Masterarbeit, 2013
108 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1 Begriffsklärung „Notfall“
2.2 Begriffsklärung „Krise“
2.2.1 Krisen als Teil der menschlichen Entwicklung
2.2.2 Der Krisenzustand
2.3 Begriffsklärung Trauma
2.3.1 Traumafolgestörungen
2.3.2 Anpassungsstörung (ICD-10, F43.2)
2.3.3 Akute Belastungsreaktion (ICD-10, F43.0)
2.3.4 Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10, F.43.1)
2.3.5 Komplexe Posttraumatische Belastungsstörung (F62.0)
2.4 Stadien von traumatischen Krisen
2.4.1 Schockphase
2.4.2 Reaktionsphase
2.4.3 Bearbeitungsphase
2.4.4 Neuorientierung
2.5 Neuroanatomische und funktionelle Veränderungen nach Psychotraumata
2.6 Resilienz
2.6.1 Personale Schutzfaktoren
2.6.2 Schutzfaktoren in der Familie
2.6.3 Schutzfaktoren im Umfeld
3. Krisen in der Organisation Schule
3.1 Krisen aus organisatorischer Sicht
3.2 Blickwinkel von Krisen im Kontext Schule
3.3 Wie Krisen in Organisationen verarbeitet werden können
3.3.1 Die akute Phase der Krisenverarbeitung in Organisationen
3.3.2 Die Rekonstruktionsphase der Krisenverarbeitung in Organisationen
3.3.3 Die Organisation nach der Krise
3.3.4 Reflexion und Analyseprozess
3.3.5 Bedeutung der Leitung im Krisenverlauf
3.4 Schule als resiliente Organisation
4. Krisenmanagement in der Organisation Schule
4.1 Implementierung eines schulinternen Krisenteams
4.1.1 Aufgaben eines Krisenteams
4.1.2 Bildung bzw. Aufstellung eines Krisenteams
4.1.3 Aufgaben und Rollenverteilungen des Krisenteams
4.2 Zusammenarbeit von Krisenteam und Krisenhelfer/innen
4.2.1 Formen von Krisen an Schulen und die Rolle der Krisenhelfer/innen
4.2.2 Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen in Krisensituationen
4.3 Implementierung von Handlungs- bzw. Krisenplänen an Schulen
4.3.1 Von der Fürsorge über die Nachsorge zur Vorsorge: Das FNV-Modell
4.3.1.1 Die Fürsorge
4.3.1.2 Die Nachsorge
4.3.1.3 Die Vorsorge
4.4 Krisenintervention
4.4.1 „BELLA“ - Kriseninterventionskonzept für akute Krisensituationen
4.4.2 „BASIS“ - Interventionskonzept für akute Krisensituationen
4.4.3 Psychoedukation
4.4.4 Schulpsycholog/innen
4.4.5 Notfallseelsorge
4.5 Öffentlichkeitsarbeit nach dramatischen Ereignissen an Schulen
4.5.1 Krisenkommunikation
4.5.1.1 Information des Kollegiums
4.5.1.2 Elterninformation
4.5.1.3 Umgang mit Klassen in Krisensituationen
4.5.2 Umgang mit Medien im Krisenfall
5. Möglichkeiten der Schule im Sinne von Prävention
5.1 Ursachen und Risikofaktoren
5.2 Formen der Gewalt an Schulen
5.2.1 Physische Gewalt
5.2.2 Psychische Gewalt
5.2.3 Amok bzw. School Shooting
5.3 Gewaltprävention
5.3.1 Gewaltpräventionsprogramme
5.3.2 Schulklima
5.3.3 Schulqualität
5.3.4 Lernkultur
5.3.5 Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus
6. Der schulische Umgang mit Tod und Trauer
6.1 Vorstellungen vom Tod
6.1.1 Das Kind von fünf bis zehn Jahren
6.1.2 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und vierzehn Jahren
6.2 Der Trauerprozess
6.2.1 Die erste Aufgabe: Die Realität anerkennen
6.2.2 Die zweite Aufgabe: Den Abschiedsschmerz durchleben
6.2.3 Die dritte Aufgabe: Verinnerlichen dessen, was war
6.2.4 Die vierte Aufgabe: Eine neue Identität entwickeln
6.3 Möglichkeiten der Trauerverarbeitung in der Schule
6.3.1 Organisatorische Maßnahmen
6.3.2 Rituale
6.3.2.1 Gedenkminute bzw. Gedenkfeier
6.3.2.2 Abschiedsecke, Trauertisch
6.3.2.3 Kreative Trauerverarbeitung
6.3.2.4 Teilnahme an der Bestattung
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Schulen Krisen bewältigen und präventive sowie reaktive Maßnahmen im Rahmen von Krisenmanagement und Schulentwicklung implementieren können. Ziel ist die Analyse bestehender Strukturen zur Erstellung eines Leitfadens für Notfall- und Gefahrenabwehrmanagement, um die Handlungsfähigkeit der Institution Schule in Extremsituationen zu gewährleisten.
