Bachelorarbeit, 2010
51 Seiten, Note: 2,00
1. Einführung – Bank
2. Bedeutsamkeit der Marge
2.1. Die Steuerungsfunktion der Marge
2.2. Konzeptionelles Anforderungsprofil der Marge
3. Basiskonzept der Marktzinsmethode
3.1. Marktzinsmethode als Zentrale Kalkulationsmethode
3.2. Unvollkommenheit der Geld- und Kapitalmärkte
4. Opportunitätsprinzip, Engpassprinzip und Gegenseitenkonzept
4.1. Opportunitätsprinzip
4.2. Engpassprinzip
4.3. Gegenseitenprinzip (Gegenpositionsprinzip)
5. Grundsätze zur Marktzinsmethode
5.1. Risiko Neutralität
5.2. Exklusivität
5.3. Singularität
5.4. Grenzwertigkeit
5.5. Unternehmensfortführung
5.6. Marktwert
6. Der Strukturbeitrag als Transformationskomponente
6.1. Einführung
6.2. Beispiel
7. Der Konditionsbeitrag als Basis der Deckungsbeitragskalkulation
7.1. Einführung
7.2. Komponenten zum Konditionsbeitrag
7.3. Beispiel
7.4. Bedeutung des Konditionsbeitrags für die Marktbereiche
7.5. Bedeutung des Konditionsbeitrags für den Planungsprozess
8. Zusammenführung von Struktur- und Konditionsbeitrag zum Zinsüberschuss
8.1. Graphische Darstellung
8.2. Beispiel
9. Buchhalterische Betrachtungsweise (Accounting veiw)
9.1. Einführung
9.2. Beispiel
9.3. Geschäftsstellenbezogene Informationen
10. Schlussfolgerung
10.1. Gesamtbanksteuerung
10.2. Produktbezogene Steuerung
10.3. Risikobezogene Steuerung
10.4. Mitarbeiterbezogene Steuerung
10.5. Kundenbezogene Steuerung
Diese Arbeit untersucht die Marktzinsmethode als ein fundamentales Instrument des modernen Bank-Controllings. Ziel ist es, das Konzept der verursachungsgerechten Kalkulation von Zinsergebnissen darzustellen und aufzuzeigen, wie sie im Vergleich zur klassischen buchhalterischen Betrachtungsweise eine effizientere Steuerung von Kreditinstituten ermöglicht.
3.1. MARKTZINSMETHODE ALS ZENTRALE KALKULATIONSMETHODE
Die Marktzinsmethode („Matched Funds Transfer Princing Concept“ – MFPT) ist ein hierfür geeignetes Instrument und zentrale Kalkulationsmethode im modernen Bankenmanagement. Sie ist eine Methodologie für die interne Kalkulation von Refinanzierungskosten.
Es wird vom Opportunitätsprinzip ausgegangen und der Ergebnisbeitrag (Werterlös) entgegen eines alternativ möglichen Geschäftes am Geld- und Kapitalmarkt (money and capital market) herangezogen. Ein Kreditinstitut könnte grundsätzlich statt einer Kreditvergabe, das Geld am Kapitalmarkt anlegen oder statt Spareinlagen aufzunehmen, sich am Kapitalmarkt refinanzieren.
Einen zusätzlichen Erfolg erwirtschaftet ein Kreditgeschäft nur dann, wenn dessen Zinsertrag höher ist als der Zinsertrag der Geldanlage, die zugunsten des Kreditgeschäfts nicht mehr zum Zuge kommt. Umgekehrt erwirtschaftet ein Einlagengeschäft nur dann einen zusätzlichen Erfolg, sofern die Zinskosten niedriger sind als die Zinskosten der Geldaufnahme, auf die zugunsten des Einlagengeschäfts verzichtet wird.
Daher sind nur Kundengeschäfte vorteilhaft, die günstiger als ein alternatives, fristengleiches Interbankengeschäft sind. Das alternative Geschäft muss im Volumen, Laufzeit und Zinsanpassungscharakteristika mit dem Kundengeschäft entsprechen und nicht von einzelnen Entscheidungsträgern der Bank beeinflussbar sein.
