Bachelorarbeit, 2013
48 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Entwicklung einer präzisen Fragestellung
3. Festlegung des Begriffsrahmens
3.1 Klärung zentraler theoretischer Begriffe
3.2 Weitere theoretische Grundlagen
4. Kooperatives Lernen in Theorie und Praxis
4.1 Zum Vorgehen und zur Methode der qualitativen Beobachtung
4.2 Zur Lerngruppe
4.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
5. Verknüpfung zu in der Literatur geschilderten Erfahrungen
6. Pädagogische Konsequenzen
7. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, inwieweit kooperative Lernformen in altersgemischten Lerngruppen als Instrument zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern eingesetzt werden können, wobei der Fokus auf den Aspekten der Hilfestellung und Partizipation liegt.
4.3 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
Mittels gezielter Strukturierung (Aufteilen in Teilbereiche, Definition von Begriffen) konnte sich Schritt für Schritt einem Ergebnis genähert werden, welches nicht nur auf einzelnen bzw. subjektiven Beobachtungen basiert, sondern durch intersubjektive und möglichst objektive Ansichten entstanden ist.
So fiel unter dem Beobachtungsaspekt Hilfestellung vor allem auf, dass öfters Hilfestellung gegeben als angefordert wurde und dass die älteren Kinder aus der GS hierbei mehr Eigeninitiative zeigen. Während die KITA-Kinder eher aufgefordert wurden Hilfestellung zu geben, geschieht dies bei den GS-Kindern auch unaufgefordert. Die Älteren leisten eher Hilfe und Jüngere empfangen diese. Allen voran beim Geben von Hilfestellung, ist in dem betrachteten Video Nicolai, der gleich zu Beginn der Aufgabe die Führung der Gruppe übernimmt. Andrea hingegen übernimmt die Position der „Helfenden Hand“. Sie ist stets aktiv bei der Bearbeitung der Aufgabe beteiligt. Das dritte GS-Kind Loredana trägt zwar kaum zur Lösung bei, stört die Gruppenarbeitsphase aber nicht. Das gleiche Verhalten kann bei dem KiTa-Kind Laureen beobachtet werden. Das letzte Kind, was die KiTa besucht, Jaqueline, vermittelt zwar den Eindruck, etwas zur Lösung des Problems beitragen zu wollen, jedoch scheint sie sich nicht gegenüber den GS-Kindern Nicolai und Andrea durchsetzen zu können. So sind zwei der drei Grundschulkinder beim Beobachtungspunkt Hilfestellung insgesamt sehr aktiv und kooperativ (auch wenn Nicolai zunächst darauf hingewiesen werden musste), während die KITA-Kinder passiver agieren. Loredana gibt als einzige keine Hilfestellung und Jaqueline fällt es insgesamt schwer, sich einzubringen.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der individuellen Förderung durch kooperative Lernformen in altersgemischten Lerngruppen ein und begründet die Relevanz selbstgesteuerter Lernprozesse.
2. Entwicklung einer präzisen Fragestellung: Das Kapitel beleuchtet den Zusammenhang zwischen individueller Förderung, altersgemischten Lerngruppen und kooperativen Methoden und leitet daraus die spezifischen Forschungsaspekte ab.
3. Festlegung des Begriffsrahmens: Es werden grundlegende Begriffe definiert sowie theoretische Basen wie der sozio-kulturelle Ansatz von Wygotski und sozio-kognitive Ansätze von Piaget und Youniss dargelegt.
4. Kooperatives Lernen in Theorie und Praxis: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Beobachtung an einem Praxisbeispiel im Kinderbildungshaus und wertet die Ergebnisse hinsichtlich Hilfestellung und Partizipation aus.
5. Verknüpfung zu in der Literatur geschilderten Erfahrungen: Die gewonnenen Beobachtungsergebnisse werden hier in den Kontext aktueller Forschungsergebnisse und Fachliteratur zum Thema Helfen und Lernen in heterogenen Gruppen gesetzt.
6. Pädagogische Konsequenzen: Hier werden aus den theoretischen und praktischen Erkenntnissen konkrete Empfehlungen für die Unterrichtsgestaltung und die veränderte Lehrerrolle abgeleitet.
7. Schlussbemerkung: Das Kapitel resümiert die Arbeit, diskutiert Grenzen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf die notwendigen Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen individualisierten Unterricht.
Kooperatives Lernen, individuelle Förderung, altersgemischte Lerngruppen, Hilfestellung, Partizipation, qualitative Beobachtung, sozio-kognitive Entwicklung, offener Unterricht, Lerngruppe, Schulpraxis, Methodenrepertoire, Lernprozesse, Peer-Learning, Differenzierung, Lehr-Lern-Prozesse.
Die Arbeit untersucht, wie kooperative Lernformen genutzt werden können, um Schülerinnen und Schüler in altersgemischten Lerngruppen individuell zu fördern.
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit kooperativer Unterrichtsmethoden, die Aspekte Hilfestellung und Partizipation sowie die Herausforderungen und Chancen altersgemischter Lerngruppen.
Das Ziel ist es, auf Basis einer qualitativen Beobachtung zu analysieren, wie sich kooperatives Lernen zwischen Kindergarten- und Grundschulkindern gestaltet und welche Schlüsse daraus für die individuelle Förderung gezogen werden können.
Die Autorin nutzt eine nicht-teilnehmende qualitative Beobachtung einer Videosequenz, die mittels strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wird.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen (Konstruktivismus) dargelegt, ein konkretes Praxisbeispiel aus einem Kinderbildungshaus analysiert und mit existierender Fachliteratur verknüpft.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie individuelle Förderung, Kooperatives Lernen, Altersmischung, Partizipation, Hilfestellung und soziale Interaktion.
Die Lehrkraft wandelt sich vom Instruktor zum Moderator, Beobachter und Lernhelfer, der eine vorbereitete Umgebung für selbstgesteuertes Lernen schafft.
Die Untersuchung zeigt, dass ältere Kinder häufiger als Helfer agieren, während jüngere Kinder eher Hilfe empfangen und teilweise durch die älteren Kinder eingeschüchtert werden können.
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