Diplomarbeit, 2013
178 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung der Arbeit
1.2 Zielstellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Analysen zur Entwicklung von Sportvereinen in Deutschland
2.1 Die Sportkultur in Deutschland
2.1.1 Kommerzielle Anbieter
2.1.2 Ungebundener Sport
2.1.3 Schul- und Hochschulsport
2.1.4 Vereine als dritter Sektor neben Marktsektor und staatlichem Sektor
2.2 Der gemeinnützige Sportverein
2.2.1 Rechtliche Grundlagen für Sportvereine
2.2.2 Bereiche und Finanzierungsmöglichkeiten gemeinnütziger Sportvereine
2.2.3 Die Charakterisierung der Vereinstypen
2.2.4 Trends in der Vereinsentwicklung
3 Hypothesen
4 Methoden
4.1 Untersuchungsmethoden
4.1.1 Quantitative Befragung
4.1.2 Qualitative Befragung
4.2 Ablauf der Untersuchung
4.2.1 Online-Befragung
4.2.2 Experteninterviews
5 Ergebnisse – Online-Fragebogen
5.1 Allgemeine Angaben
5.2 Angaben zur Örtlichkeit
5.3 Angaben zur Vereinsstruktur
5.4 Angaben zum Sportangebot
5.5 Angaben zur Vereinskultur
5.6 Angaben zu den Geschäftsfeldern
5.7 Angaben zur Kontaktdaten
6 Ergebnisse – Experteninterviews
6.1 Definition und Begründung neuer Geschäftsfelder
6.2 Beispiele für neue Geschäftsfelder
7 Best Practice Beispiel: Geschäftsfelder des MTV Stuttgart
7.1 Vereinsstruktur
7.2 Neue Geschäftsfelder
7.2.1 Verein in der Ganztagsschule
7.2.2 Vereinskooperationen
7.2.3 Vernetzung von Verein und Wirtschaft
7.2.4 Innovative Investitionen
8 Diskussion
8.1 Methodendiskussion
8.1.1 Online-Fragebogen
8.1.2 Experteninterviews
8.2 Ergebnisdiskussion
9 Zusammenfassung und Ausblick
9.1 Zusammenfassung der Literaturrecherche
9.2 Zusammenfassung der quantitativen Untersuchung
9.3 Zusammenfassung der qualitativen Untersuchung
9.4 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über den Ist-Zustand von Großsportvereinen in Deutschland hinsichtlich ihrer Geschäftsfelder zu geben und durch Experteninterviews Potenziale für die zukünftige Erschließung neuer Geschäftsfelder aufzuzeigen, um trotz sinkender Zuschüsse und steigender Kosten professionalisiert und handlungsfähig zu bleiben.
2.1.2 Ungebundener Sport
„Der unorganisierte Sport ist Breitensport in reinster Form“ (Dreyer, 1986, S. 14). Mit Beginn der Trimm-Dich-Kampagne „Trimm-Trab – das neue Laufen ohne Schnaufen“ des DSB in den 1970er Jahren, wuchs auch das Interesse der Bevölkerung am Sporttreiben außerhalb des Vereins. Der DSB wurde 1950 gegründet und fusionierte 2006 mit dem Nationalen Olympischen Komitee zum Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB). DSB und DOSB gaben sich bislang zwar sehr wettkampforientiert, möchten aber auch einen „Sport für alle“ (Gabler, 2012) schaffen. Unter dem Begriff „Zweiter Weg“ (Dieckert, 2002, S. 26) versuchte der DSB mittels seiner themenwechselnden Kampagnen den Sport insbesondere für die unterrepräsentierten Gruppen wie den Frauen, Kindern und älteren Menschen näher zu bringen. Die Ära des Breiten- und Freizeitsports begann. Infolgedessen konnten die Vereine in jener Zeit ein positives und starkes Mitgliederwachstum verzeichnen. Des Weiteren war eine Ausdifferenzierung des Sports erkennbar, die sich sowohl innerhalb des Vereins als auch außerhalb entwickelte. In diesem Zusammenhang konnten Sportangebote von kommerziellen Sportanbietern angenommen und eigenständig betrieben werden. Daher entschlossen sich immer mehr Menschen, einen organisationsungebundenen Sport auszuüben (Gabler, 2012).
Diese Art des Sporttreibens kennt viele Gesichter – aber auch genauso viele Synonyme. So ist der unorganisierte Sport ebenfalls als ungebundener, informeller oder selbstorganisierter Sport bekannt. Bislang erwies sich eine genaue Begriffsbestimmung als sehr schwierig. Dennoch haben sie alle eines gemeinsam: Sie ermöglichen „ein von formalen, zeitlichen und institutionellen Zwängen unabhängiges Sporttreiben“ (Wopp, 2002, S. 175). Zu den gängigsten Sportarten zählt das Fahrradfahren, Schwimmen und Laufen. Diese Sportarten haben den Vorteil, dass sie keine Mitgliedschaft in einer Organisation voraussetzen und dass sie sowohl zeitlich als auch räumlich flexibel zu betreiben sind.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den historischen Wandel der Sportstruktur in Deutschland und leitet die Problemstellung ab, dass Großsportvereine aufgrund sinkender Zuschüsse und steigenden Professionalisierungsdrucks neue Geschäftsfelder erschließen müssen.
