Essay, 1976
108 Seiten
Einleitung
Teil A: Beziehung Medikament – Arzt – Patient.
1. Herstellung und Vertrieb von Medikamenten.
1.1. Charakteristika pharmazeutischer Unternehmen.
1. 1. 1. Wachstum.
1.1. 2. Monopolspezialisierung.
1.1. 3. Preisgestaltung.
1. 2. Neue Präparate und die Zulassungskontrolle.
1. 3. Werbung.
1. 3. 1. Ausgaben für die Werbung.
1. 3. 2. Funktion der Werbung.
1. 3. 3. Materialien zur Werbung.
2. Spezifische Eigenschaften von Medikamenten.
2.1. Nebenwirkungen in einer Klinik.
2. 2. Nebenwirkungen bei ambulanten Patienten.
2. 3. Nebenwirkung bei Kindern.
2. 4. Krankheiten durch Arzneimittel bei Neugeborenen.
2. 5. Spezielle Reaktion auf Sedative und Tranquilizer.
3. Ärzte.
3. 1. Das Problem.
3. 2. Auswirkungen des Numerus Clausus.
3. 3. Das Medizinstudium.
3. 4. Die Zeit nach dem Examen.
3. 5. Resultate der organzentrierten Ausbildung und Berufsorientierung.
4. Der Weg zum Patienten - Wie wird der Mensch krank.
4.1. Nikotin.
4. 1. 1. Problem.
4. 1. 2. Folgen.
4. 1. 3. Prophylaxe.
4.2. Alkohol.
4. 2. 1. Problem.
4. 2. 2. Folgen.
4. 2. 3. Prophylaxe und Behandlung.
4. 3. Fettsucht.
4. 3. 1. Problem.
4. 3. 2. Folgen.
4. 3. 3. Prophylaxe und Behandlung.
5. Selbstmedikation.
5. 1. Ausmaß der Selbstmedikation.
5. 2. Folgen der Selbstmedikation.
6. Der Weg zum Arzt – Wie kommt der Kranke zum Arzt.
6. 1. Was heißt „Krank“?
6. 1. 1. Berufliche Faktoren.
6. 1. 2. Psychische Faktoren.
6. 1. 3. Wann geht ein Patient ( Mensch mit organischer Krankheit) zum Arzt?
7. Das Verhältnis Arzt – Patient.
7. 1. Die Stellung des freiberuflich tätigen Arztes und seines Patienten.
7. 2. Das Verhalten von Arzt und Patient bei „kleineren Erkrankungen“, „minor illness“.
7. 3. Die medikamentöse Therapie des Arztes.
7. 3. 1. Das Problem der Psychopharmaka.
7. 3. 2. Kriterien für die Wahl eines Medikamentes.
7. 4. Der Krankenhausaufenthalt.
7. 4. 1. Die Überweisung.
7. 4. 2. Nebenwirkungen des Krankenhaus-Aufenthaltes.
8. Zusammenfassung der Beziehung Medikament – Arzt – Patient.
Teil B. SozioPsychologische Aspekte einzelner Krankheiten.
1. Der Schmerz und seine Behandlung.
1. 1. Schmerzfaktoren.
1. 2. Unterbehandlung bei Unkenntnis dieser Schmerzfaktoren.
1. 3. Schmerzlinderung durch Angstlösung.
1. 4. Wirkung von Information allein.
1. 5. Variable bei der Verabreichung von Schmerzmitteln.
1. 6. Modifikation des Schmerzverhaltens.
2. Diabetes.
2. 1. Problem.
2. 2. Emotionale Faktoren bei der Behandlung.
2. 3. Durch den Diabetes bedingte emotionelle Störungen.
2. 4. Altersdiabetes: Tabletten versus Diät.
3. Hypertonie.
3. 1. Hypertonie, die unerkannte Krankheit.
3. 2. Modelle zur Lösung des Behandlungsproblems.
4. Herzerkrankungen.
4. 1. Problem.
4. 2. Herzchirurgie.
4. 3. Konservative Therapie von Herzinfarkt-Patienten.
4. 4. Rehabilitation von Herzinfarktpatienten.
5. Lungenerkrankungen.
5. 1. Mukoviszidose.
5. 2. Tuberkulose.
5. 3. Chronische unspezische Lungenerkrankung.
6. Terminale Niereninsuffizienz, Dialyse.
6. 1. Auswirkungen psychischer Probleme auf die Therapie.
6. 2. Das Objekt der Therapie: Der Patient.
6. 3. Subjekte der Therapie: Das medizinische Team.
