Masterarbeit, 2012
130 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Betrachtung erlebnisorientierter, nachhaltiger Bildung
2.1 Nachhaltigkeit und reflektierter Lebensstil
2.2 Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.3 Erlebnispädagogik, Naturpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung
2.4 Erlebnisorientierte Bildung für nachhaltige Entwicklung
3 Klettern als möglicher Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.1 Klettern im Allgemeinen
3.2 Klettern als Natursport
3.3 Klettern und die Beziehung zum Naturschutz
3.4 Risiko und Sicherheit beim Klettern
3.5 Betrachtung des Kletterns als Möglichkeit für eine erlebnisorientierte Bildung für nachhaltige Entwicklung
3.5.1 Merkmale einer erlebnisorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung beim Klettern
3.5.2 Förderung der Gestaltungskompetenz beim Klettern
3.6 Methodische Überlegungen und theoretisches Zwischenfazit
4 Erlebnisorientierte Bildung für nachhaltige Entwicklung in Form von Felskletterangeboten
4.1 Aktuelle Angebote und Konzeptionen in Deutschland
4.1.1 Freizeitbereich
4.1.2 Outdoor-Trainings
4.1.3 Weiterbildung
4.2 Best-Practice-Beispiele
4.2.1 Schulsport von Kindern und Jugendlichen
4.2.2 Freizeitbereich von Kindern und Jugendlichen
4.2.3 Felskletterangebote in anderen Ländern
5 Erhebung von Expertenmeinungen
5.1 Forschungsfragen der empirischen Untersuchung
5.2 Methode und Rahmenbedingungen der Befragung
5.3 Vorstellung der beteiligten Experten
5.4 Datenerhebung
5.5 Datenanalyse und Ergebnisse der empirischen Untersuchung
5.5.1 Förderung der Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz beim Felsklettern
5.5.2 Weitere Aspekte des Felskletterns in Bezug zur Förderung der Gestaltungskompetenz
5.5.3 Transfer erworbener Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz in den Alltag
5.5.4 Felsklettern im Erwachsenenbereich als Beitrag zu einem reflektierten Lebensstil
5.5.5 Bedingungen für Felskletterangebote mit Bezug zur BNE
5.6 Zusammenfassung der empirischen Befunde und Beantwortung der Forschungsfragen
5.7 Kritische Diskussion des methodischen Vorgehens
6 Schlussfolgerungen: Handlungsempfehlungen für Felskletterangebote im Sinne der erlebnisorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung
6.1 Gesellschaftliche Einflussfaktoren auf die Handlungsempfehlungen
6.2 Handlungsempfehlungen für Felskletterangebote
7 Zusammenfassung und Ausblick
7.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
7.2 Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob das Felsklettern im Erwachsenenbereich einen Beitrag zu einer erlebnisorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leisten kann, um Individuen zu einem reflektierten Lebensstil und damit zu nachhaltigem Handeln zu befähigen.
3.5.1 Merkmale einer erlebnisorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung beim Klettern
In Kapitel 2.4 wurden die Merkmale einer erlebnisorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung definiert. Dabei wurden Ereignisinitiierung und Erlebnisorientierung, Ganzheitlichkeit durch Lernen mit Kopf, Herz und Hand, Naturerlebnis, Gemeinschaftserlebnis, Selbsterfahrung durch Handlungsorientierung, angemessene Reflexion und Transfer, Freiwilligkeit, Berücksichtigung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Dimension, passende Settings und Förderung der zwölf Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz nach de Haan benannt. Nun ist von Interesse, ob diese Merkmale beim Klettern theoretisch erfüllt werden können.
