Bachelorarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
1.1. Hintergrund und Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Abgrenzung
1.3. Methodisches Vorgehen
1.4. Aufbau der Arbeit
2. Die Entwicklung vom Stückguttransport zum Containertransport im Güterverkehr
2.1. Geschichtliche Aspekte der Containerschifffahrt
2.1.1. Entwicklung der Güterströme
2.1.2. Entwicklung der Containerschiffe
2.2. Container
2.2.1. Definition Container
2.2.2. Containertypen in der heutigen Seefracht
2.2.3. Containerleasing
3. Die Leercontainerproblematik
3.1. Containerdepots im Inland und europäischen Ausland
4. Lösungsansätze zur Optimierung der Leercontainerproblematik
4.1. Vorstellung verschiedener Lösungsansätze
4.1.1. Internationaler Containerpool
4.1.2. Collapsible Containers (faltbare Container)
4.1.3. Optimierte Containerdepots
4.1.4. Core-Carrier-Konzept bei führenden Logistikunternehmen
4.1.5. Ausgleich der Güterströme durch das Verschicken von recycelten Materialien
4.2. Bewertung der vorgestellten Lösungsätze
4.2.1. Internationaler Containerpool
4.2.2. Collapsible Containers (faltbare Container)
4.2.3. Optimierte Containerdepots
4.2.4. Core-Carrier-Konzept bei führenden Logistikunternehmen
4.2.5. Ausgleich der Güterströme durch das Verschicken von recycelten Materialien
5. Handlungsempfehlung
6. Fazit
Diese Arbeit befasst sich mit der Optimierung der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht, um die durch unpaarige Güterströme verursachten, hohen Kosten für die Repositionierung leerer Container zu minimieren. Dabei werden aktuelle Herausforderungen sowie verschiedene Lösungsansätze theoretisch analysiert und kritisch bewertet.
2.1. Geschichtliche Aspekte der Containerschifffahrt
Bereits Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Grundgedanke des Containertransports für den Transport von Umzugsgut, u.a. wegen des hohen Auswandereraufkommens, aufgegriffen. Mit sogenannten „Lift Vans“ wurden die Möbel ohne weiteres Umladen direkt von Haus zu Haus nach Übersee transportiert. 1929 wurde durch die Deutsche Reichsbahn ein „Preisausschreiben für Behälterverkehre“ herausgegeben. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg wurden Haus-zu-Haus-Verkehre mit Stahlkisten von der Reichsbahn angeboten. Dies war durch Umsetzen der Kisten vom Wagon auf den Lkw möglich. Auch die Internationale Handelskammer machte sich gemeinsam mit anderen Organisationen Gedanken zu dieser Thematik, hieraus resultierte 1933 die Gründung des Bureau International des Containers (BIC). Ein nicht unwichtiger Aspekt ist auch der, dass einfach zu handelnde Transportkisten beim Militär und während des Krieges von Vorteil waren.
Auch in den USA wurde nach einer Lösung für die Optimierung des Gütertransports beim Zusammenspiel mehrerer Verkehrsträger (z.B. Lkw, Bahn, Schiff) gesucht. Auslöser hierfür sind unterschiedliche Transportbestimmungen in den einzelnen US-Bundesstaaten, die einen Transport auf dem Landweg deutlich erschwerten, weshalb McLean größere Distanzen auf dem Seeweg bewältigen wollte. Nur kurze Distanzen zwischen Absender/Empfänger und dem jeweils nächsten Hafen sollten auf dem Landweg (Lkw/Bahn) zurückgelegt werden. Der weltweit erste Containertransport wurde Ende April 1956 von Malcom McLean mit einem umgebauten Tanker des Typs T2 aus dem zweiten Weltkrieg durchgeführt. 58 Container wurden am 26. April 1956 auf dem umgebauten Deck der IDEAL X von Newark, NJ nach Houston, TX transportiert.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der unpaarigen Güterströme und die damit verbundene Leercontainerproblematik sowie Darstellung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise.
2. Die Entwicklung vom Stückguttransport zum Containertransport im Güterverkehr: Historische Herleitung der Containerschifffahrt und Erläuterung der technischen Entwicklung sowie der Bedeutung von Standardcontainern.
3. Die Leercontainerproblematik: Analyse der Ursachen für Containerungleichgewichte und Darstellung der logistischen Herausforderungen in Depots und Häfen.
4. Lösungsansätze zur Optimierung der Leercontainerproblematik: Vorstellung und Bewertung verschiedener Strategien wie Containerpools, Faltcontainer, Core-Carrier-Konzepte und die Nutzung für recycelte Materialien.
5. Handlungsempfehlung: Zusammenführende Empfehlungen für eine kombinierte Anwendung der untersuchten Konzepte zur langfristigen Kostensenkung.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Relevanz einer optimierten Leercontainerlogistik für die Wettbewerbsfähigkeit von Reedereien.
Leercontainerlogistik, Seefracht, Containerrepositionierung, Unpaarigkeit, Güterströme, Containerleasing, Containerpool, Faltcontainer, Standardcontainer, Containerschifffahrt, Supply Chain, Kostensenkung, Logistikmanagement, Terminalbetrieb, Core-Carrier-Konzept
Die Arbeit analysiert die Herausforderungen der Leercontainerlogistik in der modernen Seefracht, insbesondere die hohen Kosten durch die Repositionierung leerer Einheiten aufgrund ungleicher globaler Warenströme.
Der Fokus liegt auf der Historie der Containerisierung, der Analyse von Leercontainer-Ungleichgewichten und der kritischen Bewertung konkreter Optimierungsansätze.
Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen und zu bewerten, wie die verfügbare Containerkapazität effizienter genutzt und somit die Kosten für die Reedereien nachhaltig gesenkt werden können.
Es handelt sich um eine theoriebasierte Arbeit, die auf vorhandener Fachliteratur, aktuellen Studien sowie Daten aus Wissenschaft und Forschung beruht.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Containerschifffahrt verschiedene Lösungsmodelle wie Containerpools, Faltcontainer, Depotsysteme und das Core-Carrier-Konzept detailliert beschrieben und bewertet.
Wichtige Begriffe sind Leercontainerlogistik, Unpaarigkeit der Güterströme, Repositionierung, Containerleasing und Optimierung der Lieferkette.
Die Unpaarigkeit ist die Hauptursache der Problematik: Sie beschreibt das Missverhältnis zwischen Import- und Exportmengen in bestimmten Regionen, was dazu führt, dass Container dort fehlen oder im Überschuss vorhanden sind.
Obwohl Faltcontainer Platz sparen, verursachen sie höhere Anschaffungskosten und haben ein höheres Eigengewicht, weshalb sie sich nicht universell für alle Güterarten eignen.
Durch Konzepte wie das "Drehen" von Containern, bei dem ein Importcontainer direkt für den nächsten Export genutzt wird, können Leerfahrten vermieden und Kosten eingespart werden.
Wirtschafts- und Finanzkrisen verstärken den Kostendruck, führen zu schwankenden Frachtaufkommen und verschärfen den Wettbewerb, was die Notwendigkeit zur Optimierung der Leercontainerströme erhöht.
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