Masterarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfragen
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Konzeptioneller Bezugsrahmen
2.1 Kennzeichen eines Reiseveranstalters
2.2 Charakteristika der Pauschalreise
2.3 Grundzüge des Reiserechts
2.3.1 Gegenstand der Haftungspflicht
2.3.2 Gegenstand der Insolvenzsicherungspflicht
2.3.3 Gegenstand der Informationspflichten
3 Überblick über den deutschen Reisemarkt
3.1 Dimensionen des deutschen Reisemarktes
3.2 Größe und Struktur des Reiseveranstaltermarktes
4 Abgrenzung des Schwarztourismus
4.1 Begriffsdefinition
4.2 Charakteristika schwarztouristischer Aktivitäten
4.3 Marktakteure
4.3.1 Vereine
4.3.2 Kirchliche Träger
4.3.3 Schulen
4.3.4 Sonstige Akteure
5 Empirische Analyse ökonomischer Effekte des Schwarztourismus am Beispiel des Landkreises Alzey-Worms
5.1 Abgrenzung der Untersuchungsregion
5.2 Methodik
5.2.1 Konzeption des Fragebogens
5.2.2 Durchführung der Befragung
5.3 Auswertung der Erhebung
5.3.1 Teil A - Planung und Durchführung von Vereinsreisen und -ausflügen
5.3.2 Teil B - Angaben über Reiseformen
5.3.2.1 Vereinsreisen
5.3.2.2 Kurzreisen
5.3.2.3 Tagesreisen und Ausflüge
5.3.3 Teil C - Organisation mit oder ohne Reisebüro/Reiseveranstalter
5.3.3.1 Selbstorganisation
5.3.3.2 Organisation unter Zuhilfenahme von Reiseexperten
5.3.4 Teil D - Sozio-Demographische Angaben
6 Relevanz des Schwarztourismus als Wirtschaftsfaktor
6.1 Marktvolumen des Schwarztouristik-Marktes bei Vereinsreisen
6.1.1 Dimensionen gesamter Reiseausgaben
6.1.2 Dimensionen möglicher schwarztouristischer Reiseausgaben
6.1.2.1 Vereinsreisen
6.1.2.2 Kurzreisen
6.1.2.3 Tagesreisen
6.1.2.4 Gesamtvolumen aller Reiseformen
6.1.2.5 Gesamtvolumen Rheinland-Pfalz
6.1.2.6 Gesamtvolumen Deutschland
6.2 Implikationen schwarztouristischer Handlungen für den deutschen Veranstaltermarkt
6.3 Handlungsempfehlungen und Maßnahmen
6.4 Zukunftstendenzen
7 Fazit
Die Arbeit analysiert das Phänomen des "Schwarztourismus", bei dem nichtgewerbliche Akteure wie Vereine und Kirchengemeinden Reisen organisieren, ohne dabei die gesetzlichen Bestimmungen (z.B. Reiserecht, Insolvenzsicherung) einzuhalten. Das primäre Ziel ist es, das Marktpotenzial dieser Aktivitäten im Landkreis Alzey-Worms durch eine empirische Studie zu erfassen und die wirtschaftliche Relevanz sowie die Konkurrenzsituation für den kommerziellen Reiseveranstaltermarkt zu beurteilen.
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
Positive wie negative Rand- oder Begleiterscheinungen sind in allen Bereichen des Lebens vorzufinden, ob in der Gesellschaft, Politik, Wissenschaft oder Industrie. Es handelt sich dabei um Phänomene, die in einem bestimmten Zusammenhang nur von geringer Signifikanz sind und aufgrund dessen auch nur beiläufig wahrgenommen werden.
