Magisterarbeit, 2011
195 Seiten, Note: Summa cum laude
0. Einleitung
1. Zum Begriff „Kinderzeitschriften“
1.1. Definition, Kriterien und Funktion der Kinderzeitschrift
1.2. Typologie der Kinderzeitschriften
1.2.1. Nach dem Inhalt
1.2.2. Nach dem Adressaten
1.2.3. Nach sonstigen Aspekten
1.3. Historischer Rückblick
1.3.1. Kinderzeitschriften im arabischen Sprachraum
1.3.2. Kinderzeitschriften in Deutschland
2. Textsorten in den Kinderzeitschriften AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND
2.1. Bewertung der Zeitschriften AS und BH
2.1.1. Entstehung und Entwicklung
2.1.2. Zielgruppe
2.1.3. Ziel und Konzeption
2.1.4. Autoren und Illustratoren
2.1.5. Erscheinungsbild und formale Gestaltung
2.2. Textsorten und Textsortenklassifikation
2.3. Klassifikation der Textsorten in den Zeitschriften AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND
2.4. Inhaltliche und formale Merkmale nichtliterarischer Textsorten in AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND
3. Literarische Textsorten in den Zeitschriften AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND
3.1. Tierdichtung
3.1.1. Anthropomorphisierung
3.1.2. Darstellungsformen
3.1.3. Die Figuren
3.1.4. Funktion
3.2. Phantastische Erzählungen
3.3. Realistische Erzählung
3.3.1. Alltagsgeschichten
3.3.2. Abenteuerliche Geschichten
3.3.2. Problemorientierte Geschichten
3.4. Comics, Bildgeschichten und Manga
3.4.1. Bildgeschichte
3.4.2. Comic
3.4.3. Manga
3.5. Kinderlyrik
3.5.1. Typologie der Kinderlyrik
3.5.2. Exkurs: Metren der arabischen Lyrik
3.5.3. Metren und optische Gestaltung der Kinderlyrik in AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND
4. Vergleichende Analyse exemplarischer Texte
4.1. Distanz und Nähe in der Mensch-Tier-Beziehung anhand der Geschichten 'Der Esel singt für uns' und 'Urmel aus dem Eis'
4.1.1. Anthropomorphisierung, Figurenkonfiguration und -konstellation
4.1.2. Aussage
4.1.3. Komposition und Aufbau der Texte
4.1.4. Erzählstrukturen
4.1.5. Sprache
4.2. Geschichten aus dem Kinderzimmer: 'Die Plüschpuppe wünscht' und 'Annabella Klimperauge'
4.2.1. Das Motiv der verlebendigten Spielzeuge
4.2.2. Figurentypisierung und -konstellation
4.2.3. Aussage
4.2.4. Komposition und Aufbau der Texte
4.2.5. Erzählstrukturen
4.3. Darstellung kindlicher Innenwelten in 'Sitz Nr. 6 im Wagen Nr. 6' und 'Mimis Hunger'
4.3.1. Darstellung innerpsychologischer Vorgänge
4.3.2. Erzählstrukturen
4.4. Narrative Struktur in den Comics 'Robo und Arabo' und 'Pelle und Bruno'
4.5. Heroische Figuren in 'Flucht' und 'Der Held'
5. Ergebnisse der Arbeit
Die vorliegende Magisterarbeit verfolgt das Ziel, die arabische und deutsche Kinderliteratur in zeitgenössischen Kinderzeitschriften vergleichend zu erforschen. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche literarischen Gattungen und Textsorten in den Zeitschriften AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND verwendet werden und wie sich deren formale sowie inhaltliche Merkmale in einem komparatistischen Kontext darstellen lassen.
3.1. Tierdichtung
Tiere stehen im Mittelpunkt der Lieblingswelt der Kinder. Sie sprechen tiefliegende kindliche Wünsche und Bedürfnisse an. Sie sind die Spielgefährten, zuverlässige Freunde, Beschützer und Spaßmacher der Kinder. Kinder lieben Tierfiguren in den Geschichten, weil Tiere durch ihre einfachen Konturen zum Spiegelbild des Kindes werden. Jede Tiergeschichte repräsentiert Modelle, an denen das Kind Möglichkeiten des Handelns in der Welt kennen lernt. In der Tiergeschichte probiert das Kind Rollen aus, weist Rollen zurück, identifiziert sich mit einigen und distanziert sich von anderen.
