Diplomarbeit, 2013
132 Seiten, Note: 1,0
1 Aufbau der Arbeit
1.1 Einführung in den Themenkomplex
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung der Arbeit
2 Rettungsdienst im Wandel der Zeit
2.1 Historie
2.2 Rettungswesen in den USA
2.3 Rettungswesen in Deutschland
2.4 Umbruchsituation im Rettungsdienst
3 Grundlagen des Rettungswesens
3.1 Gesetzliche Grundlagen
3.2 Definitionen
3.3 Ländervergleiche
4 Qualitätsmanagement im Rettungsdienst
4.1 Zum Begriff des Qualitätsmanagements
4.2 Ziele des Qualitätsmanagements
4.3 Modelle des Qualitätsmanagements
5 Hilfsfrist als Qualitätsmerkmal
5.1 Definition Hilfsfrist
5.2 Ländervergleiche der Hilfsfristvorgaben
5.3 Hilfsfrist ein geeignetes Qualitätsmerkmal?
6 Maßnahmen der Qualitätsverbesserung
6.1 Ressourcenoptimierung
6.2 EDV gestützte Systeme
6.3 Leistungskurven
6.4 Stressbewältigung am Arbeitsplatz
7 Die standardisierte Notrufabfrage
7.1 Ansatz der Qualitätsverbesserung
7.2 Umsetzung in einer Integrierten Regional-Leitstelle
7.3 Musterleitstelle Bodensee-Oberschwaben
7.3.1 Versorgungsgebiet
7.3.2 Ressourcendarstellung
7.3.3 Personalstruktur
7.3.4 Rahmenbedingungen
7.4 Vorüberlegungen und Grundsatzentscheidungen
7.4.1 Argumentationskette
7.4.2 Von der Idee zum Projekt
7.4.3 Produktauswahl
7.4.4 Investitionsargumente
7.4.5 Rahmenprojektplan
7.5 Vorbereitung
7.5.1 Projektstart / Kick-off
7.5.2 Lenkungsausschuss
7.5.3 Kostenkalkulation
7.5.4 Projektplan
7.6 Einführung
7.6.1 Mitarbeiterschulung
7.6.2 Erste Anwendungen
7.6.3 Einsatzcodes
7.7 Qualitätsmanagement
7.7.1 Fallbesprechungen und Evaluation
7.7.2 Alarm- und Ausrückeordnung
7.8 Kritische Systembewertung
8 Empfehlung und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Einführung einer standardisierten Notrufabfrage mit telefonischer Hilfeleistung als Instrument zur Qualitätsverbesserung im Rettungsdienst. Das primäre Ziel ist es, die Lücke in der Rettungskette zwischen Notruf und Eintreffen der Rettungskräfte zu schließen, eine einheitliche Dispositionsqualität zu gewährleisten und eine Musterimplementierung für die Integrierten Leitstellen Bodensee und Oberschwaben aufzuzeigen.
7.4.1 Argumentationskette
Wie bereits unter Punkt 1.2 dargestellt, wird in Baden-Württemberg das Qualitätskriterium für den erfolgreichen rettungsdienstlichen Einsatz ausschließlich an der Erfüllung der Hilfsfrist gemessen.
Sämtliche zusätzliche Maßnahmen außerhalb des Regelrettungsdienstes wie Helfer vor Ort Gruppen, First Responder oder auch bereits telefonische Anleitung zur Ersten Hilfe haben auf das bisherige System der Qualitätsbeurteilung keinen Einfluss.
Ob dies der richtige Ansatz ist soll hier nicht erörtert werden.
Entsprechend der Rettungskette stellt sich die momentane Situation so dar:
Bei einem Notfallereignis wird vom Ersthelfer der Notruf abgesetzt, ggf. dann eine Absicherung der Notfallstelle vorgenommen. Je nach Ausbildung des Helfers werden dann lebensrettende Maßnahmen ergriffen, die aber in ihrer Qualität sehr unterschiedlich sein können. Die Rettungsleitstelle setzt die entsprechenden Rettungsmittel in Bewegung.
Ganzheitlich betrachtet entsteht aber ein Bruch der sich wie folgt darstellt:
Vom Zeitpunkt der Notrufmeldung bis zum Eintreffen der Rettungsmittel entsteht ein therapeutisches Vakuum. Dieses gilt es mit telefonischer Anleitung zur Ersten Hilfe oder Hinweise auf Gefahren etc. zu schließen.
