Bachelorarbeit, 2012
32 Seiten, Note: 2,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
I. Einleitung
II. Die vergleichende Werbung
1. Der Begriff der vergleichenden Werbung
2. Der Anwendungsbereich der vergleichenden Werbung
3. Die Voraussetzungen der vergleichenden Werbung
a) Das Vorliegen einer Werbung
b) Die Bezugnahme auf Mitbewerber
c) Der Vergleich
aa) Die Rechtsprechung des EuGH
bb) Die Rechtsprechung des BGH
cc) Die Literatur
dd) Stellungnahme
4. Das Ziel der vergleichenden Werbung
5. Die Unlauterkeit der vergleichenden Werbung
III. Das Verhältnis von Markenrecht und Wettbewerbsrecht
1. Die Vorrangthese
2. Die Theorie der Normenkonkurrenz
3. Fazit
IV. Die vergleichende Werbung als Verletzungstatbestand des Markenrechts
1. Die Verwendung einer Marke in der vergleichenden Werbung
a) Die markenmäßige Benutzung einer Marke als Erfordernis d. Verletzung
b) Die vergleichende Werbung als markenmäßige Benutzung
c) Keine markenmäßige Benutzung bei vergleichender Werbung
d) Stellungnahme
2. Das Verhältnis zwischen Verbraucher und Markeninhaber
a) Das Interesse des Markeninhabers
b) Das Interesse des Verbrauchers
c) Stellungnahme
V. Zusammenfassung
Ziel der Arbeit ist es, die rechtliche Zulässigkeit der Benutzung von Marken in der vergleichenden Werbung innerhalb Europas und Deutschlands zu untersuchen, das Verhältnis von Marken- und Wettbewerbsrecht zu beleuchten und die Interessenlage von Markeninhabern gegenüber den Informationsbedürfnissen der Verbraucher abzuwägen.
c) Der Vergleich
Eine weitere Voraussetzung der vergleichenden Werbung könnte in dem Erfordernis eines Vergleichs liegen. Fraglich ist, ob der Tatbestand der vergleichenden Werbung in Art. 2 lit. c der Werberichtlinie bzw. in § 6 Abs. 1 UWG als ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal auch tatsächlich einen Vergleich voraussetzt. Wäre dies nicht der Fall, wäre folglich auch eine vergleichende Werbung ohne Vergleich anzuerkennen. Diese Fragen wurden erstmals in der Toshiba-Europe-Entscheidung des EuGH aufgeworfen und sind noch nicht abschließend geklärt.
Aufgrund der Besonderheit der vergleichenden Werbung bestehen derzeit unterschiedliche Auffassungen bzgl. der Begrifflichkeit und der Erfordernis eines Vergleichs.
aa) Die Rechtsprechung des EuGH
Betrachtet man den Wortlaut des Art. 2 lit. c der Werberichtlinie könnten laut Definition der vergleichenden Werbung auch jene Werbeformen erfasst sein, die einen Mitbewerber erkennbar machen, allerdings keine vergleichende Beziehung zwischen dem Werbenden und seinen Waren oder Dienstleistungen und dem Mitbewerber und dessen Waren oder Dienstleistungen herstellen. So ist es gem. des Wortlauts nach Ansicht des EuGH ohne Bedeutung, ob ein Vergleich in der Werbung stattfindet oder nicht. Eine vergleichende Werbung liegt nach der Rechtsprechung des EuGH i.S.v. Art. 2 lit. c der Werberichtlinie bereits dann vor, wenn eine Äußerung in beliebiger Form vorliegt, die auf einen Mitbewerber oder dessen Waren oder Dienstleistungen Bezug nimmt. Auch eine mittelbare Bezugnahme ist für die Tatbestandserfüllung ausreichend.
I. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Bedeutung von Werbung für Unternehmen und benennt die Zielsetzung der Arbeit, das Recht der vergleichenden Werbung unter Einbeziehung markenrechtlicher Aspekte zu analysieren.
II. Die vergleichende Werbung: Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Grundlagen, Voraussetzungen und Ziele der vergleichenden Werbung sowie die Problematik ihrer Unlauterkeit.
III. Das Verhältnis von Markenrecht und Wettbewerbsrecht: Hier werden die theoretischen Ansätze zur Abgrenzung beider Rechtsgebiete, insbesondere die Vorrangthese und die Theorie der Normenkonkurrenz, diskutiert.
IV. Die vergleichende Werbung als Verletzungstatbestand des Markenrechts: Das Kapitel untersucht, unter welchen Bedingungen die Verwendung fremder Marken in der Werbung den Tatbestand einer Markenverletzung erfüllt und analysiert die gegensätzlichen Interessen von Verbrauchern und Markeninhabern.
V. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit der Einhaltung sämtlicher Voraussetzungen für eine zulässige vergleichende Werbung.
vergleichende Werbung, Markenrecht, Wettbewerbsrecht, UWG, Werberichtlinie, Markenverletzung, markenmäßige Benutzung, Verbraucherschutz, Mitbewerber, Identitätsschutz, Verwechslungsgefahr, EU-Recht, Rechtsangleichung, Interessenabwägung, Zulässigkeitsvoraussetzungen
Die Arbeit befasst sich mit der rechtlichen Zulässigkeit und den markenrechtlichen Implikationen von vergleichender Werbung in Europa und Deutschland.
Die zentralen Felder umfassen die Definition der vergleichenden Werbung, die Voraussetzungen für ihre Zulässigkeit sowie die komplexe Schnittstelle zwischen Marken- und Wettbewerbsrecht.
Das Ziel ist es, zu erläutern, unter welchen Bedingungen Marken Dritter in vergleichender Werbung verwendet werden dürfen, ohne Markenrechte zu verletzen, und dabei die Interessen von Markeninhabern und Verbrauchern in Einklang zu bringen.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche Arbeit, die primär auf der Analyse von Gesetzesnormen, EU-Richtlinien sowie der einschlägigen Rechtsprechung des EuGH und des BGH basiert.
Der Hauptteil analysiert die Tatbestandsmerkmale der vergleichenden Werbung, die theoretische Einordnung des Verhältnisses von Marken- und Wettbewerbsrecht sowie die Frage, ob die Nutzung fremder Marken eine markenmäßige Benutzung darstellt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie vergleichende Werbung, Markenrecht, UWG, markenmäßige Benutzung, Verbraucherschutz und Wettbewerbsverhältnis charakterisieren.
Die Autorin plädiert in ihrem Fazit dafür, dass ein pauschaler Vorrang oder eine pauschale Parallelanwendung weniger sinnvoll ist als eine individuelle Betrachtung des jeweiligen Streitfalls, um zu einer rechtlich korrekten Bewertung zu gelangen.
Der europäische Gesetzgeber sieht in der vergleichenden Werbung ein Instrument zur Verbraucherinformation. Da Verbraucher strukturell unterlegen sind, ist ihr Schutz ein zentraler Maßstab für die Auslegung der Zulässigkeitskriterien.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

