Bachelorarbeit, 2011
81 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Einführung in Thematik und Fragestellung
1.2 Literatur und Forschungsstand
1.3 Methodik und Vorgehensweise
2. Soziologisch-theoretische Grundlagen und Definitionen
2.1 Was ist Jugend?
2.2 Jugendkultur und Szenen
2.3 Was bedeutet eine Szenezugehörigkeit für das Individuum?
3. Heavy Metal als Szenephänomen
3.1 Einblicke in die Szene
3.1.1 Begriffsbestimmung oder „Was ist Heavy Metal?“
3.1.2 Entstehung des Heavy Metal
3.1.3 Die musikalische und kulturelle Entwicklung bis heute
3.1.4 Einblick in die Szenestruktur
3.1.5 Ansehen der Szene in der Gesellschaft
3.1.6 Szenekultur
3.2 Äußerlichkeiten und Merkmale der Szenezugehörigkeit
3.2.1 Die phänotypischen Pflichten eines Metalheads
3.2.2 Religion und Heavy Metal – Unvereinbar oder unzertrennlich?
3.3 Inhalte von Musik und Texten im Heavy Metal
4. Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht die Heavy Metal-Szene als soziologisches Phänomen und erforscht, ob sie lediglich als ein temporäres Mittel jugendlicher Auflehnung dient oder ob sie sich als dauerhafter Lebensstil manifestiert, der über die Adoleszenz hinaus Bestand hat.
3.1.1 Begriffsbestimmung oder „Was ist Heavy Metal?“
Zunächst soll der Begriff Heavy Metal erläutert werden, wobei sich herausstellt, dass eine einheitliche Definition schwierig ist. Laut DUNCAN 1984 ist Heavy Metal eine „prollige, scheußliche, stillose, unkultivierte […], fürchterliche und dumme Musik, ja noch nicht einmal Musik.“ Eine musikalische Analyse würde jedoch zeigen, dass es ein Genre der Rock-Musik ist und durch viele unterschiedliche Strömungen geprägt wurde. Musikalisch sind die Wurzeln vor allem im Bereich des Jazz und des Blues zu suchen, aus denen sich später dann der Rock’n’Roll entwickelte. Im Rocklexikon von GRAVES, SCHMIDT-JOOS und HALBSCHEFFEL wird er mit dem Begriff des Heavy Rock gleichgesetzt, was jedoch ein verzerrtes Bild aufwirft.
Heavy Metal ist mehr als nur harte Rockmusik. Dementsprechend wurde auch ein Terminus dafür gewählt, der in seiner wörtlichen Bedeutung mit „Schwermetall“ zu übersetzen ist. Diese Assoziation ergibt sich, so BRUCKMOSER und WULFF, durch einen „massiven Soundteppich“, der durch stark verzerrte Gitarren und massigen Schlagzeugeinsatz erzeugt wird und an zähflüssiges Metall beim Gießen erinnert.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik, den Forschungsstand sowie die deskriptive Methodik der Arbeit.
2. Soziologisch-theoretische Grundlagen und Definitionen: Theoretische Definitionen von Jugend, Jugendkultur und Szenezugehörigkeit als Basis der Untersuchung.
3. Heavy Metal als Szenephänomen: Detaillierte Analyse der Entstehungsgeschichte, Szenestruktur, äußeren Merkmale, Religion und inhaltlichen Aspekte der Musik.
4. Zusammenfassung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse und Fazit zur Manifestation von Heavy Metal als Lebensstil.
Heavy Metal, Jugendkultur, Szeneforschung, Identitätsbildung, Soziologie, Subgenres, Musiksoziologie, NWOBHM, Lebensstil, Metalhead, Jugend, Rebellion, Medien, Szenezugehörigkeit, Fanstruktur
Die Arbeit analysiert die Heavy Metal-Szene soziologisch, um zu verstehen, welche Rolle sie für Jugendliche und Erwachsene spielt.
Die zentralen Themen umfassen die soziologische Einordnung von Jugend, die Struktur der Metal-Szene, die Bedeutung von Mode und Musik sowie die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Stigmata.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob Heavy Metal lediglich ein vorübergehendes Mittel jugendlicher Rebellion gegen das Elternhaus ist oder ob er als langfristiger Lebensstil besteht.
Es wird ein rein deskriptiver Ansatz gewählt, der durch die Auswertung bestehender Literatur sowie durch die Einbeziehung einiger Fragebogenrückläufer gestützt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Szene-Analyse, die Betrachtung phänotypischer Merkmale, eine Auseinandersetzung mit Religion im Metal-Kontext sowie die Untersuchung musikalischer und textlicher Inhalte.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Heavy Metal, Jugendkultur, Identitätsbildung, Szenezugehörigkeit und Lebensstil charakterisiert.
Der Begriff dient als wörtliche Übersetzung von "Heavy Metal" und wird durch die Assoziation mit einem massiven "Soundteppich" aus verzerrten Gitarren und Schlagzeug begründet.
Die Arbeit stuft die Vorwürfe einer zwingenden Verbindung als haltlos ein und betrachtet sie als eine gesellschaftliche Fehlinterpretation, bei der der Kontext einzelner Symboliken ausgeblendet wird.
Die Kutte dient als wichtiges Erkennungsmerkmal innerhalb der Szene, das Auskunft über die Stellung und das Wissen des Fans gibt und die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft visualisiert.
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