Ziel muss es sein, dass es im Hilfeleistungsprozess zu keinem Zeitpunkt zu einem Bruch der Kette kommt und somit das bessere Outcome des Patienten nicht gefährdet wird (Schlechtriemen 2009: 7).
Der Rettungsdienstplan für Baden-Württemberg sieht diese lückenlose Versorgung bereits vor, setzt ihn aber in diesem Punkt nicht konsequent in den Leitstellen um. Hier heißt es: „…Ein funktionierender Rettungsdienst erfordert eine lückenlose Versorgung des Notallpatienten bis zur Aufnahme in eine für die weitere Versorgung geeignete Klinik …“ (Sozialministerium 2001).
1 Aufbau der Arbeit: Einführung in die Relevanz des Qualitätsmanagements im Rettungsdienst und Darlegung der Problemstellung hinsichtlich der Ergebnisqualität.
2 Rettungsdienst im Wandel der Zeit: Historischer Rückblick auf die Entwicklung des Rettungsdienstes in den USA und Deutschland bis hin zur aktuellen Umbruchsituation.
3 Grundlagen des Rettungswesens: Übersicht über gesetzliche Rahmenbedingungen, Definitionen und länderspezifische Strukturen des deutschen Rettungswesens.
4 Qualitätsmanagement im Rettungsdienst: Definition und Ziele des Qualitätsmanagements sowie Vorstellung gängiger Modelle wie das von Donabedian.
5 Hilfsfrist als Qualitätsmerkmal: Kritische Auseinandersetzung mit der Hilfsfrist als zentrales, jedoch unzureichendes Planungs- und Qualitätsinstrument.
6 Maßnahmen der Qualitätsverbesserung: Analyse von Ansätzen wie Ressourcenoptimierung, EDV-Systeme, Leistungskurven und Stressbewältigung zur Steigerung der Qualität.
7 Die standardisierte Notrufabfrage: Detaillierte Betrachtung und Musterimplementierung einer standardisierten Notrufabfrage (SNAS) als Instrument zur Qualitätsverbesserung.
8 Empfehlung und Ausblick: Plädoyer des Verfassers für die Implementierung standardisierter Abfragesysteme zur Verbesserung der Ergebnisqualität im gesamten Rettungswesen.
Qualitätsmanagement, Rettungsdienst, Hilfsfrist, standardisierte Notrufabfrage, Ergebnisqualität, Rettungskette, ProQA, Disposition, Notruf, Integrierte Leitstelle, Telefonreanimation, Patientensicherheit, Prozessoptimierung, Rettungsdienstgesetz, Notfallmedizin
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung einer standardisierten Notrufabfrage (SNAS) als wichtigem Instrument zur Qualitätsverbesserung im deutschen Rettungswesen, um die Ergebnisqualität für den Patienten zu steigern.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Qualitätsmanagement im Rettungsdienst, der kritischen Betrachtung der Hilfsfrist, der Optimierung von Prozessen in der Leitstelle und der Implementierung von softwaregestützten Protokollen.
Das Ziel ist es, die "therapeutische Lücke" zwischen Notruf und Eintreffen der Hilfe zu schließen, indem Disponenten durch ein standardisiertes System bei der Notrufannahme und der telefonischen Anleitung zur Ersten Hilfe unterstützt werden.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturrecherche, Analyse bestehender Strukturen und eine Musterimplementierung für die Integrierten Leitstellen Bodensee und Oberschwaben inklusive Kostenkalkulation.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen des Qualitätsmanagements, die Kritik an der Hilfsfrist, Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung sowie das konkrete Projekt einer Implementierung von ProQA dargestellt.
Wichtige Begriffe sind Qualitätsmanagement, standardisierte Notrufabfrage, Rettungskette, Ergebnisqualität, Dispositionsqualität und Patientensicherheit.
Die Hilfsfrist ist primär ein Planungs- und Strukturinstrument. Sie bildet die tatsächliche Qualität der medizinischen Versorgung oder das Outcome des Patienten nicht ab, da sie nur die Eintreffzeit, aber nicht die Qualität der Hilfe vor Ort misst.
ProQA ist das EDV-gestützte System, welches dem Disponenten eine standardisierte Abfrage ermöglicht, um Diagnosen präziser zu bestimmen, die passenden Rettungsmittel zielgenau zu alarmieren und telefonische Erste-Hilfe-Anleitungen zu geben.
Durch strukturierte Schulungen, eine Übungsumgebung unter Realbedingungen, die Einbindung der Betriebsräte von Beginn an und einen Stufenkonzept zur Heranführung an den Realbetrieb.
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