Examensarbeit, 2003
162 Seiten, Note: 1,0
I Einleitung
II Nachhaltige Entwicklung und Tourismus
1 Nachhaltige Entwicklung
1.1 Die Entstehungsgeschichte der Nachhaltigkeitsidee und die Entwicklung der Umweltpolitik bis zum 2. Weltkrieg
1.2 Die Entwicklung der Umweltpolitik nach dem 2. Weltkrieg
1.3 Der Brundtland- Bericht der WCED
1.4 Die Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992
1.4.1 Ausgangspunkte: Prinzipielle Belastungsgrenzen
1.4.2 Ergebnisse und Vereinbarungen der Konferenz von Rio de Janeiro
1.4.2.1 Die Klimakonvention
1.4.2.2 Konvention über die Biologische Vielfalt
1.4.2.3 Wald- Deklaration
1.4.2.4 Wüstenkonvention
1.4.2.5 Die Rio- Deklaration
1.4.2.6 Agenda 21
1.4.2.7 Die Kommission für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen
1.5 Der Rio- Folgeprozess
1.5.1 Sondergeneralversammlung der UN in New York (Rio+5)
1.5.2 Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung 2002, in Johannesburg
2 Das Leitbild einer nachhaltig zukunftsverträglichen Entwicklung
2.1 Die drei Größen nachhaltiger Entwicklung
2.1.1 Probleme des ökonomischen Bereichs
2.1.2 Probleme im ökologischen Bereich
2.1.3 Probleme im sozialen und politischen Bereich
2.1.4 Die Globalisierung der Wirkungsbereiche
2.2 Entwicklungspolitische Ansätze der Nachhaltigkeitsdiskussion
2.2.1 Das Ecodevelopment- Konzept
2.2.2 Die Agenda 21
2.3 Wachstumskritische Ansätze der Nachhaltigkeitsdiskussion
2.4 Quantitative Nachhaltigkeitskonzepte
2.4.1 Das Faktor- Vier Konzept
2.5 Konsens- Strategien
2.5.1 Das Drei- Säulen- Modell
2.6 Indikatoren nachhaltiger Entwicklung
3 Tourismus - Entwicklungen und Ausformungen
3.1 Definition: Tourismus
3.2 Historische Entwicklung von Tourismus und Freizeit
3.2.1 Der Weg zum Massentourismus
3.3 Auswirkungen des Tourismus
3.3.1 Verkehrsproblematik
3.3.2 Belastungen ökologischer Art
3.3.3 Belastungen sozio- kultureller Art
3.3.3.1 Belastungen der einheimischen Bevölkerung durch Tourismus
3.3.3.2 Belastungen für die Touristen selbst
3.3.4 Belastungen ökonomischer Art
3.4 Alternative touristische Erscheinungsformen
3.4.1 Sanfter Tourismus
3.4.2 Ökotourismus
3.4.3 Agrotourismus
4. Nachhaltige Entwicklung im Tourismus
4.1 Definitionen
4.2 Die Ebenen nachhaltiger Tourismusentwicklung
4.2.1 Räumliche Ebene
4.2.2 Zeitliche Ebene
4.3 Die Dimensionen nachhaltiger Entwicklung im Tourismus
4.4 Ziele und Indikatoren einer nachhaltigen Entwicklung von Tourismusregionen
4.4.1 Bewertungsansätze nachhaltiger Tourismusentwicklung
4.4.1.1 Belastungsgrenzen - Kapazitätsbegrenzungen
4.4.1.2 Gütesiegel
4.4.1.3 Öko- Audit
4.4.1.4 Die touristische Nachhaltigkeitsbilanz
4.5 Perspektiven und Anforderungen einer nachhaltigen Entwicklung im Bereich Tourismus
III Ausgewählte Operationalisierungsansätze im Bereich der nachhaltigen Entwicklung im Tourismus
1 Viabono
1.1 Unternehmensprofil der Viabono GmbH
1.2 Unternehmensphilosophie
1.3 Lizenzerwerb und Qualitätssicherung
1.4 Markenvorteile
1.5 Leistungen und Kosten von Viabono
1.6 Viabono - Eine Bilanz
1.6.1 Internetpräsenz
1.6.2 Marketingeffizienz
1.7 Resumée
2 TUI AG
2.1 Unternehmensprofil der TUI AG
2.2 Umweltmanagement des TUI- Konzerns
2.3 Arbeitsbereiche der TUI zur Unterstützung einer nachhaltigen Tourismusentwicklung
2.3.1 Modellprojekt: Nachhaltiges Whale Watching, Teneriffa, Spanien
2.3.2 Modellprojekt: National Marine Park Zakynthos, Griechenland
2.4 Hapag- Lloyd
2.4.1 Das Unternehmen
2.4.2 Umweltmanagement bei Hapag- Lloyd
2.4.3 Technische Innovation im Flugbereich: Die Winglet- Flügeltechnologie
IV Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen nachhaltiger Entwicklung und deren Anwendung sowie Operationalisierung im Tourismussektor, wobei insbesondere der Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichem Wachstum und ökologischen Belastungsgrenzen analysiert wird.