3.4 Schule als resiliente Organisation
In der konzeptionellen Übertragung lässt sich Resilienz uneingeschränkt vom Individuum über soziale Systeme wie Organisationen bis hin zu sozioökonomischen Systemen anwenden. Unter resilienten Organisationen versteht man die Fähigkeit eines Systems oder einer Gesellschaft, eine unvorhergesehene Krise rasch zu bewältigen und die Funktions- und Handlungsfähigkeit so schnell als möglich wiederherzustellen (vgl. Sedmak, Kapferer, 2011, S.118). Resilienz bedeutet somit Widerstandskraft im Sinne von Widerstandsfähigkeit problematischen Rahmenbedingungen gegenüber (siehe auch Punkt 2.6). Dazu bedarf es vor allem organisationsspezifischen Lernens, eines gewissen Maßes an Anpassungsvermögen und dynamischer Fähigkeiten (vgl. ebd.). Resiliente Organisationen zeichnen sich laut Sedmak und Kapfer (2011) durch folgende Merkmale aus:
Vorhandensein einer fehlerfreundlichen Lernkultur: motivierte Mitarbeiter/innen mit der Bereitschaft, Fehler zu melden, zu analysieren und daraus zu lernen. Dies setzt eine offene Kommunikation über Hierarchieebenen hinweg und die Akzeptanz abweichender Meinungen und Wahrnehmungen voraus.
Förderung von Komplexität: Resiliente Organisationen erlangen ein breites Spektrum an Handlungsoptionen durch unterschiedliche berufliche Qualifikationen, Fortbildungen und Meinungsvielfalt ihrer Mitarbeiter/innen.
1. Einleitung: Beschreibt die Relevanz von Krisenmanagement an Schulen anhand aktueller Beispiele und definiert das Sicherheitsbedürfnis in der Institution Schule.
2. Definitionen: Erläutert die theoretischen Begriffe Notfall, Krise und Trauma sowie deren Auswirkungen und Abgrenzungen zueinander.
3. Krisen in der Organisation Schule: Analysiert Krisenphänomene aus organisatorischer Sicht und diskutiert, wie Schulen als resiliente Organisationen durch spezifische Lernprozesse Krisen verarbeiten können.
4. Krisenmanagement in der Organisation Schule: Beschreibt konkret die Implementierung von Krisenteams, Krisenplänen und Interventionsstrategien im schulischen Alltag.
5. Möglichkeiten der Schule im Sinne von Prävention: Setzt den Fokus auf Gewaltprävention, Ursachen von Schulgewalt und die Förderung eines positiven Schulklimas.
6. Der schulische Umgang mit Tod und Trauer: Beleuchtet die psychologischen Aspekte von Trauerprozessen bei Kindern und Jugendlichen und gibt Empfehlungen für eine adäquate schulische Trauerbegleitung.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit, Schule nicht nur als Ort des Lernens, sondern als sicherheitsorientierte, präventive Organisation zu begreifen.
Krisenmanagement, Schule, Schulentwicklung, Gewaltprävention, Trauma, Notfallpsychologie, Resilienz, Krisenteam, Krisenintervention, Trauerarbeit, Notfallplan, Organisationsentwicklung, psychische Gesundheit, Sicherheitsmanagement, pädagogische Intervention.
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Möglichkeiten eines strukturierten Krisenmanagements an Schulen, um auf traumatische Ereignisse professionell reagieren zu können.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Krisen, die Bildung von schulinternen Krisenteams, Gewaltprävention sowie der Umgang mit Tod und Trauer im schulischen Kontext.
Das Ziel ist die Erstellung eines Leitfadens zur Implementierung von Notfall- und Gefahrenabwehrmanagement, um die Handlungsfähigkeit der Organisation Schule in Krisenzeiten sicherzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und theoretischen Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zum Thema Notfallpsychologie und Organisationsentwicklung.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Definitionen, die Analyse der Schule als Organisation in der Krise, praktische Implementierung von Krisenplänen und Möglichkeiten der Prävention.
Krisenmanagement, Schule, Resilienz, Gewaltprävention, Krisenintervention, Trauerarbeit und Notfallplanung stehen im Zentrum.
Resilienz wird als die Fähigkeit der Schule als System verstanden, unvorhergesehene Krisen rasch zu bewältigen und ihre Funktionsfähigkeit schnellstmöglich wiederherzustellen.
Eine fehlerfreundliche Kultur fördert motivierte Mitarbeiter, die Fehler offen melden und analysieren können, was die Basis für eine schnelle Krisenbewältigung und kontinuierliche Verbesserung bildet.
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