundierung der Begriffe vor allem die Auswirkungen von Cybermobbing in Schulen, rechtliche Möglichkeiten und eine detaillierte Unterrichtseinheit inklusive Verlaufsplanung entwickelt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Cybermobbing, Medienkompetenz, Prävention, soziale Netzwerke und didaktische Unterrichtsplanung charakterisiert.
Es dient als praxisnahes Fallbeispiel, das zahlreiche Cybermobbing-Facetten aufgreift und sich somit ideal für die Diskussion moralischer Fragen und die Förderung der Perspektivenübernahme bei Schülern eignet.
Cybermobbing ist gekennzeichnet durch Anonymität, eine zeitliche und räumliche Unabhängigkeit sowie die dauerhafte Speicherung und schnelle Verbreitung von Inhalten, was dem Opfer kaum Rückzugsmöglichkeiten lässt.
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