6. 4. Zusammenarbeit von Patient und medizinischem Team.
7. Neurologische Erkrankungen bei Kindern.
7. 1. Das Problem.
7. 2. Die Polio-Lähmung und ihre Folgen.
7. 3. Kinder mit Hirntumoren und die Ansicht des Todes.
8. Krebs.
8. 1. Häufigkeit.
8. 2. Faktoren, die die Mortalität beeinflussen.
8. 3. Soziale und psychologische Probleme des Tumorleidens.
9. Der Tod.
9. 1. Krankheitsverlauf und das Problem der Therapie.
9. 2. Die Diagnose, das Gespräch mit den Eltern.
9. 3. Die Diagnose, das Gespräch mit dem Kind.
9. 4. Die Gruppentherapie für die Eltern.
9. 5. Auswirkungen auf das Klinikpersonal.
9. 6. Drei verschiedene Arten, mit dem Sterben fertig zu werden.
10. Zusammenfassung der sozio-psychologischen Aspekte von Krankheit und Tod.
Teil C. Gesundheit. Problem und Lösung.
1. Gesundheit in den Entwicklungsländern.
1. 1. Problem, Hunger und Infekte.
1. 2. Lösungen.
2. Die Gesundheit in der BRD und den westlichen Ländern.
2. 1. Lage in der Kinderheilkunde.
2. 2. Lage in der Erwachsenenmedizin.
2. 3. Prävention und Therapie: Grenzen und Aufgaben der Medizin.
2. 4. Lösungsmodelle.
Teil D. Epilog.
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die komplexe Dynamik der Beziehung zwischen Medikament, Arzt und Patient zu beleuchten und den Einfluss psychischer sowie sozialer Faktoren auf das Krankheitsverständnis und die Therapiebefolgung zu analysieren. Dabei wird untersucht, inwieweit das moderne Gesundheitssystem durch eine einseitige Fokussierung auf Technik und Medikalisierung die Bedürfnisse des Patienten vernachlässigt und welche Ansätze für eine patientenorientiertere Versorgung existieren.
3. 3. Das Medizinstudium.
Die medizinische Ausbildung ist eine naturwissenschaftliche, auf Prüfungskataloge, Skripten zu Prüfungskatalogen und viele Prüfungen, die detailliertes Einzelwissen abfragen, ausgerichtetes Studium.
Die Probleme, die der einzelne Student mit der Dekapitation des Frosches, der offenen Herzmassage des Hundes, dem Präparierkurs, den sterbenden Patienten während der Praktikantenzeit hat, werden von ihm und allen anderen verleugnet oder durch makabre Feste wie Leichenwendfeiern überspielt.
Wie weit die Verleugnung des Todes geht, mag ein Beispiel aus meinem Chirurgiekurs zeigen: Eine Gruppe von acht Studenten steht um das Bett eines Patienten, der einen Unfall hatte und auf der Wachstation liegt. Daneben liegt ein Patient mit Leberzirrhose im Koma. Im Laufe des Vortrages des Patienten hört die Anzeigt auf dem EKG-Bildschirm auf zu zeichnen: Tod. Der Vortrag geht weiter, ich versuchte die anderen darauf aufmerksam zu machen, keine Reaktion, der Unterricht geht weiter. Im nächsten Bett liegt ein junger Mann, 18 Jahre alt, dessen linker Oberarm bei einem Mopedunfall durch einen stammnahen Plexusabriss (die Neurochirurgen nähen dann nicht) gelähmt worden war. Am linken Arm fehlte der Puls. Dieses Symptom führte zur Kontrastmitteldarstellung der Gefäße des linken Armes (Arteriographie mit Seldingerkatheter), es ergibt sich kein pathologischer Befund, man diagnostiziert eine Intimaschädigung unbekannter Ätiologie, die zu Pulsverlust geführt habe, die Funktion aber nicht einschränke. Die Kontrastmittelinjektion führt zu Thrombosierung der Arteria Basilaris mit resultierendem Erblinden, Krämpfen etc.. Die antitrhombotische Streptokinasebehandlung führt zu einer Blutung retroperitoneal. Wegen des Verdachts auf Nierenblutung wird das Nierenlager eröffnet, kein Befund. Diagnose: Die Kontrastmittelinjektion führte zur Schlitzung der hinteren Arterienwand und dadurch zur Blutung. Die Infektion der Wunden führt zu Fieberschüben, Diagnose: Sepsis. Blutproben ergeben Klebsiella und Hefe. Die Meningitis führt zum Wegdämmern, eine Tachycardie führt zur Diagnose Myocarditis. Das Diskussionsthema war „Wie ernähren Sie den Patienten? Wie ist die Konzentration der Fette und Aminosäuren in der parenteralen Zufuhr?“ Eine bewusste Auseinandersetzung mit den Fragen nach Problemen und Gefahren und Kosten der spezialisierten medizinischen Diagnostik der modernen Medizin findet ebenso wenig statt wie die Auseinandersetzung mit dem Leiden, dem Tod, der chronischen Krankheit und ihren therapeutischen Problemen.
