Bachelorarbeit, 2013
59 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Eingrenzung der Betrachtung
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2 Event-Marketing
2.1 Kommunikationspolitik im Marketing Mix
2.2 Definitionsansätze des Event-Marketings
2.3 Abgrenzung von Event-Marketing
2.3.1 Sponsoring
2.3.2 Promotion
2.3.3 Messe
2.4 Systematisierung von Event-Marketing
2.5 Phasen des Event-Marketings
2.6 Ziele und Zielgruppen von Marketing-Events
2.6.1 Marketingziele
2.6.2 Ziele im Event-Marketing
2.6.3 Zielgruppen im Event-Marketing
2.7 Wirkung von Kommunikationsbotschaften auf das Entscheidungsverhalten im Event-Marketing
2.7.1 Kommunikationswirkungsforschung
2.7.2 Modell der Wirkungsweisen nach NUFER
2.7.2.1 Intervenierende Variablen
2.7.2.2 Wirkungsweise von Event-Marketing
3 Compliance
3.1 Methoden der Compliance
3.1.1 Reziprozität
3.1.2 Commitment und Konsistenz
3.1.3 Soziale Bewährtheit
3.1.4 Sympathie
3.1.5 Autorität
3.1.6 Knappheit
4 Personenimmanentes Entscheidungsverhalten im Event-Marketing
4.1 Der Einfluss von Compliance auf das Entscheidungsverhalten im Event-Marketing
4.1.1 Anwendungsmöglichkeiten von Reziprozität
4.1.2 Anwendungsmöglichkeiten von Commitment und Konsistenz
4.1.3 Anwendungsmöglichkeiten von sozialer Bewährtheit
4.1.4 Anwendungsmöglichkeiten von Sympathie
4.1.5 Anwendungsmöglichkeiten von Autorität
4.1.6 Anwendungsmöglichkeiten von Knappheit
4.2 Zusammenfassung der Anwendungsmöglichkeiten
5 Fazit und Handlungsempfehlung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwieweit psychologische Compliance-Techniken nach Robert B. Cialdini in die Dramaturgie von Events integriert werden können, um das personenimmanente Entscheidungsverhalten der Teilnehmer im Event-Marketing gezielt zu beeinflussen und so die Kommunikationsziele effektiver zu erreichen.
3.1.2 Commitment und Konsistenz
Das Grundprinzip dieser Technik zielt auf das Bedürfnis der Menschen ab, in ihren Handlungen und Aussagen konsistent sein zu wollen, da sogenannte kognitive Inkonsistenzen als unangenehm empfunden werden. Dieses Bedürfnis entsteht zum Einen intrapsychisch, also in der Person selber, zum Anderen intrapersonell, also in Interaktion mit Anderen. Der intrapsychische Druck entsteht aus dem Bedürfnis des Individuums, seine Handlungen als konsistent interpretieren zu können, da sie sich sonst fremdgesteuert fühlen würden, wo hingegen der intrapersonelle Druck durch die Mitmenschen ausgeübt wird. Wer sich in seinem sozialen Umfeld nicht konsistent verhält, also unberechenbar und launisch ist, wird durch Isolation und niedriges Ansehen bestraft. Generell ist also zu sagen, dass konsistentes Verhalten in unserer Gesellschaft hoch angesehen ist.
Die Grundlage für ein konsistentes Verhalten ist das Commitment, also die Selbstverpflichtung durch den Bezug einer bestimmten Stellung. Dieses Commitment wird als besonders bindend angesehen, wenn es öffentlich geschieht, mit erhöhter Anstrengung verbunden ist, aktiv geäußert wird und freiwillig ist.
Die Stärke der Commitment und Konsistenz Technik liegt neben dem beschriebenen intrapsychischen und intrapersonellen Tendenzen auch in dem Hang zur automatischen Konsistenz. Automatische Konsistenz erlaubt uns auf komplexe Sachverhalte ohne größeren kognitiven Aufwand zu reagieren. Ein anstrengendes Abwägen und Bewerten einer neuen Situation lässt sich dadurch vermeiden, indem wir uns einfach konsistent zu unseren bisherigen Entscheidungen verhalten. Dieses Verhalten ist zwar nützlich, kann aber auch, insbesondere wenn es nicht nur um die Vermeidung von aufwändigen Denken, sondern der Vermeidung unliebsamer Resultate eingesetzt wird, zu einem Verhalten führen, dass gegen unsere eigentlichen Interessen steht.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Event-Marketing ein und stellt die Arbeitshypothese auf, dass Compliance-Techniken den Einfluss von Kommunikationsbotschaften auf das Entscheidungsverhalten verstärken können.
2 Event-Marketing: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen, Systematisierungen und Wirkungsweisen von Events als Teil der Kommunikationspolitik.
3 Compliance: Hier werden die sechs psychologischen Methoden der sozialen Beeinflussung nach Cialdini detailliert definiert und erläutert.
4 Personenimmanentes Entscheidungsverhalten im Event-Marketing: Das Kapitel verknüpft die Compliance-Theorie mit der Event-Praxis und zeigt konkrete Anwendungsmöglichkeiten auf.
5 Fazit und Handlungsempfehlung: Das Fazit bewertet die theoretischen Erkenntnisse und diskutiert die ethische Vertretbarkeit sowie den Bedarf an weiterer Forschung.
Event-Marketing, Compliance, Entscheidungsverhalten, Kommunikationspolitik, Cialdini, Reziprozität, Commitment, Soziale Bewährtheit, Sympathie, Autorität, Knappheit, Wirkungsanalyse, Konsistenz, Zielgruppen, Event-Management
Die Arbeit untersucht, wie psychologische Methoden der Compliance, also Techniken zur sozialen Beeinflussung, genutzt werden können, um die Wirkung von Event-Marketing auf das menschliche Entscheidungsverhalten gezielt zu steuern.
Die Arbeit verknüpft die Disziplinen Event-Marketing, Sozialpsychologie (speziell Compliance-Techniken) und Verhaltensforschung, um die Wirkungsweise von Marketing-Events besser zu verstehen.
Ziel ist es, theoretisch zu deduzieren, ob und wie der Einsatz von Compliance-Techniken nach Robert B. Cialdini in die Dramaturgie eines Events eingebunden werden kann, um Kommunikationsbotschaften effektiver zu vermitteln.
Die Arbeit folgt einem hypothetisch-deduktiven Ansatz, da zum Zeitpunkt der Erstellung keine empirischen Studien zum direkten Einsatz von Compliance im Event-Marketing vorlagen.
Der Hauptteil analysiert die Systematisierung des Event-Marketings, die psychologischen Grundlagen der Wirkungsweise von Kommunikation sowie die detaillierte Vorstellung und praktische Adaption der sechs Cialdini-Methoden auf verschiedene Event-Szenarien.
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Event-Marketing, Compliance, Entscheidungsverhalten, Konsistenz, Soziale Bewährtheit und Wirkungsanalyse charakterisiert.
Durch den Einsatz von Begrüßungs- oder Abschiedsgeschenken können Veranstalter eine gefühlte Verpflichtung bei den Teilnehmern erzeugen, die wiederum die Offenheit für nachfolgende Kommunikationsbotschaften oder gewünschte Aktionen erhöht.
Die Arbeit reflektiert kritisch darüber, dass hier eine Grenze zwischen legitimer Beeinflussung und manipulativer Täuschung besteht, wobei die ethische Vertretbarkeit im Einzelfall sorgfältig geprüft werden muss.
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