Tierdichtung ist jedoch nicht jede Geschichte, in der Tiere vorkommen. In Anlehnung an die Definition von Gerhard Haas für das 'Tierbuch' liegt eine Tierdichtung immer dann vor, "wenn Tiere allein oder zusammen mit Menschen den Mittelpunkt der Handlung ausmachen und (in erzählerischen Texten) zum Subjekt dieser Handlung werden." [Hervorhebung im Original] In der Tierdichtung sind Tiere also Haupthandlungsträger. Geschichten wie Ein Hund namens Grk und Flippo wünscht sich einen Fisch sind nach der Definition von Haas keine Tiergeschichten. Zwar liegt der Titel der ersten Geschichte dieser Definition nahe, jedoch ist sie eine Abenteuererzählung und keine Tiergeschichte, weil der Hund in der Handlung nur sekundär einwirkt. Die zweite Geschichte ist eine Geschichte aus dem Alltag eines Kindes. Sein Fisch spielt keinerlei Rolle im Geschehen der Geschichte.
0. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Geschichte der Kinderzeitschriften in Deutschland und im arabischen Raum und diskutiert den aktuellen Forschungsstand sowie das Forschungsdefizit im literaturwissenschaftlichen Bereich.
1. Zum Begriff „Kinderzeitschriften“: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kinderzeitschrift, erläutert Kriterien wie Aktualität und Vielfalt und nimmt eine Typologisierung nach verschiedenen Aspekten vor.
2. Textsorten in den Kinderzeitschriften AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND: Hier werden die Entstehung, Zielgruppen und Konzeptionen der beiden Zeitschriften bewertet sowie eine theoretische Einordnung und Klassifikation der verwendeten Textsorten erarbeitet.
3. Literarische Textsorten in den Zeitschriften AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND: Das Kapitel analysiert die fünf zentralen literarischen Genres – Tierdichtung, Phantastische Erzählung, Realistische Erzählung, Comic/Bildgeschichte und Kinderlyrik – anhand von Beispielen aus dem Korpus.
4. Vergleichende Analyse exemplarischer Texte: In diesem Kapitel erfolgt eine kontrastive Strukturanalyse ausgewählter arabischer und deutscher Texte, um Konvergenzen und Differenzen in der Figurenkonstellation, Erzählstruktur und Darstellung kindlicher Innenwelten aufzuzeigen.
5. Ergebnisse der Arbeit: Die Ergebnisse fassen die Erkenntnisse der komparatistischen Studie zusammen und bestätigen, dass trotz unterschiedlicher Sprachkulturen signifikante Parallelen in der Funktion und Gestaltung der Kinderzeitschriften existieren.
Kinderzeitschriften, Kinderliteratur, Komparatistik, AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR, DER BUNTE HUND, Textsorten, Tierdichtung, Phantastische Erzählung, Kinderlyrik, Medienanalyse, Literaturdidaktik, Anthropomorphisierung, Erzählstrukturen, Kindheit, Wertvermittlung.
Die Arbeit untersucht und vergleicht die literarischen und nichtliterarischen Merkmale von Kinderzeitschriften aus dem arabischen und deutschen Sprachraum, konkret am Beispiel des kuwaitischen Magazins AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und des deutschen Magazins DER BUNTE HUND.
Zentrale Themen sind die Typologie von Kindermedien, die Klassifikation von Textsorten, die literaturwissenschaftliche Analyse von kinderliterarischen Genres (wie Tierdichtung und Kinderlyrik) sowie die komparatistische Gegenüberstellung kultureller Einflüsse auf die Gestaltung dieser Zeitschriften.
Das Hauptziel ist es, ein Forschungsdefizit zu schließen, indem die literaturwissenschaftliche Komponente in der Analyse von Kinderzeitschriften gestärkt wird und ein tieferes Verständnis für die Konvergenzen und Unterschiede zwischen arabischen und deutschen Kinderliteraturen geschaffen wird.
Der Autor nutzt eine komparatistische Analyse, ergänzt durch deskriptiv-analytische und hermeneutische Ansätze, um die Texte und ihre Strukturen über Sprachgrenzen hinweg typologisch zu vergleichen.
Im Hauptteil werden zunächst die Zeitschriften selbst bewertet, danach die literarischen Genres (Tierdichtung, Phantastik, Realismus, Comics, Lyrik) detailliert analysiert und schließlich anhand konkreter Textbeispiele eine kontrastive Analyse der erzählerischen und formalen Strukturen durchgeführt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kinderzeitschriften, Literaturvergleich (Komparatistik), Textsortenklassifikation, fiktionale versus nichtfiktionale Texte und kinderliterarische Genres definiert.
Die Wahl fiel auf AL-ARABI AŞ-ŞAGĪR und DER BUNTE HUND, weil sie beide einen hohen literarischen Anspruch haben, eine hohe Qualität der Texte aufweisen und in ihren jeweiligen Kulturkreisen eine bedeutende Rolle für die kindliche Leseförderung und Identitätsbildung spielten.
Die Anthropomorphisierung wird als Grundbedingung der Tierdichtung identifiziert. Der Autor analysiert, wie durch die Vermenschlichung von Tieren menschliche Lebenskonzepte, Moralvorstellungen und Konflikte in den Geschichten reflektiert werden, um sie für Kinder verständlich zu machen.
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