Bachelorarbeit, 2011
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Definition verschiedener Optionsstrategien und ihre Auswirkungen auf die Renditeverteilung
2.1 Die Covered Call-Strategie
2.2 Die Protective Put-Strategie
2.3 Paper-Buying Strategien
2.4 Der Einsatz dynamischer Strategien – Option Based Portfolio Insurance
2.5 Der Einfluss von Margin Requirements auf die Renditeverteilung
3. Anwendung von Optionsstrategien bei Hedge Fonds
3.1 Überblick über verschiedene Hedge Fonds-Strategien
3.2 Renditeverteilungen von Hedge Fonds
3.3 Motivation für den Einsatz von Optionsstrategien
3.3.1 Höhere Momente der Renditeverteilung
3.3.2 Optionsstrategien aus nutzentheoretischer Sicht
4. Risikomessung bei asymmetrischen Renditeverteilungen
4.1 Kritik an traditionellen Kennziffern
4.2 Betrachtung von Lower Partial Moments
4.3 Anpassung bestehender Kennziffern
4.3.1 Modifiziertes Beta nach Leland
4.3.2 Jia/Dyer-Risikomaß
5. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss verschiedener statischer und dynamischer Optionsstrategien auf die Renditeverteilung von Portfolios. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie diese Strategien asymmetrische Renditeprofile erzeugen, die sich signifikant von einer Normalverteilung unterscheiden, und warum hierfür die Betrachtung höherer Momente sowie alternativer Risikomaße erforderlich ist.
2.1 Die Covered Call-Strategie
Die Covered Call-Strategie besteht aus dem Verkauf einer Kaufoption bei gleichzeitigem Besitz oder Erwerb des Vermögenswertes. Eine Kaufoption (Call) beinhaltet das Recht, nicht aber die Verpflichtung, einen Vermögensgegenstand (im Folgenden: Aktie) innerhalb eines bestimmten Zeitraums gegen Zahlung des Basispreises zu erwerben. Unterscheidungsmerkmale zwischen Covered Call-Strategien ergeben sich u.a. aus unterschiedlichen Restlaufzeiten, Basispreisen und dem inneren Wert der Calls.
Adam/Maurer (1999) beschreiben den Covered Call als „bullish“, da die Rendite eine monoton steigende Funktion des Basiswerts ist und damit bei steigendem Aktienkurs zunimmt. Unter der Annahme, dass die eingenommenen Optionsprämien risikolos verzinst werden, ergibt sich eine Rückzahlungsfunktion, bei der im Falle von Aktienkursen über dem Basispreis die Rendite nach oben durch diesen begrenzt wird. Die Rendite erhöht sich im Vergleich zum reinen Aktieninvestment, wenn der Aktienkurs unter der Summe aus Basispreis und Optionsprämie liegt, da dann der Optionskäufer sein Kaufrecht nicht ausüben wird und die Rendite durch die Vereinnahmung der Optionsprämie erhöht bzw. der Verlust gemildert wird.
Hieran wird deutlich, dass Renditeverteilungen von Optionsstrategien asymmetrische Muster aufweisen. Mit Ihnen können Verteilungen erzielt werden, die den individuellen Risikopräferenzen des Investors entsprechen. Der Grad der Asymmetrie, d.h. die Stärke der Abweichung von der Normalverteilung, hängt z.B. vom inneren Wert der Option und der Hedge-Ratio ab.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass klassische Finanzmodelle wie das CAPM asymmetrische Renditeverteilungen durch Optionsstrategien unzureichend abbilden können.
2. Definition verschiedener Optionsstrategien und ihre Auswirkungen auf die Renditeverteilung: Das Kapitel erläutert statische und dynamische Strategien wie Covered Call, Protective Put und OBPI sowie deren Einfluss auf die Asymmetrie und Schiefe der Renditen.
3. Anwendung von Optionsstrategien bei Hedge Fonds: Hier wird analysiert, wie Hedge Fonds durch den Einsatz dieser Strategien nicht-normalverteilte Renditen erzielen, und die Motivation dahinter untersucht.
4. Risikomessung bei asymmetrischen Renditeverteilungen: Dieses Kapitel kritisiert die Eignung der Varianz als Risikomaß und stellt Alternativen vor, die höhere Momente berücksichtigen.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Einbezug höherer Momente für eine korrekte qualitative Beschreibung asymmetrischer Renditeverteilungen unerlässlich ist.
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Die Arbeit untersucht, wie Optionsstrategien die Renditeverteilung von Portfolios verändern und welche Methoden geeignet sind, um die daraus resultierenden asymmetrischen Risiken korrekt zu messen.
Die zentralen Felder sind die mathematische Definition von Optionsstrategien, deren Anwendung in der Hedge-Fonds-Branche, die nutzentheoretische Begründung für Investoren und die Kritik an klassischen Risikokennzahlen.
Das Ziel ist es, alternative Konzepte zur Beschreibung asymmetrischer Renditeverteilungen vorzustellen, da Standardmodelle wie die Normalverteilung die Präferenzen von Investoren bei optionsbasierten Strategien oft verzerrt darstellen.
Es handelt sich primär um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalysen und der Auswertung bestehender Simulationsstudien basiert, um Zusammenhänge zwischen Optionsstrategien und Renditeverteilungen aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung statischer und dynamischer Strategien, deren praktische Relevanz bei Hedge Fonds und die detaillierte Diskussion über die Notwendigkeit, Risikomaße wie das Beta oder die Varianz um höhere Momente zu ergänzen.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie asymmetrische Renditeverteilungen, höhere Momente, Optionsstrategien (z.B. Covered Call, Protective Put) und moderne Risikomanagement-Kennzahlen charakterisieren.
Klassische Maße wie die Varianz basieren auf symmetrischen Verteilungsannahmen. Da Optionsstrategien die Renditeverteilung aber asymmetrisch verzerren (z.B. durch Begrenzung des Verlustpotenzials beim Protective Put), erfassen diese Kennzahlen das tatsächliche Risiko unzureichend.
Während OBPI (Option Based Portfolio Insurance) auf den tatsächlichen Kauf von Put-Optionen setzt, nutzt CPPI einen fixen Multiplikator, um bei sich ändernden Preisen dynamisch zwischen risikoreichen und sicheren Anlagen umzuschichten.
Margin-Anforderungen können die Rendite schmälern, da sie Opportunitätskosten verursachen (gebundenes Kapital) und Anleger in Verlustsituationen zum Liquideren von Positionen zwingen können, was die Renditeverteilung an den Rändern verändert.
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