2 Analysen zur Entwicklung von Sportvereinen in Deutschland: Dieses Kapitel analysiert die Sportkultur sowie die rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen gemeinnütziger Sportvereine und beleuchtet aktuelle Trends und Herausforderungen wie den demografischen Wandel.
3 Hypothesen: Hier werden auf Basis der vorangegangenen Analysen sechs Forschungshypothesen aufgestellt, die den Zusammenhang zwischen Großvereinen, neuen Geschäftsfeldern, deren Komplexität und der Bedeutung von Kooperationen sowie Trends thematisieren.
4 Methoden: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit, welches eine quantitative Online-Befragung bei Großsportvereinen sowie darauf aufbauende problemzentrierte Experteninterviews umfasst.
5 Ergebnisse – Online-Fragebogen: Die Ergebnisse der quantitativen Online-Befragung werden hier dargestellt, inklusive Angaben zur Vereinsstruktur, dem Sportangebot, der Vereinskultur und bestehenden Kooperationen.
6 Ergebnisse – Experteninterviews: Dieses Kapitel präsentiert die qualitativen Erkenntnisse aus Experteninterviews zur Definition, Begründung und praktischen Umsetzung neuer Geschäftsfelder in Großsportvereinen.
7 Best Practice Beispiel: Geschäftsfelder des MTV Stuttgart: Hier wird der MTV Stuttgart als Fallbeispiel analysiert, wobei insbesondere innovative Projekte in den Bereichen Ganztagsschule, Kooperationen, Vernetzung mit der Wirtschaft und Investitionen in erneuerbare Energien beleuchtet werden.
8 Diskussion: In diesem Kapitel werden die angewandten Methoden kritisch hinterfragt und die Ergebnisse der Untersuchung im Kontext der aufgestellten Forschungshypothesen diskutiert.
9 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung fasst die zentralen Erkenntnisse der Literaturrecherche, der quantitativen und qualitativen Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung von Sportvereinen.
Großsportvereine, Geschäftsfelder, Gemeinnützigkeit, Professionalisierung, Kooperationen, demografischer Wandel, Sportmanagement, Sponsoring, soziale Netzwerke, Betriebliche Gesundheitsförderung, Breitensport, MTV Stuttgart, Vereinsentwicklung, Sportmarketing, Mitgliedergewinnung
Die Arbeit untersucht, wie Großsportvereine in Deutschland auf veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen reagieren und welche neuen Geschäftsfelder sie erschließen können, um finanziell stabil und zukunftsfähig zu bleiben.
Zu den zentralen Themen gehören die Professionalisierung der Vereinsstrukturen, die Erschließung neuer Einnahmequellen wie Sponsoring und Kooperationen, der Umgang mit dem demografischen Wandel sowie die Rolle von neuen Medien und betrieblicher Gesundheitsförderung.
Das Ziel ist es, einen Überblick über den Ist-Zustand der Großvereine zu geben und anhand von Experteninterviews Strategien zu identifizieren, wie diese Vereine neue Geschäftsfelder professionell erschließen können, ohne ihren gemeinnützigen Charakter zu gefährden.
Die Arbeit verwendet einen kombinierten Ansatz aus einer quantitativen Online-Befragung von 335 Großsportvereinen und einer qualitativen Analyse mittels problemzentrierter Experteninterviews mit Vereinsgeschäftsführern und Verbandsexperten.
Der Hauptteil analysiert die Entwicklung der Sportvereine, stellt Hypothesen auf, präsentiert die Ergebnisse der empirischen Erhebungen (Online-Fragebogen und Experteninterviews) und bietet mit dem MTV Stuttgart eine detaillierte Best-Practice-Analyse.
Großsportvereine, Geschäftsfelder, Gemeinnützigkeit, Kooperationen, demografischer Wandel und Professionalisierung sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Die Kooperation mit Schulen, insbesondere im Rahmen von Ganztagsschulbetreuungen, ist entscheidend, um Kinder und Jugendliche langfristig an den Verein zu binden und dem Rückgang von Vereinsmitgliedern entgegenzuwirken.
Erneuerbare Energien, wie Photovoltaik-Anlagen auf Dächern von Sporthallen oder Blockheizkraftwerke, werden als Möglichkeit gesehen, Energiekosten zu senken und langfristig durch den Verkauf von Strom Zusatzeinnahmen zu generieren.
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