Herstellung und Vertrieb von Medikamenten: Dieses Kapitel analysiert das Wachstum und die Preisgestaltung pharmazeutischer Unternehmen sowie die Bedeutung von Werbung für das Verschreibungsverhalten von Ärzten.
Spezifische Eigenschaften von Medikamenten: Es wird die Problematik von Nebenwirkungen bei unterschiedlichen Patientengruppen, von Kindern bis hin zu Neugeborenen, detailliert beleuchtet.
Ärzte: Der Fokus liegt auf der studentischen Ausbildung, den Auswirkungen des Numerus Clausus und der Berufssituation nach dem Examen.
Der Weg zum Patienten - Wie wird der Mensch krank: Hier wird der Einfluss von Lebensstilfaktoren wie Nikotin, Alkohol und Fettsucht auf die Krankheitsentstehung diskutiert.
Selbstmedikation: Das Ausmaß und die gesundheitlichen Folgen des eigenverantwortlichen Medikamentenkonsums werden untersucht.
Der Weg zum Arzt – Wie kommt der Kranke zum Arzt: Die Hürden und psychologischen Faktoren, die den Entschluss eines Patienten beeinflussen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, stehen hier im Mittelpunkt.
Das Verhältnis Arzt – Patient: Dieses Kapitel erforscht das komplexe Beziehungsgeflecht und die Auswirkungen von Kommunikation auf die Therapiebefolgung.
Zusammenfassung der Beziehung Medikament – Arzt – Patient: Eine Synthese der zuvor diskutierten Faktoren, die die Interaktion zwischen den Akteuren des Gesundheitssystems prägen.
Medizin, Arzt-Patient-Beziehung, Pharmaindustrie, Nebenwirkungen, Psychosomatik, Therapie, Krankheitsverhalten, Selbstmedikation, Chronische Krankheiten, Kommunikation, Gesundheitssystem, Patientenorientierung, Medikalisierung, Prävention, Soziopsychologie
Die Arbeit untersucht die Interaktionen im Gesundheitssystem zwischen Medikamentenherstellern, Ärzten und Patienten und beleuchtet kritisch, wie diese durch ökonomische und psychologische Faktoren beeinflusst werden.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle der Pharmaindustrie, das Medizinstudium und die ärztliche Ausbildung, die psychologische Bedeutung von chronischen Krankheiten sowie die Kommunikation in der medizinischen Versorgung.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine patientenorientierte Medizin, die soziale und psychologische Faktoren miteinbezieht, gegenüber einer rein technisch-ökonomisch geprägten Versorgung gestärkt werden kann.
Der Autor führt eine umfassende Literaturanalyse durch und kombiniert diese mit empirischen Beobachtungen und Fallbeispielen, um die Diskrepanz zwischen medizinischer Theorie und gelebter Praxis aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beziehung zwischen Medikament, Arzt und Patient sowie die sozio-psychologischen Aspekte einzelner organischer Krankheiten, ergänzt um systemische Lösungsmodelle.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Medizin, Arzt-Patient-Beziehung, Psychosomatik, Therapiebefolgung und Patientenorientierung charakterisiert.
Der Autor argumentiert, dass das Auswahlverfahren zu einer Selektion von Studenten führt, die zwar akademisch leistungsfähig sind, jedoch möglicherweise weniger praktisch-orientiert oder empathisch gegenüber dem Patienten agieren.
Der Autor sieht in Sozialstationen einen wichtigen Ansatz zur ambulanten Betreuung, warnt jedoch davor, dass diese ohne ärztliche Einbindung lediglich als isoliertes Subsystem fungieren, anstatt die ganzheitliche Versorgung zu verbessern.
Kommunikation wird als der entscheidende Faktor für die Therapiebefolgung identifiziert; eine defizitäre Interaktion zwischen Arzt und Patient führt zu Missverständnissen, Unzufriedenheit und letztlich zu einem schlechteren Behandlungsergebnis.
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