Diplomarbeit, 2003
63 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
Grundlagen variabler Vergütung
1. Variable Vergütung als Teil eines betrieblichen Anreizsystems
1.1 Definition eines Anreizsystems
1.2 Funktionen eines Anreizsystems
1.3 Klassifizierung der Anreize
1.3.1 Klassifizierung nach dem Anreizobjekt
1.3.2 Klassifizierung nach der Anreizquelle
1.4 Arten von Anreizsystemen
2. Motivation menschlichen Verhaltens im Betrieb
2.1 Der Motivationsbegriff
2.2 Der Motivationsprozess
2.3 Motivationstheorien
2.3.1 Inhaltstheorien
2.3.2 Prozesstheorien
2.4 Motivationale Wirkung variabler Vergütung
Eckpfeiler einer variablen Vergütung
3. Funktionen variabler Vergütung
4. Anforderungen an variable Vergütungssysteme
5. Leistungsbeurteilung
5.1 Beurteilungsverfahren
5.1.1 Die herkömmliche merkmalsorientierte Leistungsbeurteilung
5.1.2 Die moderne zielorientierte Leistungsbeurteilung
Individuelle versus teamorientierte variable Vergütung
6. Variable Vergütung auf individueller Ebene
6.1 Bewertung der individuellen variablen Vergütung aus Mitarbeitersicht
6.2 Gestaltungsanforderungen für die individuelle variable Vergütung
7. Variable Vergütung auf teamorientierter Ebene
7.1 Bewertung der teamorientierten variablen Vergütung aus Mitarbeitersicht
7.2 Gestaltungsanforderungen für die teamorientierte variable Vergütung
8. Fehler bei der Einführung von variabler Vergütung
Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Anwendung individueller und teamorientierter variabler Vergütungssysteme im Banken-Vertrieb unter Berücksichtigung sozialpsychologischer Motivationsforschung, um die Chancen und Risiken dieser Modelle aufzuzeigen und fundierte Gestaltungsanforderungen abzuleiten.
Die moderne zielorientierte Leistungsbeurteilung
Obwohl als „modernes Verfahren“ der Leistungsbeurteilung gepriesen, hat McGregor bereits 1957 die Beurteilung anhand von Zielen hinterfragt und diskutiert, was auf der Entwicklung des Management by Objectives Konzepts beruht.
Kennzeichen der zielorientierten Leistungsbeurteilung ist ein Prozess, bei dem zu Beginn mitarbeiter-, stellen-, und situationsbezogene Ziele festgelegt werden, die aus den im Vorfeld festgelegten Unternehmenszielen abgeleitet werden. Die Unternehmensziele werden in einer Zielhierarchie in immer feinere Teilziele gegliedert. Lattmann spricht von einer “Zielausfaltung“ in drei Richtungen:
Zeitlich in Form von langfristigen und kurzfristigen Zielen
Horizontal durch die Zielverteilung auf verschiedene Unternehmensbereiche
Vertikal durch die Zerlegung der Ziele größerer Einheiten in Teilziele für Subsysteme
Der Prozess der zielorientierten Leistungsbeurteilung setzt sich aus sechs aufeinander aufbauenden Schritten zusammen, wobei als Grundlage aller Schritte eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Mitarbeiter und Vorgesetztem stattfinden sollte:
1. Vereinbarung von Zielen
2. Erstellung geeigneter Durchführungspläne
3. Festlegung des Leistungsniveaus
4. Ergebnisfeststellung und Ermittlung des Grundes der Zielerreichung (Soll-Ist-Vergleich)
5. Abweichungsanalyse
6. Folgemaßnahmen
Einleitung: Umriss des Trends weg von starren Vergütungsstrukturen hin zu leistungsorientierten Systemen im Bankensektor.
1. Variable Vergütung als Teil eines betrieblichen Anreizsystems: Definition und Klassifizierung von Anreizen sowie deren Einbettung in Managementkonzeptionen.
2. Motivation menschlichen Verhaltens im Betrieb: Theoretische Auseinandersetzung mit Motivationsprozessen und gängigen Modellen (Maslow, Herzberg, Vroom, Porter/Lawler).
3. Funktionen variabler Vergütung: Analyse der Zielausrichtung hinsichtlich Motivation, Synchronisation und Evaluation.
4. Anforderungen an variable Vergütungssysteme: Darstellung eines Anforderungskatalogs für eine erfolgreiche und akzeptierte Systemgestaltung.
5. Leistungsbeurteilung: Untersuchung institutioneller Verfahren zur Erfassung und Bewertung individueller Mitarbeiterleistungen.
6. Variable Vergütung auf individueller Ebene: Analyse der praktischen Anwendung, Chancen und Risiken für den einzelnen Mitarbeiter.
7. Variable Vergütung auf teamorientierter Ebene: Untersuchung der spezifischen Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten bei Team-Vergütungsmodellen.
8. Fehler bei der Einführung von variabler Vergütung: Identifikation häufiger Mängel wie mangelnde Einbindung oder fehlende Transparenz.
Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Vergütungsformen und Plädoyer für eine gemischte Ausgestaltung.
Variable Vergütung, Anreizsysteme, Mitarbeitermotivation, Leistungsbeurteilung, Banken-Vertrieb, Zielvereinbarung, Motivationsforschung, Teamorientierung, Leistungsanreize, Management by Objectives, Entgeltsysteme, Mitarbeiterakzeptanz, Leistungssynchronisation, Personalführung, Vergütungsstrukturen.
Die Diplomarbeit behandelt die Gestaltung und Wirkung von variablen Vergütungssystemen speziell im Vertriebsbereich von Banken, wobei ein besonderer Fokus auf dem Vergleich zwischen individuellen und teamorientierten Modellen liegt.
Die Arbeit verknüpft betriebswirtschaftliche Entgeltkonzepte mit psychologischen Motivationstheorien und diskutiert Anforderungen, Beurteilungsverfahren und praktische Implementierungsfehler.
Ziel ist es, die variable Vergütung aus dem Blickwinkel der sozialpsychologischen Verhaltensforschung zu beleuchten sowie die Chancen und Risiken verschiedener Vergütungsmodelle gegenüberzustellen, um praxisrelevante Gestaltungsanforderungen zu definieren.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender Managementtheorien, Motivationsforschung sowie betriebswirtschaftlicher Studien zur Entgeltgestaltung in Kreditinstituten.
Der Hauptteil gliedert sich in Grundlagen der Anreizsysteme, Motivationstheorien, die Funktionen variabler Vergütung, Methoden der Leistungsbeurteilung sowie eine detaillierte Analyse individueller und teamorientierter Vergütungsformen.
Variable Vergütung, Anreizsysteme, Mitarbeitermotivation, Zielvereinbarung, Leistungsbeurteilung und Teamorientierung stehen im Zentrum der wissenschaftlichen Betrachtung.
Der Autor argumentiert, dass der Erfolg personalwirtschaftlicher Maßnahmen unmittelbar von der Akzeptanz der Belegschaft abhängt; ohne Transparenz und Nachvollziehbarkeit drohen Demotivation und Widerstand.
Er kritisiert den Prozess in der Praxis als oft unehrlich, da es sich häufig um einseitige Zielvorgaben des Managements handele statt um echte Verhandlungen auf Augenhöhe, was die motivierende Wirkung konterkarieren könne.
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