Examensarbeit, 2012
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Schulsituation von MigrantInnen in Deutschland
2.1 Entstehung interkultureller Erziehung und Bildung in Deutschland
2.2 Der Kulturbegriff innerhalb der Pädagogik
2.2.1 Der Begriff der Interkulturellen Kompetenz
3 Ausgangsebene Interkultureller Pädagogik
3.1 Zwei Grundrichtungen Interkultureller Pädagogik
3.2 Interkulturelle Erziehung und Bildung nach Wolfgang Nieke
4 Interkulturelle Kompetenz in Schule
4.1 Interkulturelles Lernumfeld
4.2 Interkulturelle Kompetenz bei Lehrkräften
4.3 Methoden zur Förderung interkultureller Kompetenz
4.3.1 Training Interkultureller Kompetenz
4.4 Messung interkultureller Kompetenz
4.4.1 Fragebogenverfahren
4.4.2 Kognitive Strukturtests
4.4.3 Critical Incident Methode
4.4.4 Repertory Grid
4.4.5 Assessment- Center- Verfahren
5 Kooperation von Schule und Schulsozialarbeit
5.1 Erziehung und Bildung in der Schulsozialarbeit
5.2 Interkulturelle Kompetenz in Schulsozialarbeit
5.3 Interkulturelle Kompetenz sozialer Organisationen
6 Erfolgreiches Lernen am Beispiel der Jenaplan-Schule
6.1 Grundlagen der Jenaplan-Pädagogik
6.2 Die Jenaplan- Schule Jena
7 Schlussfolgerung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung interkultureller Kompetenz im Kontext der Schule und Schulsozialarbeit. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern interkulturelle Kompetenzen dazu beitragen können, die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund zu verbessern und die Selektionsmechanismen des deutschen Schulsystems zu mildern.
4.4.1 Fragebogenverfahren
Fragenbogenverfahren, die sich auf die Messung Interkultureller Kompetenz für den Einsatz im Bildungssektor beziehen, wurden weitestgehend im angloamerikanischen Sprachraum konzipiert, da es hierzulande derzeit sehr wenige Messverfahren dazu gibt. Vier Fragebogenverfahren helfen bei der Ermittlung des Bedarfs an interkulturellem Training, die im Folgenden vorgestellt werden.
1. Multicultural Personality Questionaire (MPQ)
Dieses Verfahren wurde „als diagnostisches Instrument zur Abklärung des Bedarfs an Interkulturellem Training entwickelt“ (vgl. Over et al. 1997, S. 70). Hierbei soll der „Erfolg der professionellen Effektivität, der persönlichen Anpassung und der interkulturellen Interaktionen“ auf der Grundlage der Dimensionen „Social Initiative, Flexibility, Openess und Emotional Stability“ gemessen werden (ebd., S. 71). Multikulturelle Effektivität funktioniert nach der psychosozialen Anpassungsfähigkeit, was in einer Studie an asiatischen Studenten belegt werden konnte.
2. Interkultural Adjustement Potencial Scale (ICAPS)
Mit dieser Methode kann scheinbar nach den vier Feldern „emotion regualtion, openess, flexibility and critical thinking“ (ebd.), interkulturelle Anpassung ebenso, wie in dem bereits vorgestellten Modell, vorausgesagt werden. Dazu wurden 35 internationale Studenten in einer Stichprobe erfasst. Die Stichproben wurden aufgrund von Merkmalskatalogen erfasst, nach denen systematische und empirisch begründete Eigenschaften interkulturell kompetenter Personen diagnostiziert werden sollten (vgl. Over et al. 1997, S.68). Die Auswertungen dieser Merkmalskataloge haben gezeigt, dass interkulturelle Anpassung unabhängig von der Persönlichkeit und Intelligenz stattfindet (vgl. ebd., S. 71).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die soziale und kulturelle Diversität Deutschlands ein und definiert die Relevanz interkultureller Kompetenz für das Bildungssystem sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Schulsituation von MigrantInnen in Deutschland: Das Kapitel beleuchtet die Bildungsbenachteiligung von MigrantInnen und zeichnet die historische Entwicklung der interkulturellen Pädagogik in Deutschland nach.
3 Ausgangsebene Interkultureller Pädagogik: Hier werden theoretische Grundprinzipien interkultureller Pädagogik, insbesondere die Ansätze von Nieke und Hohmann, detailliert erörtert.
4 Interkulturelle Kompetenz in Schule: Dieses Kapitel analysiert das interkulturelle Lernumfeld, die Anforderungen an Lehrkräfte und stellt verschiedene Methoden zur Förderung und Messung interkultureller Kompetenzen vor.
5 Kooperation von Schule und Schulsozialarbeit: Es wird die Rolle der Schulsozialarbeit als komplementäres Glied zur Schule beschrieben, um Selektionsfolgen zu mildern und die Inklusion zu fördern.
6 Erfolgreiches Lernen am Beispiel der Jenaplan-Schule: Das Kapitel präsentiert die Jenaplan-Pädagogik und die Praxis der Jenaplan-Schule Jena als Modell für eine gelingende Schule.
7 Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer systemischen Verankerung interkultureller Kompetenz.
Interkulturelle Kompetenz, Schule, Schulsozialarbeit, Migration, Bildungsbenachteiligung, Interkulturelle Pädagogik, Integration, Diversität, Schulentwicklung, Jenaplan-Pädagogik, Kultur, Antirassismus, Ethnozentrismus, Lernumfeld, Akkulturation.
Die Arbeit analysiert die Bedeutung von interkultureller Kompetenz in deutschen Schulen und der Schulsozialarbeit, um Kinder mit Migrationshintergrund besser in das Bildungssystem zu integrieren.
Die Arbeit umfasst Themen wie die Schulsituation von Migranten, die theoretischen Grundlagen der interkulturellen Pädagogik, Methoden zur Förderung und Messung von interkultureller Kompetenz sowie die Kooperation von Schule und Jugendhilfe.
Das Hauptziel besteht darin aufzuzeigen, wie durch interkulturelle Kompetenz die Bildungschancen von Kindern mit Migrationshintergrund verbessert und soziale Selektionsmechanismen im deutschen Bildungswesen gemildert werden können.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte erziehungswissenschaftliche Arbeit, die auf der Analyse bestehender Fachliteratur, aktueller Bildungsstudien sowie pädagogischer Konzepte basiert.
Der Hauptteil befasst sich mit der pädagogischen Professionalität von Lehrkräften, verschiedenen Methoden zur Kompetenzmessung und der Rolle der Schulsozialarbeit bei der Inklusionsförderung.
Schlüsselbegriffe sind Interkulturelle Kompetenz, Migrationshintergrund, Schulentwicklung, Ethnozentrismus, Inklusion, pädagogische Professionalität und die Jenaplan-Pädagogik.
Die Arbeit betont, dass Schulsozialarbeit als komplementäres System dazu beitragen kann, Blockaden und negative Selektionsfolgen im Bildungssystem aufzufangen, die durch die Schule allein oft nicht gelöst werden.
Die Jenaplan-Schule dient als praktisches Modell für ein kindzentriertes, reformpädagogisches Konzept, das Diversität als Ausgangspunkt für erfolgreiches Lernen nutzt und somit eine Alternative zu konventionellen, selektiven Schulstrukturen bietet.
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