Bachelorarbeit, 2010
71 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit und Zielsetzung
2 UNTERNEHMENSBERATUNG
2.1 Zum Begriff der Unternehmensberatung
2.2 Segmentierung der Beraterbranche
2.3 Entwicklung des Beratermarktes in Deutschland
2.4 Anforderungsprofil des Unternehmensberaters
3. ATTRAKTIVITÄT VON ARBEITGEBERN
3.1 Modell der Präferenzbildung im Rahmen der Arbeitgeberwahl
3.2 Einflussgrößen auf die externe Arbeitgeberattraktivität
3.3 Absolventenstudien in Deutschland
3.3.1 Absolventenbarometer des trendence Instituts
3.3.2 Kienbaum Absolventenstudie
3.3.3 Absolvenbefragung an der Universität zu Köln
4 EMPIRISCHE ERGEBNISSE ZUR ATTRAKTIVITÄT VON UNTERNEHMENSBERATUNGEN
4.1 Analyse der potentiellen Bewerber
4.2 Bekanntheit und Attraktivität ausgewählter Beratungsunternehmen
4.3 Vorhandensein der wahrgenommenen Einflussfaktoren auf die Arbeitgeberattraktivität in der Unternehmensberatung
4.3.1 Wahrnehmung in Bezug auf die Branche
4.3.2 Wahrnehmung in Bezug auf einzelne Beratungssegmente
4.4 Wahrgenommene Gründe gegen die Beratung
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Attraktivität von Unternehmensberatungen aus der Sicht potenzieller Bewerber. Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen und Wahrnehmungen von Studierenden hinsichtlich der Beratungsbranche zu erfassen, um aufzuzeigen, wie unterschiedliche Segmente (Strategieberatung, IT-Beratung, HR-Beratung) im Wettbewerb um High Potentials positioniert sind.
3.1 Modell der Präferenzbildung im Rahmen der Arbeitgeberwahl
Die subjektiv wahrgenommene Attraktivität eines Unternehmens hat erheblichen Einfluss auf die Arbeitgeberwahl der angehenden Absolventen (Martin 2005: 2). Einen Erklärungsansatz zum Prozess der Arbeitgeberwahl bietet das Relevant Set Konzept von Bisoux & Laroche (1980), ein Modell der Präferenzbildung für einen bestimmten Arbeitgeber. Es beschreibt den Selbstselektionsprozess eines Bewerbers, der mit einer Vorauswahlphase beginnt. Aufgrund der unvollkommenen Markttransparenz und der begrenzten Informationsverarbeitungskapazität kann der Absolvent nicht das Total Set, die Gesamtheit aller potentiellen Arbeitgeber, bei seiner Auswahl in Erwägung ziehen. Das Total Set wird aufgeteilt in Unawareness Set und Awareness Set. Während sich die dem Bewerber unbekannten Unternehmen im Unawareness Set befinden, landen diejenigen Unternehmen, die ihm namentlich oder nach der Branchenzugehörigkeit bekannt sind, im Awareness Set.
Dem Bewerber stehen allerdings nur über wenige Unternehmen des Awareness Sets detaillierte Auskünfte zur Verfügung. Verfügt der Bewerber über die notwendige Informationen, um abschätzen zu können, ob das Unternehmen bestimmte Attraktivitätskriterien erfüllt, stuft er es in das Processed Set ein, mit dem er sich in der anschließenden Entscheidungsphase des Bewerbungsprozesses auch intensiv auseinandersetzen wird. Foggy Set umfasst hingegen die Unternehmen, über die solche Informationen nicht vorliegen und die somit in der Entscheidungsphase nicht berücksichtigt werden.
Die Unternehmen, bei denen sich der Absolvent tatsächlich bewerben wird, sind im Relevant Set vorzufinden. Diese sind ihm bekannt, er glaubt zu wissen, über welche vorselektierte Attraktivitätskriterien sie verfügen und ist in der Lage, wahrgenommene Vor- und Nachteile des einzelnen Unternehmens gegeneinander abzuwägen, um eine individuelle Präferenzreihenfolge der Unternehmen im Relevant Set vorzunehmen.
1 EINLEITUNG: Definiert die Problemstellung des "War for Talent" und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, die Lücke in der branchenspezifischen Absolventenforschung durch eine eigene Umfrage zu schließen.
2 UNTERNEHMENSBERATUNG: Bietet einen Überblick über den Beratermarkt, dessen Segmentierung in Strategie-, IT- und HR-Beratung sowie das typische Anforderungsprofil von High Potentials.
3. ATTRAKTIVITÄT VON ARBEITGEBERN: Analysiert theoretische Modelle der Präferenzbildung bei der Arbeitgeberwahl und diskutiert Ergebnisse bestehender Absolventenstudien hinsichtlich relevanter Attraktivitätskriterien.
4 EMPIRISCHE ERGEBNISSE ZUR ATTRAKTIVITÄT VON UNTERNEHMENSBERATUNGEN: Präsentiert die Ergebnisse der eigenen Online-Umfrage, analysiert die Wahrnehmung der Branche durch Bewerber und untersucht die Bekanntheit sowie Attraktivität von 15 spezifischen Beratungsunternehmen.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und diskutiert das Spannungsfeld zwischen den hohen Anforderungen an Bewerber und der wahrgenommenen Arbeitsrealität in der Beratungsbranche.
Unternehmensberatung, Arbeitgeberattraktivität, High Potentials, Employer Branding, Absolventenbefragung, Personalmarketing, Beratungsmarkt, Strategieberatung, Präferenzbildung, Karriereperspektiven, Work-Life-Balance, Arbeitgeberwahl, Studienabschluss, Einstiegsgehalt, Unternehmensimage
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Attraktivität von Unternehmensberatungen als Arbeitgeber aus der Sicht von potenziellen Bewerbern, insbesondere Studierenden.
Die zentralen Themen sind das Employer Branding, die Identifikation von Attraktivitätsfaktoren bei der Arbeitgeberwahl sowie die Analyse des Images unterschiedlicher Beratungssegmente.
Das Ziel ist die Erforschung der Ist-Wahrnehmung der Unternehmensberatungsbranche durch angehende Absolventen, um aufzuzeigen, welche Kriterien für Bewerber entscheidend sind.
Es wurde eine quantitative Online-Umfrage unter 666 Studierenden durchgeführt, deren Daten statistisch ausgewertet wurden, um Unterschiede zwischen Bewerbersegmenten aufzuzeigen.
Der Hauptteil analysiert, welche Studierenden sich für die Beratung interessieren, wie bekannt verschiedene Beratungsunternehmen sind und warum sich Bewerber für oder gegen die Branche entscheiden.
Kernbegriffe sind Unternehmensberatung, Arbeitgeberattraktivität, High Potentials, Employer Branding und Absolventenbefragung.
Die Arbeit zeigt, dass Männer ein höheres Interesse an der Unternehmensberatung zeigen, während Frauen stärkeren Wert auf Faktoren wie Teamatmosphäre und soziale Aspekte legen.
Strategieberatungen profitieren von einem hohen Bekanntheitsgrad durch intensives, zielgruppenspezifisches Hochschulmarketing, was ihre Position als attraktive Arbeitgeber stärkt.
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