Die Marktzinsmethode unterscheidet zwei Ergebniskomponenten aus den zinstragenden Geschäften. Die gesamte Bruttozinsspanne, die sich ergibt, wird in den Konditionsbeitrag (pricing marin) und den Strukturbeitrag (mismatch result) aufgeteilt. Diese müssen die vollständigen zugehörigen Kosten decken, um einen Gewinn zu erwirtschaften.
1. Einführung – Bank: Beschreibt die Grundlagen von Banken als Kreditinstitute und deren Rolle im Zahlungs- und Kreditverkehr.
2. Bedeutsamkeit der Marge: Erläutert die Steuerungsfunktion der Marge als zentrales Element des internen Rechnungswesens.
3. Basiskonzept der Marktzinsmethode: Führt das Matched Funds Transfer Pricing Concept als Instrument zur Kalkulation von Refinanzierungskosten ein.
4. Opportunitätsprinzip, Engpassprinzip und Gegenseitenkonzept: Analysiert verschiedene Kalkulationsansätze zur Bewertung von Investitionsentscheidungen im Bankgeschäft.
5. Grundsätze zur Marktzinsmethode: Definiert die Rahmenbedingungen wie Risikoneutralität, Exklusivität und Singularität für eine korrekte Margenkalkulation.
6. Der Strukturbeitrag als Transformationskomponente: Erklärt den Ertrag aus der Fristen- und Währungstransformation zwischen Aktiv- und Passivseite.
7. Der Konditionsbeitrag als Basis der Deckungsbeitragskalkulation: Beschreibt die Ermittlung des spezifischen Ergebnisbeitrags durch den Vergleich von Kundengeschäften mit Marktgeschäften.
8. Zusammenführung von Struktur- und Konditionsbeitrag zum Zinsüberschuss: Zeigt die grafische und rechnerische Synthese der Komponenten zur Gesamterfolgsrechnung.
9. Buchhalterische Betrachtungsweise (Accounting veiw): Kontrastiert die klassische zahlungsorientierte Buchhaltung mit den Anforderungen moderner, einzelgeschäftsbezogener Steuerung.
10. Schlussfolgerung: Bewertet die Marktzinsmethode als weit überlegen gegenüber klassischen Ansätzen für die Gesamtbank-, Produkt- und Mitarbeitersteuerung.
Marktzinsmethode, Bank-Controlling, Konditionsbeitrag, Strukturbeitrag, Fristentransformation, Opportunitätsprinzip, Bankmanagement, Zinsüberschuss, Einzelgeschäftskalkulation, Banksteuerung, Gesamtbanksteuerung, Margenkalkulation, Refinanzierungskosten, Finanzdienstleistung, Zinsänderungsrisiko
Die Arbeit behandelt die Marktzinsmethode als essenzielles Basis-Instrument für ein modernes und ertragsorientiertes Bank-Controlling.
Zentrale Themen sind die verursachungsgerechte Kalkulation, die Aufspaltung des Zinsüberschusses in verschiedene Ergebnisbeiträge sowie die Steuerungsmöglichkeiten für Marktbereiche und das Treasury.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch die Marktzinsmethode eine präzise und entscheidungsorientierte Bewertung von Bankgeschäften möglich ist, die über klassische buchhalterische Methoden hinausgeht.
Es wird das "Matched Funds Transfer Pricing Concept" (MFPT) als methodologischer Rahmen für die interne Kalkulation von Refinanzierungskosten herangezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen (Opportunitäts- und Gegenseitenkonzept), die Erläuterung der Ergebniskomponenten (Konditions- und Strukturbeitrag) sowie deren Anwendung in Planung und Kontrolle.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Marktzinsmethode, Konditionsbeitrag, Strukturbeitrag, Fristentransformation und Bank-Controlling charakterisieren.
Die klassische Buchführung ermöglicht keine einzelgeschäftsbezogene Steuerung, da keine Informationen über die Rentabilität einzelner Produkte im Vergleich zu Marktalternativen vorliegen.
Der Konditionsbeitrag resultiert aus dem Renditevorteil im Kundengeschäft (dezentral), während der Strukturbeitrag durch Fristentransformation und Marktrisikosteuerung (zentral durch das Treasury) entsteht.
Die Beispiele zeigen, dass ohne Margenkalkulation unprofitable Geschäftsstellen oder Produkte innerhalb einer Region verborgen bleiben können, was eine zielgerichtete Steuerung verhindert.
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