Auch im dynamischen Wachstumsmarkt des Tourismus wird von solch einer Erscheinung gesprochen: der Schwarztouristik. Eine fast obsolete Thematik, welche seit Jahren immer mal wieder Gehör in größeren Debatten findet, jedoch keine beachtlichen Weiterentwicklungen verzeichnet. Dabei stellt sich die Frage, ob es sich tatsächlich nur um einen marginalen Markt handelt, der neben dem kommerziellen Reiseveranstaltergeschäft besteht oder ob diesem Phänomen und dessen möglichen Konsequenzen eine größere Relevanz zugesprochen werden sollte. Gemeinnützige Marktakteure, sprich u.a. karitative Institutionen, kirchliche Träger, Vereine, aber auch Privatpersonen übernehmen die Rolle eines Reiseveranstalters ohne die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und oftmals mit fehlendem Wissen über juristische und wirtschaftliche Folgen.
Zweifelsohne spaltet die Existenz dieses Schattentourismus den Reisemarkt in zwei Gruppen. Auf der einen Seite gibt es wirtschaftliche Reiseunternehmen, für die eine Auseinandersetzung mit dieser Causa aus ökonomischer Sicht vernachlässigbar ist.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Schwarztourismus, Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Untersuchung.
2 Konzeptioneller Bezugsrahmen: Darstellung der reiserechtlichen Grundlagen und Definitionen für Reiseveranstalter und Pauschalreisen.
3 Überblick über den deutschen Reisemarkt: Analyse der aktuellen Marktsituation, Größe und Struktur des Reiseveranstaltermarktes in Deutschland.
4 Abgrenzung des Schwarztourismus: Detaillierte Betrachtung des Begriffs, der Akteure und der Charakteristika schwarztouristischer Aktivitäten.
5 Empirische Analyse ökonomischer Effekte des Schwarztourismus am Beispiel des Landkreises Alzey-Worms: Durchführung und Auswertung einer Befragung von Vereinen zur Reiseorganisation und Planung.
6 Relevanz des Schwarztourismus als Wirtschaftsfaktor: Hochrechnung des Marktvolumens, Bewertung der ökonomischen Bedeutung und Handlungsempfehlungen für die Branche.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Phänomens.
Schwarztourismus, Reiseveranstalter, Vereinsreisen, Reiserecht, Pauschalreise, Marktanalyse, Insolvenzsicherung, Haftungspflicht, Selbstorganisation, Gruppenreisen, Wirtschaftsfaktor, Wettbewerbsverzerrung, Empirie, Tourismusmanagement, Vereinsaktivitäten
Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Schwarztourismus", also die Durchführung von Reisen durch nichtgewerbliche Organisationen wie Vereine oder Kirchengemeinden unter Umgehung reiserechtlicher Vorschriften.
Hauptakteure sind Vereine, Kirchengemeinden, Volkshochschulen und sonstige nichtgewerbliche Vereinigungen, die regelmäßig Reisen für ihre Mitglieder organisieren.
Das Ziel ist es, das Ausmaß und die ökonomischen Auswirkungen dieser nichtgewerblichen Reiseaktivitäten zu quantifizieren und deren Relevanz für den kommerziellen Tourismusmarkt aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Einführung in das Reiserecht und einer empirischen Primärerhebung mittels Online-Fragebogen bei Vereinen im Landkreis Alzey-Worms.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung zu Pauschalreisen und Reiseveranstalterdefinitionen als auch die detaillierte Auswertung der empirischen Daten zur Reiseorganisation und Planung.
Kernbegriffe sind Schwarztourismus, Pauschalreise, Haftungsrisiken, Vereinsreisen und Wettbewerbsverzerrung.
Ja, sofern Organisationen die Definition eines Reiseveranstalters erfüllen, unterliegen sie strengen gesetzlichen Pflichten wie der Insolvenzsicherung und Informationspflichten; bei Missachtung drohen Haftungs- und wettbewerbsrechtliche Konsequenzen.
Professionelle Reiseanbieter betrachten den Schwarztourismus teilweise als Bedrohung für ihren Umsatz, da sie dort Wettbewerbsverzerrungen durch den Wegfall von Versicherungsprämien und Steuervorteilen sehen.
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