Masterarbeit, 2013
64 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Die Popliteratur
2.1 Popliteratur – Eine Einordnung
2.2 Ursprünge
2.2.1 Dadaismus
2.2.2 Beat-Generation
2.3 Social Beat, Slam-Poetry und Trash
2.4 Politisches Verständnis und Gesellschaftskritik der Popliteratur
2.5 Gender in der Popliteratur
2.6 Popliteratur und neue Medien
2.7 Die mediale Inszenierung
2.8 2001 – das endgültige Ende der Popliteratur?
3 Inhaltliche Merkmale der Neuen Deutschen Popliteratur
3.1 Adoleszenz und Jugendlichkeit
3.2 Warenwelt und Semantik von Marken
3.3 Popmusik
4 Stilistische Merkmale der Neuen Deutschen Popliteratur
5 Analyse: Feuchtgebiete – ein popliterarisches Werk?
5.1 Produktion
5.1.1 Handlung
5.1.2 Erzählposition
5.1.3 Sprachwahl
5.1.4 Inhaltliches
5.2 Distribution
5.3 Fazit Feuchtgebiete
6 Analyse: Schoßgebete – ein popliterarisches Werk?
6.1 Produktion
6.1.1 Handlung
6.1.2 Erzählposition
6.1.3 Sprachwahl
6.1.4 Inhaltliches und Stilistisches
6.2 Distribution
6.3 Fazit Schoßgebete
7 Fazit zu Charlotte Roche
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Popliteratur als literarische Gattung und erforscht, inwieweit die Werke von Charlotte Roche ("Feuchtgebiete" und "Schoßgebete") dieser Strömung zugeordnet werden können, insbesondere unter Berücksichtigung der Fragestellung, ob das Jahr 2001 als das Ende dieser literarischen Ära betrachtet werden kann.
2.2.1 Dadaismus
Um die Ursprünge und Beweggründe zu verstehen, die zur Entwicklung der Popliteratur geführt haben, wird zunächst die damalige Situation aus der Sicht junger Menschen und Künstler skizziert. Der erste Weltkrieg 1914 bis 1918 hatte ein bis dahin nicht gekanntes Ausmaß an Zerstörung, Tod und Leid herbeigeführt. Diese schreckliche und absolut menschenfeindliche Situation stellte die Werte und die Funktion der bürgerlich-humanistischen Kunst in Frage. ERNST beschreibt, dass als Reaktion auf diese Ereignisse viele junge Künstler in die neutrale Schweiz emigrierten, um nicht mehr am Krieg teilnehmen zu müssen.
Unter anderem werden namentlich die Künstler Hugo BALL (1886-1927), Richard HUELSENBECK (1892-1974) und Tristan TZARA (1896-1963) genannt. Sie waren es, die 1916 in Zürich das „Cabaret Voltaire“ gründeten und erstmals den Dadaismus aus etwas Vagem, allgemein schon lange Vorhandenem zu einer fass- greif- und sichtbaren Anschauung machten. Diese kleine Kneipe avancierte nun von einem Ort der Unterhaltung zum ersten Hort der Dada-Bewegung. Weiterhin stellt sich die Frage, was mit dem Begriff Dada gemeint ist. Angesprochener Autor zitiert Richard HUELSENBECK, der den Begriff als „eine Zusammenfassung der mannigfaltigen Aktivitäten“ oben genannter junger Künstler beschreibt, die sich zu einer Bewegung zusammengeschlossen haben.
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Popliteratur ein und formuliert die zentrale Fragestellung, ob Charlotte Roche als Popliteratin kategorisiert werden kann.
2 Die Popliteratur: Dieses Kapitel erläutert die Begrifflichkeit und historische Entwicklung der Popliteratur, einschließlich ihrer Ursprünge und Einflüsse.
3 Inhaltliche Merkmale der Neuen Deutschen Popliteratur: Hier werden zentrale Themen der Strömung wie Adoleszenz, Warenwelt und Popmusik definiert.
4 Stilistische Merkmale der Neuen Deutschen Popliteratur: Dieses Kapitel beschreibt die typische Schreibweise, die durch einfache Sprache und schnelle Schnitte geprägt ist.
5 Analyse: Feuchtgebiete – ein popliterarisches Werk?: Das Werk wird anhand von Produktion und Distribution auf seine Übereinstimmung mit popliterarischen Merkmalen geprüft.
6 Analyse: Schoßgebete – ein popliterarisches Werk?: Analog zur vorherigen Analyse wird das zweite Werk von Charlotte Roche auf seine popliterarische Struktur untersucht.
7 Fazit zu Charlotte Roche: Das Fazit wertet die Analyseergebnisse aus und beantwortet die Kernfrage der Arbeit nach der Einordnung von Charlotte Roche.
Popliteratur, Charlotte Roche, Feuchtgebiete, Schoßgebete, Neue Deutsche Popliteratur, Mediale Inszenierung, Adoleszenz, Popkultur, Dadaismus, Beat-Generation, Vermarktungsstrategie, Identitätsfindung, Postmoderne, Literaturanalyse, Spaßgesellschaft.
Die Arbeit analysiert die Strömung der Popliteratur und prüft exemplarisch an Charlotte Roches Werken, ob diese der Gattung zuzuordnen sind.
Die Untersuchung deckt die Geschichte der Popliteratur, inhaltliche Merkmale wie Adoleszenz und Warenwelt sowie die Bedeutung der medialen Selbstinszenierung ab.
Ziel ist es zu klären, ob Charlotte Roche als Popliteratin bezeichnet werden kann, auch unter Berücksichtigung der These eines "Endes der Popliteratur" im Jahr 2001.
Die Arbeit nutzt eine chronologische Werksanalyse basierend auf festgelegten inhaltlichen und stilistischen Kriterien der Popliteratur.
Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung der Popliteratur und der detaillierten Analyse der Romane "Feuchtgebiete" und "Schoßgebete".
Zentrale Begriffe sind neben der Popliteratur selbst die mediale Inszenierung, die Themen der Adoleszenz sowie die Auseinandersetzung mit der "Spaßgesellschaft".
Der Unfall ist ein tragisches biografisches Ereignis, das Roche in ihren Werken literarisch verarbeitet und das als Referenzpunkt für die "2001er-Thesis" der Literaturwissenschaft dient.
Die Arbeit bezweifelt, dass das Jahr 2001 ein offizielles Ende der Strömung markiert, da literarische Entwicklungen fließend verlaufen und die Kriterien weiterhin in neuen Werken erkennbar sind.
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