1.4 Die Konferenz über Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro 1992
Der Bericht der Brundtland- Kommission hatte auf einen dringenden Handlungsbedarf der internationalen Völkergemeinschaft hingewiesen. Doch die in diesem Bericht erhobenen Forderungen und Vorschläge mussten auch in international verbindliche Verträge und Konventionen umgesetzt werden, um wirksam zu werden. Als Instrument wählte die UNO hierfür die Form einer Konferenz, die genau 20 Jahre nach der 1. weltweiten Umweltkonferenz in Stockholm 1972 stattfinden sollte. An der Konferenz in Rio de Janeiro, dem sogenannten „Erdgipfel“, vom 3. - 14. Juni 1992 nahmen rund 10 000 Politiker aus insgesamt 178 Staaten, sowie Vertreter der großen Umweltverbände teil. Ferner haben sich mehr Nichtregierungsorganisationen und gesellschaftliche Gruppen beteiligt als je zuvor bei einer UNO- Konferenz. Ihre Mitarbeit spiegelt die bedeutende Rolle wider, die der Zivilgesellschaft bei dem Konzept der nachhaltigen Entwicklung zukommt.
In außerordentlich schwierigen Verhandlungen zwischen mehr als 150 Staaten der Erde debattierten die Regierungen schon zwei Jahre lang vor der Konferenz um die Ergebnisse, die das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung von Empfehlungen zu politisch und rechtlich verbindlichen Handlungsvorhaben weiterentwickeln sollten. Die Verhandlungen standen oft vor dem Scheitern da aufgrund von Interessengegensätzen, beispielsweise beim Schutz von Wäldern oder des Klimas, häufig stark gegensätzliche Meinungen aufeinander prallten. Betrachtet man das Beispiel Klima, so hatte man auf der einen Seite diejenigen Entwicklungsländer die durch den Treibhauseffekt zukünftig ihre Existenzgrundlage durch den Temperaturanstieg gefährdet sahen und auf der anderen Seite die erdölproduzierenden OPEC- Staaten, ebenfalls Entwicklungsländer, die bei einer verpflichtenden Senkung des CO2- Ausstoßes der Industrieländer, verbunden mit einer Reduzierung des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen, einen Rückgang ihres Erdölexports fürchteten.
I Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der nachhaltigen Entwicklung und umreißt die Struktur der Arbeit, von den theoretischen Grundlagen bis hin zur praktischen Umsetzung im Tourismussektor.
II Nachhaltige Entwicklung und Tourismus: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Nachhaltigkeitsbegriffs, von frühen Umweltinitiativen bis zu den globalen Konferenzen in Rio und Johannesburg, und stellt die drei Säulen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, ökologisch, sozial) vor.
3 Tourismus - Entwicklungen und Ausformungen: Hier werden die historischen Entwicklungen und die negativen Auswirkungen des Tourismus auf Umwelt und Gesellschaft beleuchtet sowie alternative Tourismusformen wie Sanfter Tourismus, Ökotourismus und Agrotourismus gegenübergestellt.
4. Nachhaltige Entwicklung im Tourismus: Dieses Kapitel widmet sich der Operationalisierung nachhaltiger Tourismusentwicklung, diskutiert Ebenen und Dimensionen sowie Indikatoren und Zielkataloge für eine zukunftsfähige Ausrichtung touristischer Regionen.
III Ausgewählte Operationalisierungsansätze im Bereich der nachhaltigen Entwicklung im Tourismus: Anhand konkreter Fallbeispiele (Viabono GmbH und TUI AG) wird analysiert, wie Nachhaltigkeitsprinzipien in die Praxis umgesetzt werden, unter anderem durch Kriterienkataloge, Zertifizierungen und technische Innovationen wie Winglets im Flugverkehr.
IV Zusammenfassung und Ausblick: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Massentourismus nachhaltig umzugestalten sowie die individuelle Verantwortung der Reisenden zu stärken.
Nachhaltige Entwicklung, Tourismus, Agenda 21, Ökotourismus, Sanfter Tourismus, Umweltmanagement, Viabono, TUI AG, Klimaschutz, Kerosinersparnis, Winglets, Biodiversität, Regionalentwicklung, Umweltschutz, Tourismusentwicklung
Die wissenschaftliche Prüfungsarbeit befasst sich mit den Prinzipien nachhaltiger Entwicklung und der Frage, wie diese im Tourismussektor praktisch umgesetzt und operationalisiert werden können.
Zu den zentralen Themen gehören die theoretischen Grundlagen der Nachhaltigkeit, die Analyse von Auswirkungen des Tourismus, verschiedene Tourismusmodelle sowie die praktische Umsetzung durch Unternehmen und politisch-regulatorische Rahmenbedingungen.
Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie nachhaltige Entwicklung im Bereich Tourismus erreicht und beurteilt werden kann, um ökologische und soziale Grundlagen für kommende Generationen zu bewahren.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung sowie eine Fallstudienmethode, um anhand von Praxisbeispielen (Viabono, TUI) zu untersuchen, wie Nachhaltigkeitskriterien in der Tourismusbranche implementiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Herleitung der Nachhaltigkeitsdiskussion, die Beschreibung der Tourismusauswirkungen sowie die Vorstellung konkreter Operationalisierungsansätze für touristische Anbieter.
Nachhaltige Entwicklung, Tourismus, Ökotourismus, Agenda 21, Umweltmanagement und Ressourcenproduktivität sind prägende Begriffe dieser Untersuchung.
Laut dem Autor zeichnet sich Viabono durch seine deutschlandweite Generalität und die Einbindung emotionaler Zusatznutzen (Qualität, Erholung) aus, während herkömmliche Siegel oft auf bestimmte Regionen beschränkt bleiben.
Winglets tragen zur Reduktion von Kerosinverbrauch und CO2-Emissionen bei, was ökonomische Vorteile durch Kosteneinsparungen und soziale Vorteile durch Lärmminderung im Flughafenumfeld bietet.
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