Das Klettern an sich stellt die Initiierung eines Ereignisses dar. Es schafft damit Erlebnispotentiale, die aber erst durch die Eigenleistung der Kletterakteure selbst zu Erlebnissen werden können. Die Erlebnisorientierung beim Klettern ist gekennzeichnet durch Emotionen wie Angst oder Freude, durch praktisches Handeln und kognitive Elemente, also jenen Prozessen, die beim Wahrnehmen, Denken und Erinnern ablaufen und der Informationsverarbeitung dienen. Zielke (2010) sagt, dass das intensivste Erleben im sogenannten Flow-Zustand möglich ist. Dieser werde neben dem Musizieren, vor allem beim Klettern initiiert, wobei die Person so begeistert in ihre Tätigkeit vertieft ist, dass alles andere bedeutungslos erscheint (Zielke 2010, S. 45ff.). Daraus wird geschlussfolgert, dass vor allem Emotionalisierungs- und Motivierungsprozesse, sowie deren Steuerung, und die Förderung eines Flow-Zustands bei der Planung von Kletterangeboten berücksichtigt werden sollten.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik ein, stellt die Problemstellung sowie die Forschungsfrage dar und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Betrachtung erlebnisorientierter, nachhaltiger Bildung: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Nachhaltigkeit, BNE sowie Erlebnispädagogik erarbeitet und Schnittstellen identifiziert.
3 Klettern als möglicher Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung: Dieses Kapitel betrachtet das Klettern als Natursport und analysiert dessen Potenzial hinsichtlich der Förderung von Gestaltungskompetenz.
4 Erlebnisorientierte Bildung für nachhaltige Entwicklung in Form von Felskletterangeboten: Hier erfolgt eine Untersuchung aktueller Konzeptionen in Deutschland sowie die Darstellung von Best-Practice-Beispielen.
5 Erhebung von Expertenmeinungen: Dieses Kapitel widmet sich der empirischen Untersuchung mittels Expertenbefragung, deren Methode, Durchführung und Ergebnisauswertung.
6 Schlussfolgerungen: Handlungsempfehlungen für Felskletterangebote im Sinne der erlebnisorientierten Bildung für nachhaltige Entwicklung: Auf Basis der theoretischen und empirischen Befunde werden Handlungsmöglichkeiten und Empfehlungen für die Praxis entwickelt.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse sowie einem Ausblick auf zukünftige Forschungs- und Entwicklungsbedarfe.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Felsklettern, Erlebnispädagogik, Gestaltungskompetenz, Natursport, reflektierter Lebensstil, Expertenbefragung, Nachhaltigkeit, Handlungsfähigkeit, Transfer, Naturerfahrung, Gruppenerlebnis, Handlungsempfehlungen, Umweltbildung.
Die Arbeit untersucht das Potenzial von Felskletterangeboten, einen Beitrag zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu leisten und Menschen zu einem reflektierten Lebensstil zu befähigen.
Zentral sind die Verknüpfung von Erlebnispädagogik und BNE, die Analyse des Kletterns als Bildungsmedium sowie die empirische Erhebung von Expertenmeinungen zur Wirksamkeit solcher Angebote.
Das Ziel ist zu klären, inwieweit Felsklettern im Erwachsenenbereich Gestaltungskompetenzen fördert, die auch in den Alltag transferiert werden können, um eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.
Es wurde eine schriftliche Expertenbefragung durchgeführt, um komplexe Wissensbestände zu erfassen und Ansichten von Praktikern und institutionellen Experten zu vergleichen.
Der Hauptteil umfasst theoretische Grundlagen, die Analyse des Kletterns als Natursport, die Untersuchung bestehender Angebote in Deutschland sowie die Auswertung der Expertenbefragung.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Felsklettern, Erlebnispädagogik und Gestaltungskompetenz sind die zentralen Begriffe.
Die Arbeit zeigt, dass Klettern durch Elemente wie Reflexion, Ganzheitlichkeit und Naturerleben wichtige Teilkompetenzen der Gestaltungskompetenz fördern kann, sofern die Settings gezielt darauf ausgelegt sind.
Experten bestätigen, dass Klettern soziale und personale Kompetenzen wie Risikoeinschätzung und Teamfähigkeit stark fördert; ein Transfer in den Alltag wird von den Experten zwar gesehen, hängt jedoch stark vom Individuum und der pädagogischen Begleitung ab.
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