Bachelorarbeit, 2011
36 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definition der Wortart 'Partikel'
3. Der Weg der Wortart 'Partikel' in der Duden-Grammatik
4. Klassifizierung der Partikeln
4.1 Die Gradpartikel
4.2 Die Fokuspartikel
4.3 Die Negationspartikel
4.4 Die Abtönungspartikel (Modalpartikel)
4.5 Die Gesprächspartikel
4.6 Die Interjektion (Ausdruckspartikel)
4.7 Das Onomatopoetikum
5. Partikeln und ihre Funktionen in der gesprochenen Sprache
6. Partikeln und die Construction Grammar
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die heterogene Wortart der Partikeln im Deutschen, insbesondere deren Funktionen und Bedingungen in der gesprochenen Sprache. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Partikeln trotz ihrer sprachlichen Heterogenität von Gesprächsteilnehmern erfolgreich zur Strukturierung von Dialogen und zur Vermittlung kommunikativer Einstellungen genutzt werden.
4.5 Die Gesprächspartikel
„Bei jedem Diskurs, bei dem mehr als ein Sprecher aktiv beteiligt ist, ist der Übergang von Sprecher S1 zu Sprecher S2 alles andere als einfach“ (Ehlich 2000: 212). Die Anwesenheit mehrerer Gesprächsteilnehmer, die sich in zeitlicher Sukzession miteinander verständigen, führt somit zu organisatorischen Aufgaben, die durch Gesprächspartikeln bewältigt werden können. Gesprächspartikeln sind ein typisches Merkmal gesprochener Sprache und kommen vor allem in dialogischer Kommunikation vor (vgl. Duden 2009: 594). Mithilfe der Gesprächspartikeln kann der Sprecher beispielsweise signalisieren, dass er seine Sprecherrolle abgeben möchte, oder sich der Aufmerksamkeit seines Zuhörers versichern. Auch der Zuhörer kann durch Partikeln zum Gelingen des Gesprächs beitragen indem er z. B. das typische Rezeptionssignal 'hm' nutzt, um dem Sprecher Zustimmung zu signalisieren.
1. Einleitung: Diese Arbeit führt in die Heterogenität der Wortart Partikel ein und legt dar, dass die Untersuchung in der gesprochenen Sprache sowie die Anwendung der Construction Grammar zur Klärung der Funktionen beitragen soll.
2. Definition der Wortart 'Partikel': Dieses Kapitel befasst sich mit der etymologischen Herkunft und den morphologischen, semantischen sowie syntaktischen Kriterien, die zur Definition und Abgrenzung von Partikeln herangezogen werden.
3. Der Weg der Wortart 'Partikel' in der Duden-Grammatik: Hier wird die historische Entwicklung und Neuausrichtung der Partikelbeschreibung innerhalb der verschiedenen Duden-Auflagen von 1966 bis 2009 kritisch aufgezeigt.
4. Klassifizierung der Partikeln: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Differenzierung der Partikel-Untergruppen, wie sie in der Duden-Grammatik 2009 definiert werden, und erläutert deren spezifische Funktionen.
5. Partikeln und ihre Funktionen in der gesprochenen Sprache: Es wird analysiert, wie Partikeln bei den Bedingungen der Echtzeit-Kommunikation helfen, Probleme wie Flüchtigkeit und Synchronisierung in Dialogen zu bewältigen.
6. Partikeln und die Construction Grammar: Dieses Kapitel diskutiert den Ansatz der Construction Grammar, Partikeln als gespeicherte, kontextabhängige Konstruktionen zu betrachten, um so die schnelle und effiziente Verwendung im Gespräch zu erklären.
7. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Partikeln effektive Werkzeuge für die Gesprächsorganisation sind und ein besseres Verständnis ihrer Anwendung das Sprachbewusstsein, insbesondere im Deutschunterricht, fördern kann.
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Die Arbeit befasst sich mit der heterogenen Wortart der Partikeln im Deutschen und deren komplexen Funktionen, insbesondere innerhalb der gesprochenen Sprache.
Zu den Kernbereichen gehören die Definition von Partikeln, ihre historische Einordnung in der Duden-Grammatik, ihre Klassifizierung in Untergruppen sowie ihre Bedeutung für die Strukturierung von Dialogen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Partikeln trotz ihrer Uneinheitlichkeit als essenzielle und effektive Mittel der Gesprächsführung dienen und wie sie mithilfe neuerer Theorien, wie der Construction Grammar, besser verstanden werden können.
Es wird eine linguistische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung grammatikalischer Standardwerke, insbesondere der Duden-Grammatik, sowie auf diskursanalytischen und konstruktionsgrammatischen Ansätzen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Einteilung der verschiedenen Partikelarten (Grad-, Fokus-, Modal-, Gesprächspartikeln usw.) und untersucht deren spezifische Aufgaben in mündlichen Kommunikationssituationen.
Zentrale Begriffe sind Partikeln, gesprochene Sprache, Gesprächsorganisation, Construction Grammar und Sprachbewusstsein.
Partikeln helfen den Sprechern, unter dem Zeitdruck der gesprochenen Interaktion komplexe Einstellungen auszudrücken, Pausen zu überbrücken und den Gesprächsverlauf aktiv zu steuern.
Sie betrachtet Partikeln nicht als isolierte, schwer definierbare Wörter, sondern als Bestandteile von fest gespeicherten, kontextabhängigen Konstruktionen, was die kognitive Belastung für Sprecher und Hörer reduziert.
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